Herzinfarkt wegen Sex? Studie beweist das Gegenteil

Die Fachwelt berichtete bis dato immer wieder von einem möglichen Herzinfarktrisiko bei sexueller Aktivität. Eine kürzlich veröffentlichte Studie beweist jedoch das Gegenteil. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass Sex einen Herzinfarkt nur selten begünstigt.



Hintergrundinformationen zur Langzeitstudie mit Infarktpatienten

Über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachteten Wissenschaftler 536 Infarktpatienten. Die Teilnehmer waren zwischen 30 und 70 Jahren alt. Die Auswertung zeigt, dass lediglich drei Teilnehmer während der letzten 60 Minuten vor dem Herzinfarkt Sex hatten. Überraschenderweise lag bei circa 80 Prozent der letzte Geschlechtsverkehr mehr als 24 Stunden zurück. Des Weiteren litten in dieser Gruppe etwa 100 Personen unter einem erneuten Schlaganfall, Herzinfarkt oder anderweitigen kardiovaskulären Ereignisse. Aufgrund der fundierten Grundlage der Langzeitstudie bestätigt sich die Annahme, dass regelmäßiger Sex kein eindeutiger Auslöser von Herzinfarkten sein kann.

Geringfügige Abweichungen

Blutdrucksenkende Medikamente, die Herzinfarktpatienten verabreicht werden, bringen jedoch Nachteile für die Männerwelt mit sich. So verschlechtern enthaltende Beta-Blocker die Erektionsfähigkeit. Nehmen die Patienten zusätzlich Potenzmittel ein, kann diese Mischung gefährliche Nebenwirkungen nach sich ziehen. Diese sind gekennzeichnet durch einen rasanten Abfall des Blutdrucks bis hin zu plötzlicher Bewusstlosigkeit.
Ältere Studien zeigen zudem, dass Seitensprünge für ältere Infarktpatienten deutlich gefährlicher sind als Sex in der Partnerschaft. So verstarben mehr als 50 Prozent der Herren bei sexuellen Aktivitäten mit Prostituierten oder mit Affären. Häufig lag die Ursache darin, dass die Männer sich sehr stark ins Zeug legen und verausgaben, um die jüngeren Frauen zu befriedigen. Um dieses Risiko zu vermeiden, sollten Herzinfarktpatienten diese Art von Sex unterlassen.

Rosiger Ausblick für ein erfülltes Sexualleben

Es liegt in der Verantwortung des betreuenden Arztes, seine Patienten entsprechend über die möglichen Folgen sexueller Aktivität aufzuklären. So zeigen genannte Studien, dass ein aktives Sexualleben die Partnerschaft harmonischer macht. Zudem seien sexuelle Aktivitäten nicht anstrengender, als beispielsweise Treppensteigen oder schnelles Gehen.
Generell fördert Sex die Gesundheit: Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, liegt bei weniger als einem Prozent. Sportlich aktive Männer können also beruhigt aufatmen.


Fotocredit: Thinkstock, 537016459, iStock, takasuu

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