Feedback, bitte! So kommt man mit den Mitarbeitern ins Gespräch

Feedback, bitte! So kommt man mit den Mitarbeitern ins Gespräch

In jedem Unternehmen sollten Geschäftsführer Wert auf das Feedback ihrer Mitarbeiter legen. Schließlich erleben die Angestellten den Arbeitslauf auf eine andere Art und Weise und erkennen Probleme vielleicht viel eher als ein Außenstehender. Des Weiteren motiviert es Mitarbeiter, wenn sie ihre Meinung darlegen können und das Gefühl haben, etwas zu der Entwicklung des Unternehmens beizutragen. Um diese Art von Rückmeldung einzuholen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Vorab sollten Geschäftsführer ein paar Dinge beachten.

Die Vorbereitung

Den Angestellten sollte bewusst gemacht werden, dass sie ehrlich antworten dürfen. Das bedeutet, dass auch negatives Feedback – sofern berechtigt – erwünscht ist. Dafür ist eine vertrauensvolle Basis zwischen Chef und Angestellten unerlässlich. Wer Angst hat etwas vermeintlich Falsches zu sagen, weil er Sanktionen fürchtet, wird keine konstruktive Kritik äußern können. Die Vorgesetzten sollten deshalb vorerst auf Rechtfertigungen und Gegenbeschuldigungen verzichten – das könnte das Vertrauen zerstören. Wenn möglich, sollte den Mitarbeiten Zeit eingeräumt werden, sich über das Feedback Gedanken zu machen.

Diese Bereiche kommen zum Beispiel für Feedback infrage:

  • Team-Work
  • Unternehmenskultur
  • Gesundheit
  • Arbeitsprozesse
  • Zufriedenheit
  • Führungsstil
  • Produktportfolio
  • Anforderungen

Möglichkeit 1: Das persönliche Mitarbeitergespräch

In einem Face-to-Face-Gespräch können Mitarbeiter auf offene Fragen spontan antworten und unter Ausschluss anderer Mitarbeiter vielleicht auch auf Missstände im Kollegenkreis eingehen. Die einzelnen Mitarbeitergespräche sollte protokolliert werden, um anschließend vergleichen zu können, ob andere das gleiche empfinden.

Möglichkeit 2: Die Umfrage

Alle Mitarbeiter sollen auf dieselben Fragen antworten? Dann reicht vielleicht auch eine Umfrage, die wöchentlich, monatlich oder halbjährlich durchgeführt wird. Verschiedene Onlinetools stehen dafür zur Verfügung und bieten gleichzeitig die Auswertung der Ergebnisse an. So haben Geschäftsführer gleich einen Überblick über die allgemeine Stimmung. Mitarbeiter fühlen sich bei dieser Art von Feedback eventuell freier und antworten ehrlicher.

Möglichkeit 3: Die Workshop-Situation

Vorgesetzte und Mitarbeiter erörtern in einem internen Barcamp die aktuelle Unternehmenssituation. Bei dieser Art von Workshop wird die Agenda von den Teilnehmern selbst bestimmt. Hier gibt es direktes Feedback zu internen Neuerungen aus anderen Abteilungen oder Teams.

Mit dem Feedback richtig umgehen

Vorgesetzte sollten in regelmäßigen Abständen Feedback ihrer Mitarbeiter einholen, um Prozesse zu verbessern und das Fehlerpotenzial zu minimieren. Doch es geht nicht nur darum, Feedback einzuholen, sondern auch darum, zu kommunizieren, was aus vorangegangener Kritik geworden ist: Haben sich Prozesse verbessert? Warum konnte bestimmte Anregungen nicht umgesetzt werden?

Foto: Thinkstock, 482426739, iStock, BernardaSv

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.