Media Pro von Phase One: Was kann die Bildbearbeitungssoftware?

Die Bilddatenbank Media Pro kann eine ganze Menge, arbeitet noch ganz nebenbei mit externen Bildbearbeitungsprogrammen zusammen und hat schwer mit der Selbstüberschätzung zu kämpfen. Dabei ist die Basis des einst aufgekauften Expression Media von Microsoft nicht die Schlechteste.

Von iView Multimedia zu Media Pro

Phase One hat lange Zeit das Programm nach dem Aufkaufen in seinen virtuellen Regalen verstauben lassen. Es scheint auch ein kleiner Fluch des Herumreichens auf der Software zu liegen. Denn selbst Microsoft hatte die Software von iView unter dem Namen MediaPro (damals noch zusammengeschrieben) erworben, daraus Expression Media weiterentwickelt und es nach wenigen Jahren bereits zum Verkauf an Media Pro weiter gereicht. Die wollten den ursprünglichen Namen in Form von iView Multimedia wieder aufleben lassen und sind stattdessen in der Versenkung verschwunden. Jetzt ist es aber endlich soweit und mit dem Phase One Media Pro soll die Fotoverwaltung für Anwender erleichtert werden. Als Zielgruppen lassen sich Fotografen benennen, die gerne mal so viele Fotos bearbeiten müssen, dass sie schnell den Überblick verlieren. Doch auch Hobbyfotografen oder jeder, der nicht gerade wenige Bilder auf seine Festplatte hat, sei nach Angaben des Herstellers zur Nutzung eingeladen.

[youtube N9FnZtIkuy8]

Mit Capture One im Zusammenspiel

Bildverwaltung schön und gut, optisch langweilt die dunkelgraue Oberfläche wie alle anderen auch und ist damit nichts Besonderes. Die Anlehnung ist am Aufbau von Capture One zielgerichtet. Die Vorschau kann, im Gegensatz zu manch anderem Konkurrenzprodukt, auch RAW-Formate anzeigen. Diese lassen sich in Capture One in das gewünschte Zielformat konvertieren, bzw. bearbeiten. Die Metadaten eines Bildes werden im XMP-Format (Extensible Metadata Platform) abgespeichert. Eine Beschränkung für die Kataloggröße gibt es nicht. Wer noch das alte Expression Media 2 besitzt, kann ein Upgrade für 45 Euro kaufen. Der Neueinstieg wird mit 165 Euro belastet. Besitzer der Uralt-Version von iView können für 60 Euro ein Upgrade beziehen. Die größte Macke ist dabei die Installation. Da wird nicht immer alles oder fehlerhaft auf die Festplatte gespielt. Das Resultat sind nicht funktionierende Programmstarts oder schlimmstenfalls, wenn es denn startet, Programmabstürze inmitten der Katalogisierung. Der Hersteller will in der nächsten Zeit mit einem Update Abhilfe schaffen.

Die Software gibt es für Windows und Mac OS X.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.