HSV: Die Hoffnung währte 55 Minuten

HSV: Die Hoffnung währte 55 Minuten

Er hat alles umgekrempelt, von der Taktik bis zum Personal, aber am Ende hat es wieder nichts geholfen: Christian Titz (46), der neue (und dritte) HSV-Trainer in dieser Saison, verlor mit seiner Mannschaft am Wochenende mit 1:2 gegen Hertha BSC. Dabei sah es fast eine Stunde lang so aus, als könne der HSV tatsächlich mal wieder einen Sieg einfahren, den ersten seit November 2017.

So etwas wie Aufbruchsstimmung …

In der ersten Halbzeit spielte der HSV so etwas wie Fußball, die Berliner zeigten sich überrascht vom Hamburger Offensivgeist. Das 1:0 für die Hanseaten nach 24 Minuten (Torschütze: Douglas Santos) war jedenfalls nicht unverdient, auch wenn die Hertha durchaus Chancen besaß. Ein wenig Aufbruchsstimmung wehte durch den Volkspark, die Fans feuerten ihre Mannschaft frenetisch an. Aber dann, ja dann – kam die Halbzeitpause. Und als ob den HSV-Akteuren erst jetzt bewusst wurde, dass sie in Führung liegen und noch einmal zumindest in das Rennen um den Relegationsplatz 16 eingreifen könnten, rutschte ihnen das Herz in die Hose. Oder hatten sie in der Kabine einen cherry casino bonus code genutzt?

Mit Anpfiff zur zweiten Halbzeit jedenfalls war der HSV nicht wiederzuerkennen – zumindest im Vergleich zur ersten Hälfte. Mutlos, planlos und sorglos in der Defensive. Kein Wunder, dass es gerade mal zehn Minuten dauerte, ehe Valentino Lazaro der Berliner Ausgleich gelang (56.). Und noch einmal sieben Minuten später traf Salomon Kalou zur Führung für die Berliner, die auch keine glanzvolle Rückrunde spielen. Und der HSV? Da kam so gut wie nichts mehr, quasi widerstandslos ergab sich die Mannschaft in die 17. Saisonniederlage. 1:2 hieß es auch am Ende, der Abstand auf Platz bleibt bei sieben Punkten. Aber auch wenn Mainz 05 und der VfL Wolfsburg weiter ihre Spiele verlieren- gegen wen will der HSV eigentlich noch gewinnen?

Ausgebooteter Spieler geht auf den Trainer los

Unschöne Begleiterscheinungen ließen nicht lange auf sich warten: Bilder von HSV-Fans, die sich untereinander prügeln und Aufnahmen von Jagdszenen mit der Polizei machten die Runde. Und natürlich melden sich jetzt die Spieler zu Wort, die den Verein mit in diese Notlage gebracht haben, und alles besser wissen. So wie Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos: „Ich finde es total schade, dass ich nicht spiele und manche erfahrene Spieler nicht in der Mannschaft sind“, maulte der Innenverteidiger, der sich wie andere arrivierte Spieler auf der Bank wiederfand.

Der HSV hat keine richtige Mannschaft, das war schon vor dem Berlin-Spiel und Titz‘ Änderungen klar. Aber nun treten die Risse in der Ansammlung von mehr oder weniger wahllos zusammengekauften Spielern offen auf. Wenigstens weiß der neue Cheftrainer jetzt, auf wen er in den letzten, wohl bedeutungslosen Spielen (nicht) zählen kann. Ein Papadopoulos wird in der nächsten Saison wohl kaum noch in Hamburg die Fußballschuhe schnüren, wenn es wieder um Punkte geht – gegen Sandhausen und Heidenheim.

Bildquelle: Pixabay, 2972063, RonnyK

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