Fieberkrampf bei Kleinkindern: wie soll man sich verhalten?

Verwechseln Sie hohes Fieber nicht mit einem Fieberkrampf, die Symptome sind sehr unterschiedlich und Fieberkrämpfe verlangen nicht selten auch Erste Hilfe.

Fieberkrampf bei Kleinkindern: Was wird benötigt?

  • Diazepam
  • Wadenwickel
  • Zäpfchen
  • ggfs. Notarzt

 

Fieberkrampf bei Kleinkindern: So wirds gemacht!

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Ein echter Fieberkrampf bei Kleinkindern oder Babies ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, kommt aber nur bei etwa 4 Prozent aller Kinder vor – öfter, wenn es eine erbliche Vorbelastung in der Familie gibt, also Geschwister, Mama oder Papa als Kind auch Fieberkrämpfe hatten. In dem Fall sollten Sie Ihren Kinderarzt informieren und sich ggfs. ein Mittel wie Diazepam für den Notfall verschreiben lassen. Fieberkrämpfe kommen vor allem bei kleineren Kindern um die 1,5 Jahre vor. Später werden sie seltener. Im Schulalter und spätestens mit der Pubertät verschwinden sie in der Regel ganz.
Auch Folgeschäden wie Lernbehinderungen oder ähnliches sind nicht zu befürchten.

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Fieber

Normales, hohes Fieber können Sie in der Regel mit Wadenwickeln und Zäpfchen in den Griff bekommen. Außerdem sollte das Kind so viel wie möglich (!) trinken! Erst wenn sich das Fieber nicht senken lässt oder 40° erreicht, sollten Sie sich richtig Sorgen machen und den Arzt anrufen.

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Wie erkennen Sie den Krampf

Symptome für einen Fieberkrampf: Einen Fieberkrampf erkennen Sie daran, dass das Kind wie bewusstlos wirkt, bzw. es sogar ist. Oft ist das Kind nicht mehr ansprechbar, die Gliedmaßen hängen schlaf herunter, das Kind wirkt wie tot. Die Lippen laufen blau an und der Blick des Kindes ist oft starr und die Augen manchmal verdreht. Zum Teil zucken die Gliedmaßen und Gesichtsmuskeln ähnlich wie bei einem epileptischen Anfall.

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Der Krampf dauert unterschiedlich lang, in der Regel zwischen 15 Sekunden und 3 Minuten. Wenn der Anfall länger dauert oder Diazepam nicht hilft, rufen Sie den Notarzt.

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Erste Hilfe

Lockern Sie bei einem Krampf die Kleidung, machen Sie Wadenwickel oder legen Sie Essigstrümpfe an, decken Sie das Kind nicht warm zu, lediglich mit einem Handtuch oder ähnlichem und legen Sie das Kind auf die Seite damit Speichel und evtl. auch Erbrochenes abfließen können.

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Bleiben Sie bei Ihrem Kind und achten Sie darauf, dass es nirgends runter fallen kann (im Zweifel legen Sie es auf eine Decke auf den Boden). Wenn es krampft, halten Sie es nicht fest. Tun Sie ihm nichts in den Mund, es könnte ersticken.

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Schauen Sie auf die Uhr um abschätzen zu können, wie lange der Zustand anhält.

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Wenden Sie Diazepam an. Sie müssen es in den After einführen wie ein Zäpfen und dann den Tubeninhalt in den Darm drücken. Lassen Sie die leere Tube zusammengedrückt und ziehen Sie sie vorsichtig wieder heraus. (Wenn Sie die Tube nicht weiter drücken kann sich ein Vakuum bilden.). Dann die Pobacken kurz zusammen pressen. Wenn der Krampf nach der Diazepam Gabe nicht binnen drei Minuten besser wird und sich löst, fahren Sie in die Klinik oder rufen Sie den Notarzt.

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