Fußball und Kirche 2

Evangelische Kirchengemeinden im Bereich der EKD-Gliedkirchen dürfen während der WM so genannte Public Viewing-Veranstaltungen, also Fußball auf der Großbildleinwnd, durchführen. Die Kirchen wollen sich dadurch für kirchennahe und kirchenferne Fußballfans öffnen.
 
Public Viewing am Brandenburger Tor und in der Dorfkirche – oder auch davor. Die Rechte an den Livespielen hat die Schweizer Firma Infront Sport & Media inne. Die EKD hat von dieser Firma, die u.a. auch Günter Netzer gehört, die kostenlose Lizenz für alle evangelischen Kirchengemeinden bekommen, Public Viewing für nicht-kommerzielle Veranstaltungen durchführen zu können.
 
Infront hat dafür einige Richtlinien erlassen, U.a. darf kein Eintritt erhoben werden und es darf kein Sponsoring geben. Hat eine Firma beispielsweise Videoleinwände günstig zur Verfügung gestellt, darf sie nicht genannt  werden.
 
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, gilt die Veranstaltung als nicht-kommerziell. Dem steht nicht entgegen, dass Kirchengemeinden durch den Verkauf von Speisen und Getränken die entstandenen Kosten für die technischen Vorkehrungen des Public Viewings wieder hereinholen: Kein Spiel ohne Bratwurst und Fassbier!
 
Für die Wortbeiträge und die Musik und für die sonstigen urheberrechtlich relevanten Bestandteile der Sendungen zahlt die EKD die GEMA-Gebühren. Die GEZ-Gebühren, die für das Public-Viuing ebenfalls fällig werden, müssen allerdings die Kirchengemeinden aufkommen. Aber nur, wenn man sich ein (privates) Fernsehgerät leihen muss und nur für die Dauer der Nutzung.
 
Ich bin begeistert: Die Welt zu Gast bei Freunden – und die Kirche stellt ihre gute Stube zur Verfügung. Hoffentlich wird diese Party nicht gleich wieder zum Anlass für volksmissionarische Aktivitäten genommen – nach dem Motto „Mit Speck fängt man Mäuse – und Seelen“. Einfach nur Fußball gucken – weil’s gemeinsam einfach mehr Spaß macht als Zuhause vor der blöden Glotze.

9 Meinungen

  1. Chefarztfrauenfreund

    Mit Speck fängt man Mäuse – das sieht einem Pfaffen von heute ähnlich. Es ist die Haltung, die Leuten, die noch merken, dass die Haltung extrem arrogant ist, eben auf die Nerven geht.Glücklicherweise aber ist die Idee zu Kombination von Kirsche und Fusssball so clever wie erfolgreich. Wen juckts, dass die Ev. Kirsche in geradezu bewunderswürdiger organisatorischer Leistung das auch die Beine gestellt hat? Zum Glück kaum jemand. Daran können sich bloß Leute begeistern, die eh schon so gläubig drauf sind. Dem rest der Welt ist es glücklicherweise so lang wie breit und die geht auch dann nicht in die Kirsche, wenns mal Fussball gibt.Wir sind eben keine Mäuse.Also schön weiterträumen….

  2. Ich weiß ja nicht, ob sie meinen Text richtig gelesen bzw. verstanden haben. Aber mir ging es gerade nicht darum, mit „Speck Mäuse zu fangen“ und ich denke, dass ich mich gerade gegen dieses Missverständnis ausgesprochen habe. Wir sind nicht die, für die Sie uns halten.Schöne WM noch!F.C.

  3. Ich finde es schon faszinierend, wenn Kinder, die noch nicht sprechen können sich mittels Gesten verständigen können. Allerdings ist die Frage berechtigt, ob das wirklich notwendig ist. Meistens verstehen wir Eltern unsere Kinder doch auch ohne diese Gesten.Das Beispiel mit der Umarmung ist da sehr gut.

  4. Liebe Simone,keiner behauptet das Eltern mit einem 6 Monate alten Kind keinen Zugang zu ihm haben, schließlich beginnt die Bindung schon im Mutterleib und trotzdem mußte ich auch oft raten was meine Tochter in dem Alter von mir wollte. Außerdem wollen Kinder in der Phase von 0 bis 6 Monaten noch nicht so viel mitteilen ( „Neue Windel“, Ich will Essen/Trinken“ oder „Schlafen!!!“), sie richten ihre Aufmerksamkeit erst mit 6 Monaten auf die Außenwelt (Fremdelphase) und sind erst mit 12 Monaten körperlich in der Lage zu sprechen, aber diese Fähigkeit muß dann auch noch geübt werden! Zwergensprache ist auch nicht dazu da Zeichen der Kinder zudeuten, sondern sind Zeichen, die den Kindern gezeigt werden, um das gesprochene Wort zu verdeutlichen und die Kinder können sich ihrer bedienen, um sich selbst besser verständlich zu machen. Da müssen Sie etwas falsch verstanden haben. (Zwergensprache ist kein Elternberatungsstelle!)Oder konnte ihr Kind ihnen mit 9 Monaten zeigen das es gerade an den Papa gedacht hat, das ist auch so wie ein Kuß für den Papa, finde ich.Oder haben Sie sich etwa nicht gefreut, als Ihr Kind Ihnen das erste Mal einen Handkuß zu geworfen hat oder das erste Mal Backe, Backe Kuchen gemacht hat.Natürlich können sie Ihr Kind auch ohne Gesten verstehen, aber eben nicht so deutlich!!!Der Umgang mit Zeichen und Gesten ist für uns Menschen ohne Behinderung eigentlich etwas ganz normals und natürliches, unsere Vorfahren in der Steinzeit haben sich schon so verständigt und in Kulturen mit vielen Sprachen waren Handzeichen auch sehr geliebt, in unserer Geselschaft ist diese Fähigkeit allerdings stark verkümmert, aber jeder bedient sich ihrer wenn er spricht und unbewußt Gesten macht(Körpersprache), seine Hände beim Sprechen bewegt. Achten sie mal drauf!!!Dies machen wir übrigens nicht nur um zu komunizieren, sondern auch um schneller Denken zu können (durch mehr Bewegung, werden mehr Sinapsenverbindungen im Gehirn angelegt und wir können schneller auf das abgespeicherte Wisssen zurück greifen).Und was ich noch zu den „Fördermuttis“ sagen wollte, fördern ist grundsätzlich gar nicht schlecht, aber es darf nicht zu viel für das Kind werden(Montag: Baby schwimmen, Dienstag: Pekip, Mittwoch: Eltern-, Kindturnen, Donnerstag: Treffen mit den Müttern und Kindern aus dem Rückbildungskurs…..)Das verstehst ich unter Fördermuttis!Ich denke jeder muß entscheiden was seinem Kind gut tut.Allerdings finde ich dieses Antiquierte, „mein Kind soll bis es in der Schule ist spielen“, furchtbar. Den Kinder wollen von Natur aus viel wissen und von der Welt erfahren in der sie Leben.Können sie sich vorstellen, wie es ist wenn man Klein ist und etwas wissen möchte oder etwas machen möchte, und die Erwachsenen können das nicht verstehen und sagen immer nur “ Das kannst du nicht!“, „Du bist dafür noch zu kein!“ oder „Das brauchst du noch nicht wissen!“Dann hab ich lieber ein selbstbewußtes, fröhliches und zufriedenes Kind, mit dem ich mich austauschen kann und bin trotzdem keine Fördermutti! Ich denke dabei auch an die vielen deutschsprachige Kinder, die in der Grundschule noch nicht mal vollständige Sätze sprechen können! Schlechte Pisastudien, kommen nicht von irgendwo her.Oder werden Kinder in Deutschland etwa doch schlecht gefördert!Da müssen wir uns als deutsche Eltern woll selbst an die eigene Nase fassen und nicht immer alles auf die Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen und das Jugendamt schieben.Werdet selbst aktiv! Zwergensprache kann da helfen!Liebe GrüßeMaike

  5. Hallo, ich habe von der Babyzeichensprache in einer Zeitschrift gelesen und war sofort begeistert! Ich habe es zuhause mit meiner Tochter ausprobiert und viel vor Freude fast vom Stuhl, als diese mir nach einiger Zeit zeigte, daß sie durst hatte. Später besuchten wir auch einen Kurs von der Zwergensprache und lernten noch einige Zeichen dazu. Meine Tochter konnte mir jetzt noch viel mehr von ihrer Welt mitteilen und ihre Großeltern und Tanten fanden es toll, daß sie nicht mehr raten mußten, was sie wollte. Das Zusammenleben wurde entspannter. Nun ist sie zwei geworden und kann sich mit Worten mitteilen, doch für die Zeit bis dahin war die Babyzeichensprache für uns optimal!LG Meike

  6. Hallo,auch ich zeige meinem dritten Sohn (jetzt 11 Monate alt) die Babyzeichensprache und das mit gutem Grund.Als meine Zwillinge in diesem Alter waren, war das gequengel oft endlos auch wenn ich schlußendlich rausfinden konnte, was los war.Mein dritter gibt mir mit Zeichen zu verstehen, daß er mehr zu essen haben möchte, daß er fertig ist und nun spielen will.Klar, daß würde ich ohne Babyzeichen auch rausfinden können, aber schneller geht es so, und der Kleine hat dabei einen Mordsspaß!Das Angebot gibt es nicht, das jeden anspricht.Jede Mutter entscheidet schließlich selbst, welche Kurse sie mit ihrem Kind besucht, oder ob überhaupt.Schade ist nur, daß man dann anfangen muss derart drüber herzuziehen.LG Christine

  7. Hallo ,ich habe 3 Kinder (12,9, und 2,5) , die alle mit Babyzeichen die Zeit vor dem Sprechenlernen überbrückt haben. Es war einfach toll wie wir mitbekommen haben was die kleinen beschäftigt .Und meine Kinder mussten Ängste oder Freunden nicht mit sich selber ausmachen, weil sie es mir mitteilen konnten. Dies stärkt das Urvertrauen in die Mutter ungemein, und die Kinder wissen:“ meine Wünsche gehen nicht andauernd ins leere, außer wenn ich ein riesen Theater mache.“Als Denkanregung:Das Sprachorgan wurde bei unseren Vorfahren auch erst später ausgebildet, davor waren auch die Gesten. Wenn wir uns immer mehr an unsere Wurzeln wenden, (Erkenntnis, Baby sind Traglinge genauso wie Primaten, und brauchen den nahen Kontakt zur Mutter) sollte man die Babyzeichen auch mal auf diese Art betrachten.LG Kaja

  8. Es war wirklich nicht meine Absicht, jemandem zu nahe zu treten und ich lasse mich auch gerne eines Besseren belehren. Das Beispiel mit den Zwillingen scheint mir ziemlich plausibel. Was ich gemeint habe, ist, dass es durchaus „Fördermuttis“ (bei der Definition bin ich übrigens ganz einer Meinung mit Maike) gibt, die vor lauter Babyschwimmen, Pekip, Babymassage etc. den Blick für ihr Kind verlieren. Bzw. um es besser auszudrücken, Muttis, die sich von außen so viel Druck machen lassen (siehe Pisa), dass sie sich selbst nichts mehr zutrauen. Und dann, weil das Angebot so interessant ist und Mutter und Kind z.B. am Donnerstag noch nichts vorhaben, einen solchen Kurs noch oben drauf setzen – um dort zu lernen, mit dem Kind zu kommunizieren (das hätte mit mehr Ruhe im Alltag sicher leichter geklappt). Diese Verhaltensweise, die man ja bei sehr vielen heutigen Müttern beobachten kann, halte ich ganz persönlich für falsch. Was ich allerdings für richtig halte, das sind Mütter, die auf ihre Fähigkeiten vertrauen und sich bei Bedarf oder als Ergänzung weitere aneignen. Kein Thema!Ich habe nichts gegen Zeichensprache und es ist selbstverständlich so, dass Gestik und Mimik zum Sprechen dazugehören, nonverbale Kommunikation ist in allen Lebenslagen wichtig – und ich bin mir sicher, dass man in einem solchen Kurs Anregungen für Zeichen bekommt, auf die man selbst vielleicht gar nicht gekommen wäre oder die man gar nicht für möglich gehalten hätte, aber ich verweise noch mal auf das Beispiel mit der Umarmung … man kann schon einiges auch etwas komplizierter machen als es ist, oder?@speziell an Maike:Ich bin ein absoluter Vertreter der „Ich hole mein Kind da ab, wo es steht“ – Erziehung und in sofern selbstverständlich kein Gegner von Förderung. Ganz bestimmt nicht. Aber alles in Maßen. Denn das Spielen ist oft die beste Art des Lernens – hier werden fast alle Fähigkeiten trainiert, die das Kind später brauchen wird. Und wenn das Kind lernen möchte, dann soll es das auch tun. Ich selbst habe bei meiner großen Tochter sogar immer wieder Mühe, sie ein wenig zu bremsen und ihr freie Spielzeit zu erhalten. Ich mag es nur einfach nicht, wenn Mütter von einem Termin zum anderen hetzen mit ihren Kids, nie zur Ruhe kommen und damit – meiner Meinung nach – den Kindern die Freude am Lernen eher nehmen. Ein Beispiel aus meiner kleinen Welt hier sind die Mütter, die in der Umkleide des Ballettunterrichts mit ihren Kindern englisch sprechen und zwar so katastrophal, dass es jeden Menschen mit ein bisschen Sprachgefühl graust. Das kann es doch nicht sein, oder?

  9. Hallo,mein Mann und ich fingen erst mit den Babyzeichen an, als unser Sohn 9 Monate war. Dieser hatte allerdings überhaupt keine Lust diese Zeichen nach oder mitzumachen. Mit etwa 12 Monaten fing es an, dass die Worte nur so aus unserem Sohn herraus sprudelten, nur richtig verstanden haben wir ihn nicht. Bis er plötzlich alles was ihm wichtig war, mit Zeichen unterlegte. Ach war das eine Freude für den Kleinen und natürlich auch uns, dass Mama und Papa ihn jetzt verstanden, was er so den ganzen Tag vor sich hin, aber auch mit großen Augen uns erzählte.Ich bin wohl wahrlich keine Fördermutti, wenn ich das worauf es mit ankommt, mit einem Zeichen unterlege.Betrachte es mal liebe Simone aus dem Aspekt, das es Sprachkreise gibt, die wesentlich mehr mit den Händen reden. Das Beispiel ist hoffentich nicht zu platt: Wenn du auf einem Italiensichen Marktplatz stehst und nach dem Weg fragst, verstehst du mit Sicherheit genau wo du hin mußt, auch wenn du kein italienisch sprichst. Die Metalität der deutschen ist einfach eine andere, denke ich, nur nicht auffallen beim reden schön still halten.Es scheint wahrscheinlich etwas ungewohnt oder nicht schick, auch mit den Händen zu reden.Aber man braucht gar nicht so weit auszuholen und bleibt einfach bei den Babys und Kleinkindern. Schau einfach mal genau was du mit deinem Kind machst, wie oft du eigentlich Zeichen im Alltag verwendest. …Winke-winke, Handküsschen, pst-leise sein…sind das nicht Babyzeichen die jedes Kind macht. Die Babykurse sollen vorallem sensibilisieren, es sich und seinem Kind im Alltag einfacher zu machen. Ganz ohne Förderwahn oder Druck, sondern ganz nebenbei und spielerisch.Es ist absoluter quatsch, dass ich dem Babysitter ein Handbuch vorlegen muss, damit er mein Kind versteht.Allerdings ist es wichtig, den Babysitter vorzubereiten, dass mein Kind die Zeichen macht. Wie es überhaupt wichtig ist den Babysitter auf mein Kind einzustimmen und ihn nicht nur seinem Einfühlungsvermögen zu überlassen.Auch mein Sohn kommt stürmisch auf mich zugerannt und drückt mit ein Küsschen auf die Wange!Doch es ist ein wunderbares Gefühl, wenn mein Mann meinen Sohn auf dem Arm hat, wenn ich weggehe und mein Sohn mir ein Handküsschen zuwirft, oder die Arme vor der Brust kreuzt, um mir noch einmal zu zeigen dass er mich liebhat.LG Anett

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