Glücksbringer: Diese drei Faktoren machen uns glücklich

Glücksbringer: Diese drei Faktoren machen uns glücklich

Seit mehr als 75 Jahren läuft eine Langzeitstudie der Harvard-Universität, die sich zum Ziel gesetzt hat, die wichtigsten Faktoren für menschliches Glück herauszufinden. Regelmäßig werden Zwischenergebnisse veröffentlicht. Lesen Sie hier alles zum aktuellen Stand der US-Studie.



Die Untersuchung startete bereits 1938

Als Teilnehmer der Langzeitstudie wurden im Jahre 1938 über 700 etwa 16-jährige junge Männer aus Boston ausgewählt. Alle zwei Jahre wurde den Probanden ein Fragebogen vorgelegt. Alle fünf Jahre mussten sich die Teilnehmer einen medizinischen Komplettcheck unterziehen und sie wurden zudem alle 15 Jahre noch einmal persönlich oder telefonisch interviewt. Dadurch entstand eine der weltweit größten und umfassendsten Studien zum Erwachsenwerden und Erwachsensein. Zurzeit leitet der Psychiater und Professor an der Harvard Medical School Robert J. Waldinger (64) dieses riesige Forschungsprojekt. Aus ihm lassen sich laut Waldinger neben zahlreichen anderen Erkenntnissen drei Hauptfaktoren ablesen, die uns glücklich machen:

  1. Enge Beziehungen
  2. Beziehungen mit hoher Qualität
  3. Eine stabile und harmonische Ehe

Probanden der Studie, die enge und gute Beziehungen zu ihrer Familie, ihren Freunden und insbesondere zu ihrem Partner pflegen sind glücklicher als der Durchschnittsteilnehmer, sie sind dadurch gesünder und haben eine höhere Lebenserwartung. Interessant ist ebenfalls die Veränderung der jeweiligen Schwerpunkte im Altersverlauf der Probanden. In jungen Jahren hat beispielweise die reine Anzahl der Freunde einen hohen Einfluss darauf ob sich jemand glücklich fühlt oder nicht. Je mehr Freunde jemand hat, desto glücklicher ist er. Mit zunehmenden Alter tritt die Quantität jedoch in den Hintergrund. Dann zählt hauptsächlich die Qualität der Freundschaften. Insbesondere in einer Ehe ist die Qualität der Beziehung entscheidend. Menschen in einer Partnerschaft, in der sich die Eheleute häufig streiten, sind sogar unglücklicher als Singles. Eine harmonische Ehe hingegen ist gut für die physische und psychische Gesundheit beider Ehepartner. Ältere glücklich verheiratete Teilnehmer der Studie, die nie eine schlimme Scheidung erlebt haben, schneiden übrigens in Gedächtnistests besser ab, als Geschiedene. Das Risiko für Demenzerkrankungen ist geringer. Rosenkrieg ist also auch noch schlecht für das Gedächtnis.


Bild: Thinkstock, 186629765, iStock, Ibrakovic

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