Mit der Umkehrhypothek die Rente aufbessern: so geht’s

Die Umkehrhypothek ist grob gesagt ein Darlehen, das man auf die vollständig getilgte Immobilie aufnimmt. Der große Vorteil besteht in der Zinslosigkeit dieses Darlehens, denn die Institute, die diese Möglichkeit die Rente aufbessern zu können anbieten, beziehen ihr Geld erst nachdem die Hausbesitzer verstorben sind oder ausziehen nach dem anschließenden Verkauf des Hauses. Eine Umkehrhypothek wird entweder in einem Rutsch ausgezahlt oder man einigt sich auf einen monatlich gleichbleibenden Betrag, der dann als zusätzliches Einkommen zur regulären Rente überwiesen wird. Für einige Immobilienbesitzer – vor allem jene, die keine Erben für das Haus haben, über nur knappe Finanzen verfügen oder die auf jeden Fall bis zum Lebensende darin wohnen wollen – kann sich dieses Konzept vorteilig auswirken, jedoch ist es immer angebracht auch Alternativen zu prüfen.

Umkehrhypothek: So wirds gemacht!

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Wert ermitteln

Bevor man sich auf eine Umkehrhypothek einlässt, muss man erst den Wert der Immobilie feststellen. Denn die Kreditinstitute zahlen nie den gesamten Betrag, den ein Haus bringen würde, sondern nur recht wenige Prozente. Ein Hausverkauf könnte sich mehr lohnen, wenn man ausziehen will.

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Angebote einholen

Während es eigentlich als Umkehrhypothek Anbieter nur die Deutsche Kreditbank (DKB) mit ihrer Immorente Plus gibt, werden auch vergleichbare Konzepte unter anderem Namen von regionalen Banken angeboten – zum Beispiel die Immorente der Investitionsbank Schleswig Holstein. Es ist wichtig, hier nicht nur auf das Geld zu sehen, sondern auch die anderen Konditionen im Auge zu behalten.

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Konditionen

Die Konditionen beziehen sich auf die Immobilie selbst (Zustand, Alter, abbezahlte Hypotheken, Instandhaltung) und auf die Besitzer. Ab einem Einstiegsalter (60 oder 65) können Senioren so über einen bestimmten Zeitraum (durchschnittliche Lebenserwartung) oder ein festgelegtes Alter (Rückzahlung mit 90 zum Beispiel) die unterschiedlichen Möglichkeiten nutzen (Einmalzahlung, monatliche Beträge, Rückzahlung nach Auszug/Tod – in diesem Fall durch die Erben oder den Immobilienverkauf).

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Beantragen

Will man so die Rente aufbessern, wendet man sich vertrauensvoll an den ausgesuchten Anbieter und stellt dort den Antrag, über den anschließend, wie bei jedem anderen Darlehen auch, entschieden und stattgegeben wird.

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Rentenerwartungen

Ein bestimmter Betrag als Rentenerwartung kann immer nur durch die genaue Berechnung des Wertes der Immobilie im Einzelfall geschehen. Dennoch hier ein Rechenbeispiel: Ein 70-jähriger Rentner kann einen monatlichen Betrag von rund 230 Euro erwarten, wenn seine Immobilie derzeit 280.000 Euro wert ist. Dies ergibt sich aus einem Schätzwert der nächsten 20 Jahre (250.000 Euro) und einer Auszahlunsgarantie bis 110 (der Wert verringert sich auf 150.000 Euro). Nimmt man nun 6 Prozent Zinsen an, kommt man auf 233 Euro monatlich.

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Alternativen

Die Umkehrhypothek ist eine interessante (wenn auch oft teure) Idee, doch können Hausbesitzer unter Umständen besser fahren, wenn sie das Haus für einen höheren Wert verkaufen und ausziehen. Auch die Zustifterrente kann eine gute Alternative sein: Bei dieser Idee wird die Immobilie verkauft, aber ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt, der Kaufbetrag wird ebenfalls monatlich gezahlt.

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