Hypnose beim Zahnarzt: Behandlung ohne Angst

Niemand geht gern zum Zahnarzt. Es sei denn, man hat starke Schmerzen und freut sich auf die Narkose. Die kann jedoch auch sehr nervend sein, da man selbst Stunden nach der Behandlung nicht richtig essen oder trinken kann. Zudem haben viele Menschen Angst vor einer überdimensionalen Spritze im Mund. Jetzt soll es aber eine bahnbrechende neue Methode zur Zahnbehandlung geben, die doch sehr klassische Methoden benutzt: Hypnose beim Zahnarzt.

Was passiert?

Es geht nicht um die Therapie, welche man aus dem Fernsehen kennt: mit einem schwingendem Pendel, bei der man sich nach kurzer Zeit wie eine Ente aufführt und sich an nichts erinnern kann. Man wird durch Musik und Ablenkung zur Beruhigung geleitet, wodurch sich der Puls verlangsamt und man langsam tiefer in eine Trance sinkt. Schließlich findet man sich in einer Art Tiefschlaf wieder, aus dem man nicht ohne weiteres aufwachen und keinerlei Schmerzen spüren soll. Das ist sehr nützlich für Menschen mit einer Phobie vor der Behandlung, der Anästhesie selbst oder natürlich einer Allergie dagegen. In den meisten Fällen wird zusätzlich auch noch lokale Anästhesie verwendet, jedoch in einer weitaus geringeren Dosis: Ungefähr ein Viertel wird nur benötigt. Zudem ist es zeitsparend und ermöglicht Zahnärzten längere Behandlungen, die sonst in mehreren Sitzungen gehandhabt werden müssten. Da spart dann auch der Patient!

Sonstige Informationen

Als Verbraucher sollte man jedoch gewarnt werden, dass nicht alle Zahnärzte korrekt für diese Behandlung ausgebildet wurden. Sollte man diese Methode ausprobieren wollen, ist es ratsam, sich im Vorfeld an die Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose e.V. wenden.

Die Behandlung ist zwar noch experimentell, klingt jedoch vielversprechend. Wenn man also noch unter Zahnarztangst leidet oder mit einer Allergie gegen Anästhesie kämpfen muss, sollte man auf jeden Fall einen hypnosefähigen Zahnarzt aufsuchen. Einen Haken gibt es jedoch: Die Hypnose beim Zahnarzt wird meist als Privatleistung angesehen, was bedeutet, dass die rund 100 Euro pro Behandlung generell nicht von der Krankenkasse absetzbar sind. Wenn man aber ein extremer Angstpatient ist oder unter extremer Allergie leidet, sollte man sich die Hypnose beim Zahnarzt doch gut überlegen. Vielleicht lohnt es sich ja.

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2 Meinungen

  1. Vor ca. 40 Jahren als Pioniere wie Dr. Schmierer mit der zahnärztlichen Hpynose begannen, startete ich mit Autosuggestion in der hohen Qualität von E.Coué.
    Hypnose erzeugt man seit H.M.Bernheim durch Suggestion und Suggestion wirkt erst, wenn sie angenommen und als Autosuggestion betrieben wird. Da leuchtet es doch ein, dass es von Vorteil ist, gleich selbst Autosuggestion zu lernen – natürlich vom bestmöglichen Vorbild.
    Durch Coués enorme praktische Erfolge wurde die Autosuggestion in wenigen Jahren eine weltberühmte Selbsthilfe-Methode. Zehntausende Hilfesuchende kamen jährlich in seine unentgeltlichen, öffentlichen Sitzungen in Nancy. Weltweit wurde darüber berichtet. Von Misserfolgen liest man nichts, im Gegenteil! Und um zu demonstrieren, dass es überhaupt nicht auf ihn selbst ankomme, las Coué z.B. Heilungsberichte aus aller Welt vor von Leuten, die ihn nie gesehen sondern nur sein kleines, in 20 Sprachen übersetztes Buch gelesen und angewandt hatten. Das bekommt man heute noch für ein paar € in jeder Buchhandlung. Eine gute Vorbereitung, nicht nur für den Zahnarztbesuch, und gänzlich ohne ungünstige Nebenwirkungen. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

  2. Ich kann eine Behandlung unter Hypnose nur empfehlen. Vertrauenswürdige Zahnärzte finden Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose, deren Vorsitzender Dr. Albrecht Schmierer aus Stuttgart ist. http://www.dgzh.de

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