Leben in der Stadt der Zukunft

„South Korea plans to spend $25 billion on New Songdo, the world’s largest ‚ubiquitous city,‘ with computers linking home life and life on its streets. Construction, 40 miles from Seoul, is to be done in 2014.“ (Quelle: NYT)


Was genau macht nun so eine „Ubiquitous City“ aus? Zum einen spielen spielen alle wichtigen Informationssysteme zusammen. Vom Einwohneramt und den städtischen Informationssystemen über die Systeme von Ärzten und Krankenhäusern bis hin zu Systemen in Unternehmen und Regierung. Diese tauschen Daten über Rechner, die überall und allgegenwärtig installiert sind (= Ubiquitous Computing). Zum anderen leben dort Menschen.


Damit lassen sich sinnvolle Dienste realisieren: Von neuen, vollautomatischen E-Payment-Diensten in Geschäften über die nutzungsabhängige Finanzierungsmodelle für die öffentliche Infrastruktur bis hin zu automatischen Notfallbenachrichtigungen. Bei nicht erfüllter Kehrwoche registrieren das die Sensoren, alarmieren die Nachbarschaft (eine Komfortfunktion, diese muss nicht mehr selbst kontrollieren) und ergänzen den sozialen Druck um geeignete Maßnahmen (Merke: Die Kehrwoche wird auch in der Stadt der Zukunft nicht abgeschafft, maximal besser organisiert).


Man kommt bei etwas Nachdenken schon auf ein paar interessante Szenarien. Alles weit weg? Nein, in 8 Jahren soll die Stadt fertig sein. 


New Songdo ist die konsequente Weiterentwicklung der zunehmenden Digitalisierung unseres Alltags. Vieles, was vor wenigen Jahren noch undenkbar war, ist heute gelebte Praxis.



  • Wissen Sie aus dem Stegreif, wie der Bankschalter Ihrer Bank aussieht und wie die nette Dame (oder der nette Herr) hinter dem Schalter heißt?
  • Telemedizin ist zunehmend im kommen. In nordischen Ländern ob der geringen Bevölkerungsdichte ohnehin schon heute unverzichtbar, schleicht sie sich auch bei uns immer mehr ins tägliche Leben ein. Oder wer hat nicht schon mal die „zweite Meinung“ im Internet eingeholt?
  • In den USA werden Shop-Konzepte entwickelt, die das Online-Shopping mit dem realen Einkaufsbummel verbinden. Geschaut und probiert wird vor Ort im Geschäft, bestellt wird online. Auch meine Frau macht das schon teilweise. Und ich bin dankbar: Ein paar Tüten weniger zu schleppen 😉

Der Autor des Originalartikels in der New York Times hat sicher Recht wenn er schreibt, dass ein solches Experiment besser in Asien als „im Westen“ statt findet. Bei uns überwiegen in solchen Fällen die – ganz sicher nicht zu vernachlässigenden – Bedenken über die Chancen.


B. J. Fogg, Direktor des Persuasive Technology Lab an der Stanford University, beurteilt das ganze so: „New Songdo sounds like it will be one big Petri dish for understanding how people want to use technology“.


Es wird allerdings eine asiatisch geprägte Sicht sein. Mich würde die europäische, chancenorientierte und praktisch erprobte bzw. erlebte interessieren.

Eine Meinung

  1. Christoph Rummel

    Auf Blogrepublik klaut jemand schamlos Text, ohne auf Quelle oder Autor zu verweisen.

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