Neue Waffen in Blogdorf

Also, die Säue, die gibt´s noch. Bloß treiben sie eben niemanden mehr vor sich her (höhö). Oder nur noch selten, wie aktuell den Blogkiller. Bei diesem Blogkiller handelt es sich angeblich um einen Migranten namens Ali I., der sich durch verschiedene Blogger in seiner Ehre verletzt sah und beschlossen hat, zurück zu schreiben. Leider ist er in keiner Weise dazu in der Lage, was ihn nur immer heftigerem Spott aussetzt. Das scheint ihm aber nichts auszumachen. Vermutlich ist er kognitiv nicht dazu befähigt, den teils heftig bissigen Spott überhaupt als solchen zu erkennen. Diese Hilflosigkeit hat dazu geführt, dass sich bereits Unterstützer finden, die sich mehr oder weniger schützend vor Ali stellen. Möge sich jeder selbst ein Bild vom Geschehen machen. Die relevanten Quellen sind im Text verlinkt. Ich persönlich finde, dass Herr I. es jetzt zu übertreiben beginnt. Richte er seine Kritik doch bitte gegen die Verursacher seines Grams, aber nicht gegen alles und jeden. Und wenn schon Kritik, dann bitte lesbar und verständlich…

Nachdem also die Säue offenbar erkannt haben, dass das Treiben auf Dauer viel zu anstrengend ist, zeichnet sich gerade ein ganz anderer, aber deutlich dramatischerer Trend ab. War das bisherige Sautreiben wenigstens ein Spiel mit offenen Karten und unter Wahrung eines gewissen Maßes an Chancengleichheit, gehen die Säue nun dazu über, Blogger gezielt auszuforschen, zu diskreditieren und zu denunzieren. Der von mir ansonsten eher kritisch betrachtete Don Alphonso hat in der Blogbar einen lesenswerten Artikel namens "Die CSUisierung der Blogosphäre" dazu verfasst. Er wird wissen, warum er zu diesem Artikel keine Kommentare zulässt, was für Blogbar-Verhältnisse extrem selten vorkommt.

Bei eigenen Recherchen zu diesem Thema habe ich dann auch einen ganz konkreten, sehr krassen Fall gefunden. Ein Blogger, der sich aus Sicherheitsgründen nur noch Blofkap nennt, beschreibt in seinem Blog, wie ihn das Bloggen seine bisherige Existenz gekostet hat. Neben dem verlinkten Artikel "Die Kraft der Denunziation" hat Blofkap noch einige weitere Geschehnisse chronologisch beschrieben. In seinem Fall hat es ein "Happy End" gegeben, wiewohl der Begriff angesichts der radikalen Veränderungen, denen er nachhaltig ausgesetzt wurde, nicht unbedingt passgenau ist.

Mich erinnert die Entwicklung in Blogdorf an Golding´s "Lord Of The Flies". Nach einem Unglück strandet eine Gruppe britischer Eliteschüler auf einer einsamen Insel. Das Fehlen des bisherigen Rahmens an Konventionen, Regeln und Sanktionen lässt die bisherigen Musterkids zu Wilden verkommen, die beginnen, sich gegenseitig zu ermorden und der Lebensgrundlagen zu berauben. Nicht, weil es dafür irgendeinen Grund gäbe, sondern lediglich, weil sie sich mächtig genug dazu fühlen. Dass sie sich dadurch auch selbst vernichten werden, kommt ihnen nicht in den Sinn. In "Lord Of The Flies" werden die noch Überlebenden kurz vor der ultimativen Katastrophe durch britische Militärs entdeckt und quasi vor sich selbst gerettet.

Wer rettet die gestrandeten Seelen Blogdorfs?

(Foto: www.pixelio.de / Fotograf: Peashooter)

5 Meinungen

  1. Wilhelm Entenmann

    Eigentlich ist das eine voll coole Sache, welche Herr I. mit seiner Seite blogkiller.de ins Leben gerufen hat.Besser wäre natürlich, wenn er dort selbst ein Blog betreiben würde. Mit seiner Sprache bzw. seinem Ausdruck habe ich keine Probleme, da diese, in ihrem originalen Stil, erfrischend und authentisch ist.Da er etwas über das Ziel hinausschießt könnte zur Folge haben, daß einige Blogger vielleicht doch bald, mehr oder minder freiwillig, nach einer Blog-Etikette rufen könnten.off:Ich habe den hiesigen Beitrag manuell bei mir „getrackbackt“.

  2. Ich komme nicht umhin, mich den Ausführungen Wilhelms anschließen zu müssen.Meiner Meinung nach, hat Ali einige sehr nachdenkenswerte Äußerungen gemacht, welche leider im allgemeinen Blogkiller-Bashing unterzugehen drohen.Auch ich werde diesen Artikel bei mir manuell „trackbacken“.

  3. Einer der größte Haufen Müll, der derzeit im Netz vor sich hin müffelt. Schade um die zwei Minuten meines Lebens, die ich dafür opferte.

  4. @Kolumnistenschwein: Meinst Du den Blogkiller, den Alphonso, den Blofkap oder den hiesigen Beitrag? 😯

  5. Ach so, sorry, unüberlegt ausgedrückt! Natürlich bezog sich mein Kommentar auf den „blogkiller“, der mir allerdings reichlich Besucher bescherte. Trotzdem: unanschaubar. Nochmals sorry, ich habs halt nicht so mit der Sprache.

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