Haarausfall: mögliche Ursachen und Behandlung

Haarausfall – kein unabänderliches Schicksal

Unsere Haare unterliegen einem permanenten Wachstumsprozess, der damit endet, dass das einzelne Haar sich wieder von uns löst, dafür aber beständig durch nachwachsendes Haar ersetzt wird. Wir können etwa zwei Millionen Haare, verteilt auf den Körper, unser Eigen nennen.

Auf dem Kopf wächst das Haar monatlich um ca. 1-2 cm, das ist etwas langsamer als z. B. die Wuchsgeschwindigkeit der Haare unter den Achseln.
Haare wachsen nach einem bestimmten Zyklus, wobei das einzelne Haar ca. 2-6 Jahre wächst. Nach einer Übergangsphase von 14 Tagen folgt eine Ruhephase, die ungefähr 2-4 Monate andauert.

Je älter wir werden, umso dünner werden die einzelnen Haare. Auch erreichen sie nicht mehr die gleiche Länge. Das bedeutet, die ursprüngliche Haarmenge bleibt, aber es sieht so aus, als ob der Kopfschmuck weniger wird.

Im Frühjahr und Herbst verstärkt sich der Haarausfall, wir sind in der „Mauser“. Auch das ist völlig normal. Wenn sich unser Haar aber über längere Zeit oder gleich Büschelweise von uns verabschiedet, sprechen wir von einer krankhaften Alopezie.

Manchmal können die Ursachen schon auf Grund der Form des Haarausfalles erkannt werden. Entweder fallen die Haare über den ganzen Kopf verteilt aus (diffuse Alopezie) oder es handelt sich um kreisrunde, kahle Stellen auf dem Kopf (Alopecia areata). Bilden sich verstärkt die sogenannten „Geheimratsecken“ über der Stirn, sprechen wir von der androgenetischen Alopezie (erblich bedingter Haarausfall).

Mögliche Ursachen für den krankhaften Haarverlust

Viele Studien haben ergeben, dass eine Übersäuerung des Körpers die Nr. 1 unter den Ursachen ist. Einer chronischen Übersäuerung durch Fehlernährung z. B. mit FastFood und dem allgemeinen Mangel an Vitaminen und Mineralien in Lebensmitteln verdanken wir dieses Ungleichgewicht unseres Stoffwechsels.

Die Abfallprodukte dieser Ernährung und der chemischen Substanzen, denen wir uns tagtäglich aussetzen, lagern sich im Körper ein und bewirken ein saures Milieu, welches zur Folge hat, dass der Stoffwechsel nicht mehr richtig funktioniert und somit auch die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen mangelhaft ist.

Da unser Körpersystem dazu neigt, bei einer chronischen Unterversorgung, fehlende Vitalstoffe dort, wo sie keine lebenswichtigen Vorgänge unterstützen (Haare), abzuziehen und zu den wichtigeren, lebenserhaltenden Organen und Systemen (Herz, Blutkreislauf etc.) zu transportieren, fallen dieser Tatsache dann z. B. die Haare zum Opfer.

Vergiftungen durch chemische Substanzen, wie z. B. Farben und Lacke, alles, was Lösungsmittel enthält, aber auch Materialien, die beim Zahnarzt zur Füllung von Zähnen verwendet werden, selbst Chemikalien, die in unseren täglich verwendeten Körperpflegemitteln (Shampoo, Haarkuren, Stylingprodukte etc.) zu finden sind, kommen als Verursacher in Frage.

Verschiedene Krankheiten wie z. B. Stoffwechselerkrankungen, können ebenfalls ursächlich sein. Ohne gut funktionierenden Stoffwechsel bekommt das Haar nicht die Nährstoffe, die es für ein gesundes Wachstum braucht. Auch Diäten oder Hungerkuren sind zu benennen, denn ohne ausreichende Zufuhr von Nährstoffen fehlen dem Körper und somit auch den Haaren die entscheidenden „Zutaten“ um gesunde Haare zu produzieren. Bei Kindern kann auch ein Pilzbefall zu einem vorrübergehenden Haarverlust führen, der sich aber gut wieder beheben lässt.

Hormonell bedingte Störungen und Veränderungen wie in der Schwangerschaft und nach der Geburt, den Wechseljahren, aber auch die Verhütung mit der Antibabypille sind manchmal als Ursache auszumachen. Im letzteren Fall kann die Lösung darin liegen, eine Pille mit einer anderen Zusammensetzung zu wählen. Bei durch Schwangerschaft und Geburt ausgelöstem Haarverlust braucht es in den meisten Fällen nur etwas Geduld, bis sich der Körper hormonell wieder umgestellt hat.

Fehlfunktionen der Schilddrüse können ebenfalls zu Verlusten führen. Wenn die Fehlfunktion z. B. behoben wird (Medikamente), wird sich der Haarwuchs aller Wahrscheinlichkeit nach wieder einstellen.

Auch psychische Belastungen durch Stress und Probleme führen unter Umständen dazu, dass wir, meist vorrübergehend, vermehrt Haare verlieren. Stress verursacht Anspannung, diese wiederum führt dazu, dass auch im Kopfbereich die Muskulatur angespannt ist. Dadurch ziehen sich die haarfeinen Blutgefäße der Kopfhaut zusammen und Nährstoffe und Sauerstoff können den Haarboden nicht mehr ausreichend versorgen. Das Erlernen und Praktizieren einer Entspannungsmethode (z. B. Autogenes Training) kann in diesem Fall zu einer Verbesserung führen.

Mechanische Überbeanspruchung der Haare, z. B., indem sie mit einem Haargummi straff zusammengebunden werden, aber auch stressende Haarbehandlungen, wie Färben oder durch Dauerwellen, kommen möglichweise ebenfalls in Frage.

Medikamente gegen Bluthochdruck, bei der Chemotherapie, Cholesterinsenker, Schilddrüsenmedikamente usw. sind eventuell verantwortlich für den verstärkten Haarverlust. Hier wäre ein Wechsel des Medikamentes, und bei der Chemotherapie Geduld die Lösung des Problems.

Der sogenannte erblich bedingte Haarausfall trifft im Normalfall eher Männer. Die meisten der Betroffenen stehen dazu, Glatze ist „in“. Notfalls wird da auch mit dem Rasierapparat noch etwas nachgeholfen.

Dem Kahlschlag den Kampf ansagen

Die wichtigste Grundlage für gesundes Haar ist ein leicht basisches Körpermilieu und ein funktionierender Stoffwechsel. Ist der Körper übersäuert und vergiftet, nützen auch die besten Mittel nicht.

Also steht als erste Maßnahme eine gezielte Ausleitung von Schadstoffen an. Die Schüssler Salze leisten hier gute Dienste. Ebenso kann die Verwendung von Bentonit sinnvoll sein. Das ist eine besondere Heilerde, die entweder innerlich oder äußerlich angewendet werden kann. Bentonit, entstanden aus verwitterter Vulkanasche, wirkt besonders effektiv. Der Grund dafür liegt in der Beschaffenheit der Oberfläche des Minerals. Es bietet eine riesige, negativ geladene Oberfläche. Durch diese Besonderheit kann es große Mengen an Schadstoffen binden.
Alle Informationen zu Bentonit und seiner Anwendung können Sie hier nachlesen.

Zusätzlich zu einer basisch orientierten Ernährung sollten die Mineralstoff-Depots des Körpers aufgefüllt werden. Calcium, Magnesium, Kieselsäure und Zink sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Eine Blutanalyse kann darüber Aufschluss geben, was an Vitalstoffen genau im Körper fehlt.

Eine Kur mit dem Vitamin E und dem Vitamin-B-Komplex empfiehlt sich ebenfalls. Die Phytohormone der Sojabohne oder ein Extrakt aus der Traubensilberkerze können auch hilfreich sein. Verschiedene pflanzliche Tinkturen (Sägezahnpalme, Mäusedorn, Klettenwurzel), sowie Koffein, Hirseextrakt, Salicylsäure und Hefe für die äußerliche Anwendung auf der Kopfhaut, bieten sich ebenfalls an.

Natürlich stehen auch der Schulmedizin verschiedene Mittel, teils pflanzlich, zur Verfügung, um dem Haarverlust entgegenzutreten. Der behandelnde Arzt wird dann entsprechende Medikamente verordnen.

Zusätzlich zu den verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sollte aber immer auch das Immunsystem, das eine große Rolle spielt, gestärkt werden, z. B. mit einem Thymusdrüsenextrakt.

Eine Meinung

  1. Wenn man Haarausfall aufgrund der Pille hat kann man auch auf eine nichthormonelle Methode (zB sensiplan) wechseln und sich den ganzen Quark mit der Pille und die sonstigen Risiken (zB Thrombosen) schenken!

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