Knigge für die Weihnachtsfeier

Drücken Sie sich nicht vor der Weihnachtsfeier mit Ihrem Chef!Weihnachtsfeier mit den lieben Kollegen. Und dem Chef! Einige würden sich gern drücken, andere lassen’s richtig krachen. Dann wird geschwoft und das ein oder andere Gläschen getrunken. Und das Beste: geht alles auf den Chef. Herrlich. Doch Vorsicht. Denn bei manch einem lockert sich bei guter Stimmung die Zunge. Folge: Fettnäpfen, die noch Tage nach dem Fest zur Erheiterung des Flurfunks sorgen könnten – oder zu essenziellen Konsequenzen. Lesen Sie hier den Knigge für die Weihnachtsfeier.

Weihnachtsfeier mit dem Chef und den lieben Kollegen

Tipp 1: Kommen ist Pflicht
Ihr Chef ist Ihnen suspekt und feiern wollen Sie mit dem schon mal gar nicht?! Springen Sie über Ihren Schatten. Lädt der Boss seine Gefolgschaft zur Weihnachtsfeier, ist es keine Frage der Lust, ob Sie teilnehmen oder nicht. Es gehört sich einfach – Antipathie hin oder her. Zur Anwesenheitspflicht sagte Etikette-Trainerin Agnes Jarosch in einem Gespräch mit der dpa: „Das zeigt dem Chef, dass man auch bereit ist, einen Teil seiner Freizeit in die Firma zu investieren.“

Tipp 2: Netzwerken Sie
Die betriebliche Weihnachtsfeier ist eine fantastische Möglichkeit, um mal mit den Kollegen auf Tuchfühlung zu gehen, mit denen Sie sonst eher nicht so viel zu tun haben. Geübte Networker kommen auch beruflich weiter, die Weihnachtsfeier ist also auch ein guter Ort, um das Netzwerken zu trainieren. Wer sich aus Bequemlichkeit oder Schüchternheit immer an dasselbe Grüppchen klammert, sollte lernen über seinen Schatten zu springen. Ettikette-Trainerin Jarosch: „Man sollte sich nicht immer nur mit den gleichen Leuten unterhalten.“

Tipp 3: Zügeln Sie Ihre Zunge
Alkohol beflügelt und lockert die Zunge. Und wenn man sich nach dem freundlichen Zunicken zum Chef und einer Runde Networking im Kreise seiner Lieblingskollegen wiederfindet, kann schon mal das ein oder andere missgünstige Wort über unliebsame Teamkollegen (oder sogar den Chef selbst) fallen. Bei diesen Gesprächen sollten Sie sehr, sehr vorsichtig sein. Denn im Eifer der Schluderei kann der Grad des Tratschens gefährliche Ausmaße annehmen – und im schlimmsten Falle dazu führen, dass Sie von einem „Petzer“ belauscht werden, der seine Infos brandheiß, ungefiltert und um weitere pikante Fantasien angereichert weitergibt. Sicher, Sie können alles auf den Alkohol schieben. Aber wie heißt es so schön: Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit – zumindest die selbst wahrgenommene Wahrheit.

Tipp 5: Karriere klarmachen und Gehaltsverhandlungen
Es ist keine gute Idee, die unbeschwerte Atmosphäre der Weihnachtsfeier zu nutzen, um ein wenig an der eigenen Karriere zu basteln oder den Chef um ein paar zusätzliche Scheinchen zu bitten. Wenn Sie sich beruflich verändern möchten und der Meinung sind, Sie hätten am Ende des Monats mehr verdient als Sie bisher erhalten, ist das ein Punkt, den Sie direkt mit Ihrem Chef erörtern sollten – und zwar nüchtern und am besten nicht zwischen Tür und Angel, sondern im Rahmen eines Termins, um den Sie ihn bitten.

Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß auf Ihrer Weihnachtsfeier. Lassen Sie es krachen – aber bitte mit Bedacht.

Foto: Thinkstock, iStock, Константин Чагин

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