Globales Glück

Best Practices ist als Verfahren insbesondere aus dem Management und von Unternehmensberatern bekannt. Damit werden Bestellprozesse, Schmiernippeldesign oder Entlohnungssysteme bei Unternehmen betrachtet, nachgesehen, wer das am Besten kann und dann wird es nachgemacht. Im Trainerjargon: „Lernen von den Besten" sozusagen. Auf politischer Ebene gibt es so etwas auch, z.B. wenn bestimmte Wirtschaftsprozesse als Vorbild für sich entwickelnde Nationen dargestellt werden, oder nach Pisa Bildungssysteme verglichen werden. Könnten wir nicht einmal etwas ganz Anderes voneinander lernen, nämlich die besten Vorgehensweisen für Glück?

Wohlgemerkt: nicht die früher schon praktizierte Variante, dass eine Nation weiß, wie das mit dem Glück funktioniert und dies anderen ungefragt klarmacht.

In einer globalen Welt gibt es eben nicht nur die Wanderbewegungen der Industrieunternehmen, die nach dem besten Standort suchen, sondern auch normale Menschen, die eine ganze Welt als Potential nutzt, um irgendwo glücklich zu werden. Länder konkurrieren dann nicht nur um die Ansiedlung von Unternehmen, sondern auch in Bezug auf ihr Glückspotential. So gibt es nicht den Kampf der Kulturen, sondern die Nutzung der kulturellen Ressourcen, selbst wenn das aus aktuellem Anlass nicht gerade wahrscheinlich wirkt.

Wir könnten uns da auch herumreden. Mit angesagten Lebenshilfesprüchen wie Glück sei ja nicht alles und immer nur für kurze Momente zu haben, oder der immer wieder erzählten Phrase, in asiatischen Gesellschaften würde das Glück des Einzelnen nicht so im Vordergrund stehen. Trotzdem ist die Suche nach dem Glück etwas, das uns als Menschen global verbindet. Wieso also nicht gute Ansätze exportieren?

Eine britische Studie der Universität Leicester zeichnet einen Glücksatlas der Welt. Bei der Befragung von fast 80.000 Menschen weltweit werden Dänemark, die Schweiz und Österreich als die Länder mit dem höchsten Glücksfaktor beschrieben, Deutschland findet sich auf Platz 35, das Indien aus dem die esoterischen Glückslehren kommen aber nur auf Platz 125. Was also können wir voneinander für die globale Zukunft lernen?

Eine Meinung

  1. Für die Zukunft kann man nichts lernen. Aus der Vergangenheit leider auch nichts. Und für die Gegenwart muß man nichts lernen. Das fällt in kleinen Ländern leichter.

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