Garden Egg: der 60er Jahre Hit des Designers Peter Ghyczy

Zusammengeklappt kann man kaum erkennen, wozu es nützlich sein könnte: Das Garden Egg besticht durch seine Originalität, seine Einzigartigkeit.

Dabei hat der Designer Peter Ghyczy Zeit seines aktivsten Schaffens in den 60er und 70er Jahren sehr viel mehr designt und produziert.

Er wird in einem Atemzug mit anderen Einwanderern, wie Hans Gugelot oder Marcel Breuer genannt, die sich einst anschickten die deutsche Designwelt neu zu beleben. Und dennoch: Das Ei bleibt das bekannteste Werk des deutsch-ungarischen Künstlers.

Das Garden Egg als kleiner Teil eines großen Schaffens

1940 in Budapest geboren, kam er über mehrere Stationen Mitte der 50er Jahre nach Deutschland, machte in Bonn sein Abitur und studierte in Aachen Architektur. In den sechziger Jahren dann baute er sich eine eigene Firmengruppe auf und gründete eine daran angeschlossene Designabteilung mit Sitz in Lemförde, wo er einige Jahre später schließlich das Design-Center eröffnete. In dieser Kreativ-Werkstatt schuf er neuartige Kunststoffmöbel und Entwürfe: innovativ, verblüffend und in gewisser Weise schuf sich Ghyczy damit ein Monopol. Hier wurde 1968 auch der erste kofferartige Stuhl, das Garden Egg, geschaffen. 1972 schloss das Center. Die Firma wurde an BASF verkauft und die spezielle Technik (Polyurethan) heimlich an die DDR – zusätzlich erhielt sie das inzwischen weltberühmte Sitz-Ei das, da es in Senftenberg (in nicht genau bekannter Stückzahl) produziert wurde, auch unter dem Namen Senftenberger Ei bekannt wurde. Viele Jahre später, als das Möbelstück nach der Wende Kultstatus gewann, lies Peter Ghyczy seinen Ei-Entwurf neu aufleben.

Das Garden Egg als Peter Ghyczys größter Coup

Ursprünglich wurde das Gartenei – wie der Name schon sagt – als Gartenmöbelstück konzipiert. Das Besondere an diesem Sessel: es hat einen aufklappbaren Deckel, der dann als Lehne fungiert. Innen ist es mit Polstern ausgestattet, und wenn das Ei verschlossen ist, dann ist es absolut regendicht.

Nun ist es also wieder zu erstehen und das in den unterschiedlichsten Farben: in Blau, Weiss oder Orange, eierfarbend, in Pink oder Grau. Und auch die Polsterung kann individuell gewählt werden: Ob schwarzer, roter oder blauer Stoff – das wird inzwischen wieder angeboten. Wer jetzt Lust auf dieses interessante und ungewöhnliche Möbelstück bekommen hat, der sollte noch eins wissen: Wie bei allen Kultobjekten, so ist auch das Garden Egg nicht preiswert: gebraucht kann man es für etwa 500 Euro erstehen, neu kostet es gut das Vierfache.

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