In Betrieb oder im Betrieb – wie heißt es korrekt?

Ob Umlauf, Kraft oder Betrieb – wenn diese Worte Teil von Redewendungen sind, brauchen sie meistens eine Präposition. Das Deutsche hat davon allerhand im Angebot. Schwierig wird es, wenn es auf Feinheiten ankommt. „In“ oder „im“, was ist korrekt? Wir klären auf.



Zwei Präpositionen, zwei Bedeutungen

Heißt es in Betrieb nehmen? Oder im Betrieb nehmen? Das kommt ganz darauf an. Wenn sie eine neue Maschine zum Laufen bringen, nehmen Sie sie in Betrieb. Im Betrieb nehmen sie eher andere Dinge, hoffentlich jedoch keine Drogen, sondern allenfalls ab und zu Medikamente, gegen Kopfschmerzen vielleicht.

Schließlich ist die Maschine dann in Betrieb gegangen. Für den Fall, dass sie morgens mit dem Auto zur Arbeit kamen, können Sie dann noch etwas im Betrieb gehen. Das ist gut für Herz und Kreislauf.

In Stand halten und instand halten

In Bezug auf gesundheitliche Beschwerden fragen Sie übrigens am besten Ihren Arzt. In diesem Text erfahren Sie im Weiteren noch mehr in Bezug auf die deutsche Rechtschreibung. Es sei denn Sie möchten sich an dieser Stelle im Bezug Ihres Bettes verkriechen anstatt sich mit Rechtschreibung auseinanderzusetzen. Aber zurück zum Betrieb: Läuft die neue Maschine erst einmal ein paar Wochen, muss sie auch in Stand gehalten werden. Dafür, dass man sie im Stand hält, sollte sie zu schwer sein. Der Duden präferiert hier übrigens „instand“, und zwar seitdem die Rechtschreibreform in Kraft getreten ist.  So kann man auch nicht in Versuchung kommen sich im Stand zu setzen, was ohnehin eigentlich unmöglich ist.

In Anbetracht der Fülle an Redensarten sollte man aber im Vorfeld einiges klären. Schließlich könnte es sonst im Anschluss Ärger geben, wenn der Fehler erst einmal gedruckt ist. Im Rahmen der Rechtschreibung kann man sich als Experte profilieren. Vielleicht wird den stets Bemühten eines Tages ein Brief ins Haus flattern, unterschrieben von einem Herrn Mustermann im Namen der Dudenredaktion.

Viele Redensarten nicht eindeutig

Im Hinblick auf korrekte Schreibweisen, scheint eben diese Redaktion manchmal nicht mit sich selbst im Einklang zu sein. Sonst würden sie manche Regeln vereinheitlichen und so alles in Einklang bringen. Worte und Taten stehen aber manchmal nicht mit einander im Einklang, oder in Einklang, das ist nämlich laut Duden beides korrekt. Man sollte jetzt aber die Redaktion nicht in Verdacht haben, Unruhe zu stiften. Zumindest darf man sie nicht im Verdacht haben, dies vorsätzlich zu tun. Der fleißige Schreiber kann also getrost dafür sorgen, dass beide Formen weiterhin in Umlauf sind – oder im Umlauf, da hat er auch die freie Wahl.


Bild: Pixabay, 1798, PublicDomainPictures

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