Hassanturm von Rabat – Zeugnis von Yacoub el Mansour

Der Hassanturm und die dazugehörige Moschee sollten einst der größte Bau seiner Art auf der Welt und Denkmal des siegreichen Glaubens werden. Durch den Tod des herrschenden Sultans Yacoub al Mansour kam es jedoch nie zur Vollendung des Plans. Heute ist der Hassanturm ein eindrucksvolles Monument arabischer Architektur und Wahrzeichen der Stadt Rabat.

Hassanturm des Almohaden-Herrschers Yacoub el Mansour

Nachdem die Almohaden 1150 Rabat eroberten, richteten sie ein Lager für islamische Glaubenskämpfer im Krieg gegen die spanischen Christen ein. Der zweite Almohaden-Herrscher Abou Youssef, nannte sich, nach dem Sieg gegen die Könige von Kastilien und Léon Yacoub el Mansour (der Siegreiche).

Yacoub el Mansour veranlasste den Bau des Hassanturms und der dazugehörigen Moschee. Das Minarett der Moschee sollte stolze 85 Meter hoch werden. Heute ragt der Hassanturm „nur“ 44 Meter in den Himmel. Er steht auf einer riesigen Fläche, umringt von zahlreichen kleineren, weißen Säulen, die wie eine Säulenstadt anmutet. Die gesamte Anlage umfasst einen Grundriss von 183×139 Metern und lässt die riesigen Dimensionen dieses Bauwerkes erahnen. Mit der Fertigstellung  des Bauwerkes wäre die Moschee die zweitgrößte des Islams, nach Samarra im Irak, gewesen.

Wahrzeichen von Rabat und das Mausoleum Mohammed V.

Der Bau des Hassanturmes begann im Jahr 1190. Nach dem Tod seines Auftraggebers Yacoub el Mansour wurde der Bau abgebrochen und nie vollendet. Das Tor zur Anlage wird von zwei Reitern in marokkanischer, rot-weißer Tracht bewacht. Der Platz mutet wie eine Bühne an und strahlt etwas Antikes aus. Bänke laden zum Verweilen und Genießen der Schönheit des Platzes und der Umgebung ein.

Mit etwas Glück sieht und hört man einen Mann aus dem Koran vorlesen. Heute wird der Platz des Hassanturmes von vielen Studenten als Lernort genutzt. Unmittelbar an den Hassanturm schließt sich das Mausoleum Mohammed V an und kann kostenlos besichtigt werden. Die umlaufende Galerie der aufgestellten Särge vergangener Könige sowie ein prachtvoll dekorierter Grabraum können ebenfalls betrachtet werden.

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