?Ihr organisiert euer Kind einfach weg…“

Der Spruch mit dem „Wegorganisieren" kam übrigens nicht etwa von der Mutter meiner Freundin, sondern von der Frau eines guten Freundes, die selbst zwei kleine Kinder hat und wegen dieser beiden Kinder nicht arbeitet. Gearbeitet hat diese Mutter allerdings auch vor der Geburt ihrer Kinder nicht. Statt dessen hat sie studiert und promoviert und ist schwanger geworden. Nun ist sie Vollzeitmutter. Das ist ja sicher in Ordnung, jeder wie er will, sofern sie damit glücklich ist.

Neid als Beweggrund

Doch das ist diese Mutter offensichtlich nicht, das meint zumindest meine Freundin (die Schwangere). Warum sonst kommt aus der Ecke einer Geschlechtsgenossin so ein Vorwurf an jemanden, der sich gerade auf sein Kind freut? Der Neid auf den guten Job meiner Freundin und darauf, dass es ihr vielleicht gelingen könnte, auch mit Kind noch erfolgreich im Beruf zu sein, könnte da doch eine plausible Erklärung für eine solche Reaktion sein. Meine Freundin jedenfalls versucht, trotz blöder Sprüche weiterhin ihr Leben für die Zeit nach der Geburt neu zu organisieren – möglichst optimal für alle Beteiligten.

Spagat zwischen Kind und Job

Aber warum fällt es gerade Frauen so schwer, anderen Frauen ihr Lebensmodel zu lassen? Ist es Neid, der Neid, selbst etwas verpasst zu haben? Sei es im Job oder auf der Kinderseite? Kann Frau wirklich nicht beides haben, Kinder und einen guten Job? Und wenn dieser Spagat  dann wirklich gelingt oder auch nur versucht wird, dann gibt es wieder Kritik – so wie im Fall meiner Freundin. Ach ja, eine Kita, die ihr Kind nimmt, wenn sie im nächsten Jahr wieder arbeiten gehen will, hat meine Freundin übrigens trotz vieler Besichtigungstermine noch nicht gefunden, aber das ist eine andere Geschichte.

4 Meinungen

  1. Sicher ist da auch Neid und Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben im Spiel. Viele Vollzeitmütter geben auch nicht gern zu, dass sie doch mal wieder etwas anderes als nur Kindergeschrei, Babybrei und Hausarbeit haben wollen. Vielleicht auch der Neid auf die sozialen Kontakte. Manche vertreten ja wehement die Meinung, dass nur sie selbst wissen wie man die Kinder am besten erzieht und stempeln berufstätige Mütter als Rabenmütter ab. Wohl gemerkt – manche – nicht alle! Ich bin der Ansicht, dass die Kinder in Gesellschaft von anderen Kindern viel mehr für das spätere Leben mit auf den Weg bekommen. Sie lernen sich unterzuordnen, Auseinandersetzungen mit Gleichaltrigen durchzustehen und müssen lernen, dass sie nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit haben. Ist für manche Kinder gar nicht so schlecht. Meine Kinder (3 an der Zahl) waren alle schon sehr früh bei einer Tagesmutter untergebracht. Ich bin nicht die typische Hausfrau – ich hatte den Drang wieder ein paar Stunden raus zu kommen und mich mit Kollegen auch mal über andere Themen als nur Kinder zu unterhalten. Noch ein kleiner Tipp – hat Deine Freundin sich schon mal Gedanken über eine Tagesmutter gemacht? Ist eine super Alternative zur Kita. Man ist zeitlich flexibler und die Größe der Kindergruppe ist überschaubar!

  2. Sicher ist da auch Neid und Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben im Spiel. Viele Vollzeitmütter geben auch nicht gern zu, dass sie doch mal wieder etwas anderes als nur Kindergeschrei, Babybrei und Hausarbeit haben wollen. Vielleicht auch der Neid auf die sozialen Kontakte. Manche vertreten ja wehement die Meinung, dass nur sie selbst wissen wie man die Kinder am besten erzieht und stempeln berufstätige Mütter als Rabenmütter ab. Wohl gemerkt – manche – nicht alle! Ich bin der Ansicht, dass die Kinder in Gesellschaft von anderen Kindern viel mehr für das spätere Leben mit auf den Weg bekommen. Sie lernen sich unterzuordnen, Auseinandersetzungen mit Gleichaltrigen durchzustehen und müssen lernen, dass sie nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit haben. Ist für manche Kinder gar nicht so schlecht. Meine Kinder (3 an der Zahl) waren alle schon sehr früh bei einer Tagesmutter untergebracht. Ich bin nicht die typische Hausfrau – ich hatte den Drang wieder ein paar Stunden raus zu kommen und mich mit Kollegen auch mal über andere Themen als nur Kinder zu unterhalten. Noch ein kleiner Tipp – hat Deine Freundin sich schon mal Gedanken über eine Tagesmutter gemacht? Ist eine super Alternative zur Kita. Man ist zeitlich flexibler und die Größe der Kindergruppe ist überschaubar!

  3. Ich bin ebenfalls keine Glucke aber muß schon sagen, mit 3 oder 4 Monaten hötte ich mein Kind noch nicht abgegeben! Vor allem nicht in die Kita, wo die Betreuer noch 5-6 andere Kinder zu versorgen haben. Wenn es finanziell nicht anders geht, ok, aber in dem Alter wird die Bindung an die Eltern doch gerade erst richtig aufgebaut und dann schon so einen Vertrauensbruch herbeizuführen halte ich für kritisch. Mit Neid hat das nichts zu tun, ich habe meine Kleine auch bei der Tagesmutter untergebracht aber erst als sie abgestillt war und das Gefühl hatte, dass sie soweit ist.Aber das ist nur meine Meinung, natürlich kann das jeder regeln wie er möchte…

  4. Ich bin ebenfalls keine Glucke aber muß schon sagen, mit 3 oder 4 Monaten hötte ich mein Kind noch nicht abgegeben! Vor allem nicht in die Kita, wo die Betreuer noch 5-6 andere Kinder zu versorgen haben. Wenn es finanziell nicht anders geht, ok, aber in dem Alter wird die Bindung an die Eltern doch gerade erst richtig aufgebaut und dann schon so einen Vertrauensbruch herbeizuführen halte ich für kritisch. Mit Neid hat das nichts zu tun, ich habe meine Kleine auch bei der Tagesmutter untergebracht aber erst als sie abgestillt war und das Gefühl hatte, dass sie soweit ist.Aber das ist nur meine Meinung, natürlich kann das jeder regeln wie er möchte…

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