Der Gott Odin, auch als Wotan oder Wodan bekannt, ist die höchste Gottheit der Germanen und Gott des Krieges, des Wissens und der Weisheit. Einst trank er aus dem Brunnen der Weisheit und opferte dafür ein Auge. Doch sein Gewinn war beträchtlich: Odin erhielt die Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen und kannte und steuerte das Schicksal der Menschen.
Odin: Allmächtiger Gott in der Edda
Der Gott Odin war Allvater, denn er war Vater der Götter und mystischer Urahn der Menschen. Wotan war auch Gott des Todes. Er schuf also nicht nur die Menschen, sondern führte sie auch in ihr Ende. Odin war allgegenwärtig und zeigte sich in allem, was mächtig und unbegreiflich erschien: Er war das Rauschen in den Wäldern, er war Wind und Sturm. Die zwei schwarzen Raben Hugin (der Gedanke) und Muninn (das Gedächtnis) waren Begleiter des Gottes Odin, flogen täglich aus und berichteten, was in der Welt vor sich ging.
Germanische Mythologie: Wotan stirbt in der Ragnarök
Doch ist Odin nicht mit Alfadur, dem ewigen und unerschaffenen Übergott zu verwechseln, denn Odin ist ein erdgeborener König. Wie die Edda erzählt, ist Wotan Sohn von Bör und Bestla und selbst Vater mehrerer Kinder. Mit der Göttin Fjorgyns zeugte er den Donnergott Thor, mit seiner Gattin, der Asenkönigin Frigga, Baldur, Braga, Hermode und Tyr.
Wie die anderen Asenen, war auch Wotan von sterblicher Natur und findet in der Ragnarök, dem Weltuntergang, sein Ende. Ragnarök ist der Endkampf der Götter, nach dem die ganze Welt untergeht. Auch Odin kann das Schicksal nicht wenden und wird von dem Fenriswolf verschlugen.
