Gute Vorsätze (leicht verspätet)

Das isses also schonmal nicht… (trotzdem: Herzlich Willkommen in unserer schönen Bananenrepublik!)

Vielleicht liegt der Unterschied zwischen altem und neuem Jahr in der Politik? Also Tagesschau einschalten und genau hinsehen! Die neuesten Vorschläge von Schäuble zum Thema Flugsicherheit sind genauso populistisch und unüberlegt wie alles andere, das er bisher als Innenminister geleistet hat. Das ist es also auch nicht. Aber apropos: Wer kam eigentlich auf die selten dämliche Idee, einen Posten mit hoher Verantwortung im Bereich "Sicherheitsfragen" ausgerechnet an eine Person zu vergeben, die selbst schon zum Opfer eines Attentates wurde? Wenn man von so jemandem objektive Entscheidungen erwartet, kann man auch gleich den Chefredakteur des Playboy zum Gleichstellungsbeauftragten ernennen.

Aber egal – Schäuble ist der alte geblieben, wir jedoch suchen nach Unterschieden! Die findet man zum Beispiel in einer marginalen Erhöhung der Mehrwertsteuer und in der schamlosen Art, wie diese von den üblichen Verdächtigen ausgenutzt wird. Das ist auch nix Neues. An der Spitze der Geldschneider steht wie immer die Deutsche Bahn, die ihre kostenintensiven Image-Kampagnen, die palastartigen Bahnhöfe und diverse unvollendete ICE-Trassen nicht ausschließlich durch Bund und Länder finanziert bekommt und die Verschwendungssucht deshalb an den Endverbraucher (zum Beispiel Rentner, Schüler, Berufspendler oder Hartz-IV-Empfänger, die sich kein Auto leisten können) weitergibt.

So stieg beispielsweise der Preis für ein Hopper-Ticket (ein regionaler Fahrschein, Anm. d. Autors) von 4,50 auf 6 Euro – das Teil ist jetzt also ein Drittel teurer als bisher, obwohl sich an der Leistung, die man dafür erhält, nach meiner eigenen Erfahrung in den letzten 5 Jahren nichts geändert hat. Die eigentliche Unverschämtheit liegt aber in der Programmierung der Fahrscheinautomaten: wählt man am Erfurter Hauptbahnhof ein Fahrtziel wie das ca. 20 Kilometer entfernte Arnstadt aus, so verlangt der Automat nicht etwa den Preis für eine Einzelfahrt (Erwachsener, 2. Klasse), sondern es wird ein Hopperticket berechnet. Man soll also 6 Euro für eine Fahrt abdrücken, die nur 4,80 kostet, und auf dem ebenso schmucken wie auch teuren und unnützen Touchscreen des Automaten findet sich keine Möglichkeit, irgendwie doch noch das günstigere Ticket auszuwählen. Die Alternative zu einer um 1,20 Euro überteuerten Karte besteht in der langen, langen Schlange in der Schalterhalle, in der ich erst kürzlich eine Wartezeit von 18 Minuten stoppen konnte (ob das jetzt ein positiver oder ein negativer Rekord ist, vermag ich nicht zu beurteilen, weil ich seit diesem Tag die Warteschlange in der Schalterhalle meide, als sei sie giftig).
Also mal ehrlich: SO böse ist sonst nur Microsoft. Oder der Kannibale von Rothenburg (wobei DER keine Lobby im deutschen Bundestag hat, die Bahn aber scheinbar schon). Naja, aber wenigstens ist jetzt die ursprüngliche Frage geklärt: Der Unterschied zwischen 2007 zu 2006 wird darin bestehen, dass ich öfter schwarz fahren werde.

Foto (CC) 2006 KarlMoor

8 Meinungen

  1. Die Katholische Glaubensfibel gibts schon, heißt auch so, ist auch so aufgebaut und im gleichen Verlag erschienen. Vorwort halt nicht von Huber sondern von Lehmann.

  2. Vielen Dank! Bin schon auf dem Weg zum Buchhändler.F.C.

  3. Dann, Herr Conrads werden Sie beim Buchhändler unangenehm feststellen, dass die Katholiken für ihre Glaubensfibel leider doppelt so viel wie die Evangelischen einnehmen wollen. Tja.

  4. Es gibt auch die „Christenfibel“ des katholischen Philosophen Josef Pieper. Sehr gut lesbar. Wozu brauchen wir eigentlich eine evangelische Glaubensfibel, wenn wir doch Luthers kleinen und großen Katechismus haben? Da steht eigentlich alles drin, was man braucht. Aber leider liest das keiner mehr, und hofft versteht nicht mal die evangelische Kirche selbst nicht mehr, was Luther da schreibt. dabei sind beide Bücher sehr hilfreich, wenn man sich ein wenig an die Sprache gewöhnt hat.

  5. Es gibt auch die „Christenfibel“ des katholischen Philosophen Josef Pieper. Sehr gut lesbar. Wozu brauchen wir eigentlich eine evangelische Glaubensfibel, wenn wir doch Luthers kleinen und großen Katechismus haben? Da steht eigentlich alles drin, was man braucht. Aber leider liest das keiner mehr, und hofft versteht nicht mal die evangelische Kirche selbst nicht mehr, was Luther da schreibt. dabei sind beide Bücher sehr hilfreich, wenn man sich ein wenig an die Sprache gewöhnt hat.

  6. Ein weiterer Unterschied ist das ab sofort der Bremer Schuldurchschnitt durch nicht ‚ganz‘ legitime Mittel erhöt wird, wie z.B. die verwendung eines Englisch-Deutsch Wörterbuches in Vergleichsarbeiten o.Ä.Mfg

  7. Ich finde dieses Buch sehr gut für Kinder da sie daurch lernen ihre Phantasie zu benutzen und angeregt werden eigene Ideen zu verwirklichen.

  8. Da sich das Buch/Hörspiel mit Themen beschäftigt, die sehr eng an den Alltag der Kinder angelehnt sind, können Kinder die Erlebnisse von Lea Wirbelwind und ihrer Freundin Marie gut verstehen. Die Erfahrungen, die in der Geschichte vermittelt werden, stellen dann eine Orientierungshilfe für Kinder in ihrem Alltag dar. Daher finde ich diese Art von Kinderbüchern und Hörspielen sehr gut.

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