"Die Verbraucher überschätzen die tatsächliche Preiserhöhung durch den Anstieg der Mehrwertsteuer deutlich.." schreibt Gangkofer und gibt auch gleich ein paar knackige Beispiele aus einer durch die Unternehmensberatung Kucher & Partner durchgeführten Studie. So würde ein Kunde, befragt auf welchen Preis ein Artikel steigen wird, der bisher 5 Euro kostet, im Schnitt auf rund 5,70 Euro tippen und damit um fast 60 Cent zu hoch schätzen.
Coole Sache, liest man zwischen den Zeilen heraus. Unternehmen mögen sich doch mal vor Augen halten, "wieviel Profit auf dem Spiel steht." Gut sei es jedenfalls, wenn die Preiserhöhungen bereits im dritten Quartal stattgefunden haben, denn da achtet der Kunde noch nicht so darauf. Ab dem 01. Januar zu erhöhen sei nicht empfehlenswert. Viel deutlicher kann man es kaum formulieren. Unternehmer, haut was das Zeug hält die Preise nach oben, der Kunde ist erwiesenermaßen sowieso zu doof, das sachgerecht zu bemerken.
Auch die Zeit (Ausgabe 43, 19.10.2006, S. 25) schlägt in ihrem Wirtschaftsteil vor, Preise möglichst bei denjenigen Produkten überdurchschnittlich zu erhöhen, die der Verbraucher nicht so im Kopf hat, wie Schnürsenkel, Schrauben oder Rasierklingen. Gut sei es auch, wenn man einfach weniger in die Packungen füllt oder womöglich komplette Kollektionen wechselt, um so Vergleiche unmöglich zu machen.
Es existieren also hinreichend Ideen, um die Mehrwertsteuererhöhung unter unternehmerischen Gesichtspunkten noch einmal zu optimieren! Ein Glück.
(Foto: www.pixelquelle.de / S. Hofschlaeger)
