Auch
wenn’s peinlich ist: Ein Mensch, der Mundgeruch hat, sollte von seiner
Umgebung darüber informiert werden. Denn nur dann hat er eine Chance,
den schlechten Odeur abzustellen. Die erste Anlaufadresse ist der
Zahnarzt. Denn in den allermeisten Fällen ist die Ursache im Mund- und
Rachenraum zu finden. Häufig stecken Karies oder
Zahnfleischentzündungen dahinter und/oder eine mangelhafte Mundhygiene.
Das führt dazu, dass sich Bakterien in Zahnlöchern, Zahnzwischenräumen
oder in Zahnfleischtaschen sammeln. Und diese unliebsamen Gäste
zersetzen Speisereste, wobei schwefelhaltige Gase freigesetzt werden.
Der Zahnarzt kann eventuelle Krankheiten beheben. Auch wird er Ihnen
gegebenenfalls die richtige Zahnpflege erklären, zu der auch die
Verwendung von Zahnseide und Interdentalbürstchen gehört. Findet
der Zahnarzt keine Ursache, wird er Sie überweisen. Denn schlechter
Atem kann auch auf andere Krankheiten hindeuten. Welche das sind, lässt
sich zum Teil schon durch die Art des Geruchs erkennen. Aceton deutet
auf Diabetes hin, Ammoniak auf eine kranke Leber und saure Milch auf
einen übersäuerten Magen.
Wenn’s
nur gelegentlich etwas müffelt, helfen folgende Hausmittel: tägliches
Gurgeln mit ein paar Tropfen Pfefferminz- oder Thymianöl. Außerdem
sollten Betroffene es mal mit Teetrinken probieren.
In schwarzen Teesorten sind pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten, die
das Wachstum der fiesen Bakterien stoppen. Das haben amerikanische
Forscher herausgefunden. Auch der tägliche Konsum von 90 Gramm
zuckerfreiem Joghurt macht den Atem frischer, wie Wissenschaftler aus
Japan beweisen konnten.
Darüber
hinaus kann man mit allen Maßnahmen, die den Speichelfluss anregen, der
Entstehung von Mundgeruch vorbeugen. Dazu zählen: Essen Sie viel
frisches kauintensives Obst und Gemüse und kauen Sie überhaupt jeden
Bissen gut. Pastillen oder Kaugummis, die beispielsweise Pfefferminz
enthalten, fördern die Speichelbildung ebenfalls. Zudem sollte man
täglich mindestens zwei Liter Wasser trinken. Denn dadurch werden
die Geruchsstoffe weggespült. Und da sich die Bakterien gerne auf der
Zunge einnisten, schützt der Gebrauch von Zungenreinigern ebenfalls vor
den unangenehmen Ausdünstungen.
