Gehaltsverhandlungen führen: Strategien und Tipps für eine Gehaltserhöhung

Im Vorstellungsgespräch verhält es sich mit Gehaltsverhandlungen anders, als wenn Sie bereits ein Beschäftigungsverhältnis haben – nur etwas anders. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Sie im Bewerbungsgespräch keine konkrete Leistung vorzuweisen haben, die Sie dem Arbeitgeber gebracht hätten.

Außerdem kennt der Arbeitgeber nicht Ihr letztes bzw. momentanes Gehalt. Das sollte auch so bleiben.

Bei einem Arbeitsplatzwechsel sind 10-20 Prozent Gehaltserhöhung realistisch. In einem Beschäftigungsverhältnis stehend, erreichen Sie längst nicht so viel. Durchschnittlich geht es in Gehaltsverhandlungen um fünf bis sechs Prozent.

Um eine zehnprozentige Gehaltserhöhung zu erreichen, müssen Sie schon gute Gründe haben. Bis zur nächsten Gehaltserhöhung sollten Sie zwei Jahre warten. Innerhalb der Probezeit sollten Sie aus eigenem Interesse mit Gehaltsverhandlungen warten.

Gehaltsverhandlungen führen : So wirds gemacht!

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Gehaltsspanne kennen

Ermitteln Sie mit einem Gehaltsrechner, wie viel Ihnen im Vergleich mit dem Markt zusteht. Ein ordentlicher Gehaltsvergleich bezieht Ihre Qualifikationen sowie national und regional branchenübliche Gehaltsangebote ein. Wie viel Gehalt zu viel verlangt ist, kann sich von Stadt zu Stadt ändern.
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Verkaufen Sie sich nicht unter Wert! Dann hält der Arbeitgeber Sie nämlich für weniger wert.
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Besonderheiten im Vorstellungsgespräch: Thema vom Arbeitgeber ansprechen lassen

In der Regel kommt der Arbeitgeber selbst auf die Gehaltswünsche zu sprechen. Drängeln Sie nicht darauf, da Sie sonst den Eindruck erwecken, Sie seien nicht an der Arbeit selbst interessiert.
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keine genauen Gehaltsangaben machen

„Wie viel verdienen Sie in Ihrem jetzigen Beruf?“ – Fragen nach Ihrem aktuellen oder letzten Beruf gehören zu den schwierigsten Fragen im Vorstellungsgespräch, denn Sie sind unzulässig.
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Wenn Sie aber gestellt werden, weisen Sie die Frage entweder von sich oder Sie nutzen die Gelegenheit, um dem Arbeitgeber einen Hinweis auf Ihre Gehaltsvorstellungen zu geben. Sie können die gerundete Gesamtsumme Ihrer Einnahmen nennen oder abschweifen und davon anfangen, wie viel Sie sich für diese Stelle vorstellen.
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konkrete Gehaltsvorstellungen

Sie sollten konkrete und realistische Gehaltsvorstellungen nennen. Wenn der Durchschnitt an dem Standort in dieser Branche bei 3.400 liegt, legen Sie einen Hunderter drauf. So zeigen Sie, dass Sie die Branche kennen und etwas auf sich halten.
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Besonderheiten bei Verhandlungen während eines bestehenden Beschäftigungsverhältnisses: auf die Wortwahl achten

Kündigen Sie keine Gehaltsverhandlung an. Sagen Sie es durch die Blume. Sie wollen mit Ihrem Chef über Perspektiven sprechen, über die Zukunft im Betrieb o.ä. Für Gehaltserhöhungen braucht es gute Gründe. Das Gespräch wird sich vor allem um diese drehen.
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Wenn Sie direkt von Verhandlungen sprechen, setzen Sie die Pistole auf die Brust. So weiß Ihr Chef aber auch, dass das Gespräch über „Perspektiven für die Zukunft im Betrieb“ in Verhandlungen übergehen wird.
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Notizen über Leistungen machen

Sammeln Sie Argumente. Für mehr Gehalt müssen Sie auch entsprechende Leistung bringen. Also checken Sie selbst, ob Sie tatsächlich so viel mehr Geld wert sind – sofern Sie nicht ohnehin unterbezahlt sind. Führen Sie Tagebuch über Ihre Leistungen. Welches Projekt lief gut und was haben Sie dazu beigetragen?
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im Vorfeld Projekte annehmen

Um Ihren Leistungsbonus aufzubessern, nehmen Sie im Vorfeld Projekte an. Dann haben Sie kräftige Beweise, die eine höhere Bezahlung legitimieren.
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Ablauf einer Verhandlung: nicht zuerst über den Preis reden

Für jede Verhandlung gilt, dass Sie nicht zuerst über den Preis reden dürfen. Es muss zunächst um Ihre berufliche Situation gehen, wie zufrieden Sie sind, was der Arbeitgeber von Ihrer Arbeit hält usw.
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Preis in Prozenten

Geben Sie keine Euro an, reden Sie von Prozentzahlen. Es geht Ihnen um 5, 6 oder 10 %.
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Vorteile für Chef und Unternehmen einsichtig machen

Das Unternehmen muss durch Sie mehr verdienen, als es für Sie ausgibt – oder als es für einen anderen an Ihrer Stelle ausgeben könnte mit demselben Gewinn! Wenn Sie dafür sorgen, dass das Unternehmen noch mehr einnimmt, dann ist es auch legitim, mehr zu verlangen. Knowhow, das Sie sich in Projekten erarbeitet haben, ist so schnell nicht wieder zu ersetzen. Deshalb muss es einen Verlust für das Unternehmen bedeuten, wenn Sie abwanderten. Wichtig ist dabei aber auch, …
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Keine Drohungen, sondern handfeste Argumente

…dass Sie nicht mit Weggang und Kündigung drohen. Sie müssen Ihre Leistungen sachlich ausführen. Ihre Vorzüge sollten daraus implizit klar werden. Deshalb können Sie von Ihrer Leistung direkt darauf zu sprechen kommen, dass Sie sich ein paar Prozent mehr wünschen würden – nur vermeiden Sie das Wort dafür, es klingt befehlend.
Schwierigkeitsgrad:  

2 Meinungen

  1. Netter Artikel! Vielen Dank!

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