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    Start » Lilienhähnchen (Lilioceris lilii) bekämpfen: Hausmittel und chemische Varianten gegen den Schädling
    Gartenarbeit

    Lilienhähnchen (Lilioceris lilii) bekämpfen: Hausmittel und chemische Varianten gegen den Schädling

    8. September 20113 Minuten Lesezeit

    Das Lilienhähnchen ist ein Blattkäfer mit einer Größe von sechs bis acht mm. Es hat einen leuchtend roten Körper mit einem schwarzen Kopf und schwarzen Beinen.
    Sie sind die am häufigsten in Europa vorkommenden Lilienschädlinge, sind aber auch in Nordafrika, Nordamerika und Asien zu finden.
    Sowohl die ausgewachsenen Käfer wie auch die Larven ernähren sich in erster Linie von Lilien, gehen aber auch an andere Zwiebeln oder Zwiebelgewächse.
    Meistens sind sie von April bis Juni und dann wieder im September zu finden. Da Lilienhähnchen sehr eifrig mit ihrer Fortpflanzung beschäftigt sind, können in einem Sommer drei, mitunter sogar vier Generationen entstehen. Wer Lilienhähnchen bekämpfen möchte, kann unter folgenden Methoden wählen:

    Lilienhähnchen bekämpfen: So wirds gemacht!

    1

    Absammeln

    Eigentlich sollte man Lilienhähnchen sobald man sie erblickt mit der Hand absammeln.
    Allerdings lassen sich die Käfer bei Gefahr sofort mit einem zirpenden Geräusch von der Lilie herunterfallen und bleiben dann bewegungslos liegen. Durch ihre schwarze Unterseite sind sie deswegen oft nicht mehr auffindbar. Hier empfiehlt es sich beim Absammeln eine Schüssel oder einen Eimer unter die Pflanze zu stellen.
    2

    Larven wegspülen

    Lilienhähnchen legen ihre Eier an der Unterseite der Blätter ab.
    Da die Larven einen höheren Nahrungsbedarf haben, richten sie einen größeren Schaden an als die Käfer selber, und das kann durchaus bis zum Kahlfraß führen. Man erkennt sie an ihrer braunen, schleimigen Hülle, die aus ihren eigenen Exkrementen besteht. Findet man einen solchen Befall, hilft es oft, ihn mit einem kräftigen Wasserstrahl wegzuspülen. Die Larven sind dann nicht mehr in der Lage, zur Lilie zurückzufinden.
    3

    Hausmittel

    In erster Linie sollte man Lilienhähnchen bekämpfen, indem man auf Hausmittel und natürliche Substanzen zurückgreift. Eins davon ist Kaffeesatz den man unterstreuen kann. Eine weitere Maßnahme ist das Bestäuben der Blattunterseiten mit Gesteinsmehl. Das hält die Käfer zwar nicht ganz ab, reduziert sie aber deutlich. Bei sehr starkem Befall raten Experten zu einer Mischung aus Schmierseife und Spiritus, mit der die Blätter besprüht werden sollen. Bei all diesen Methoden ist es notwendig, sie regelmäßig, das heißt auch hauptsächlich nach dem Regen zu wiederholen.
    4

    Ablenken

    Oft wird auch empfohlen in der Nähe der Lilie Fritillarien zu pflanzen, um die Käfer auf diese Pflanzen zu locken. Auf den Fritillarien haben die Larven keine Chance sich zu verpuppen, sondern trocknen vorher aus.
    5

    Chemische Variante

    Wer mit chemischen Methoden Lilienhähnchen bekämpfen möchte, sollte wissen, dass diese in der Regel nicht auf übliche Spritzmittel gegen Insekten reagieren.
    Eine Maßnahme wäre hier noch Spruzid, was nicht ganz so umweltbelastend ist.
    Auch hier sind jedoch mehrere Spritzvorgänge nötig um eine wirkungsvolle Bekämpfung zu gewährleisten.
    Schwierigkeitsgrad:

     

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