Kogan Agora Chromebook: Mangelware aus Australien?

Weder Samsung noch Acer sind mit ihren Chromebooks die ersten Hersteller auf dem Markt. Sie waren nur schneller im Präsentieren der Produkte. Das Kogan Agora wird hingegen bereits ab nächster Woche ausgeliefert.

Das Kogan Agora Chromebook kommt aus Australien

Ich bin mir sicher, dass es sich um ein aus Asustek zusammengekleistertes Mischprodukt handelt und unter der Hand damit Asus der erste Chromebook Hersteller am Markt wäre, die aber sicherlich irgendwann ein eigenständiges Asus Chromebook nachliefern werden. Das Samsung Chromebook lässt wohl selbst zur IFA noch auf sich warten, Acer wird noch länger vor sich hin schweigen. Gut aber warum Kogan? Weil das australische Unternehmen ganz gerne Mal das „erste“ Produkt auf den Markt bringt. Sie waren die ersten mit einer Bluetooth GPS Uhr vor rund zwei Jahren am Markt und das durch gesten-gesteuerte IPTV (Internet Protocol Television) setzte vor einem Jahr bereits auf den Chrome Browser. Dass man jetzt auf Google Chromium OS als Betriebssystem setzt, sollte demnach nun wirklich nicht weiter verwundern. Die Single-Mouse-Taste und das kleine Touchpad machen keinen einladenden Eindruck, letzteres ist sogar viel zu klein geraten. Statt Intel Atom gibt es veraltete Celeron Kost mit 1,3 GHz Single Core, 1 GB RAM Arbeitsspeicher und einer 30 GB SSD, die definitiv weniger Platz als das Acer und Samsung Modell bietet, dafür aber in das Konzept der Preisdrückerei passt. Wir ahnen schlimmes.

Qualität entgegen aller Vernunft

Wenn wir mal davon absehen, dass es Bluetooth, HDMI, Webcam und SD-Kartenleser an Bord des Kogan Agora Chromebook gibt, ist die Akkulaufzeit von mageren 3,5 Stunden skandalös schlecht. Der 11,6 Zoll Bildschirm des Google Notebook bietet 1366 x 768 Pixel und einen nicht existenten Blickwinkel, was bei der kleinsten Bewegung zu Farbverfälschungen führt. Man mag nur schwer vermuten, wie „gut“ die Tastatur sein könnte. Und dann erst noch der Preis. Ach herrje, der Preis ist bei alledem ein ganz eigenständiges Übel. Netbooks mit besserer Hardware (Dual-Core) und besserer Verarbeitung gibt es bereits ab unter 300 Euro. Das unser Kogan Agora Chromebook wohl oder übel wenigstens 300 Euro kosten wird, ist ziemlich sicher. Die bekannten Preise sind 349 Australische Dollar und 269 Britische Pfund. Errechnen wir uns einen Mittelwert (natürlich umgerechnet), so sind wir knapp über der 300 Euro-Marke. Man kann nur hoffen, dass wir von diesem Übel verschont bleiben.

Eine Meinung

  1. Kann dem Artikel nur zustimmen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum Google die Installation ihres OS auf so einem Billig-Gerät zustimmen. Vor allem zum Verkaufsstart hätte man Partner suchen müssen (was man mit Samsung ja getan hat) die für Qualität bekannt sind.

    Wie sollen die Chromebooks zu einem guten Ruf kommen, wenn man das OS mit solchen Geräten in Verbindung bringt??

    Gruß,
    Jürgen

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