Wie der Blitz sausen die sechs Huskys samt Gespannlenker
Hurst über den Potsdamer Platz. Passanten drehen sich erstaunt um und fragen
sich, ob sie bei der letzten Abbiegung versehentlich Richtung Helsinki gegangen
sind. „Bordstein
hoch, Bordstein runter, Regentropfen schlagen ins Gesicht.
‚Feuchtigkeit finden die Hunde gar nicht gut’, sagt Daniel Hurst leicht
entnervt.“ Tja, da ist das regenreiche Deutschland vielleicht doch nicht die
richtige Heimat für die Schlittenhunde? Egal, die Touristen finden es gut. Wen
stört da schon das unbequeme Geholper über Kantsteine. Natürlich fährt der
Schlitten auf Rädern, ausreichend Schnee gibt es nur selten in Berlin. Ausnahmen
bestätigen die Regel: Diesen Winter konnten die Räder bestimmt durch Kufen
ersetzt werden.
Seit rund einem Jahr bietet der Schweizer Rundfahrten in
Berlin an. Bis zu drei Personen ziehen die Hunde für 25 Euro pro Person durch
die Hauptstadt. Ein Großteil der Strecke führt durch Parks und Grünanlagen, den
Hunden zuliebe. Immerhin erreicht das Gespann ganze 10 Stundenkilometer im
Durchschnitt. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 40 kmh.
Auch wenn die Idee ganz lustig ist und bei vielen
Berlin-Besuchern Anklang findet, fehlt meiner Meinung nach der Charme einer
richtigen Huskytour. Eine Stadttour ist nun mal nicht so schön wie eine Fahrt
durch freie Natur, bei der die Hunde wirklich laufen können so schnell sie
wollen und nicht bei der nächsten Ampel anhalten müssen.
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