Eigener Garten – Neuer Trend in Deutschland

Der eigene Garten war früher ein Stück Unabhängigkeit: Besonders in der ehemaligen DDR bedeutet er eine Flucht vor Planwirtschaft, obwohl man in der Geschichte des östlichen Teil Deutschlands immer wieder Quotenregelungen erfand, die die Anbaugewohnheiten der Kleingärtner zum Wohle des Staates regeln sollten. Dennoch: Gärtnern war nie out, eben nur woanders verortet, als in einer jungen, hippen Generation, die wochentags im Büro sitzt und sich zur Mittagspause in Sushibars trifft.

Eigener Garten ist in

Aber es gibt sie immer öfter: Junge Menschen, die am Wochenende Unkraut jäten. Begonnen hat die Verlagerung des Gartens in der Generation junge Kleinfamilie, nun findet man sie aber auch schon in der breiten Masse. Selbst Singles begonnen, sich kleine Tomatenpflanzen auf dem Balkon zu ziehen und wer selbst den nicht hat, der kauft sich wenigstens hin und wieder einen Topf Supermarktbasilikum.

Downen durch Gartenarbeit

Woher der Hang zum Kleingärtnern kommt, ist wohl ähnlich schwer zu fassen wie die Menschen, die ihm folgen. In einer Zeit, in der Individualität das höchste Ziel ist, wirkt das jäten von Unkraut an einem Ort wie dem Kleingarten vielleicht als Erdung. Bodenhaftung dank dreckiger Hände, das funktioniert immer ganz gut. Außerdem ist eine Pflanze etwas lebendiges, das sich gut kontrollieren lässt. Sie erfreut uns so lange, wie wir uns um sie kümmern. Bei der Gartenarbeit kommt dann noch die Komponente hinzu, dass wir einen Mehrwert von ihr erhalten, als Dank für die Mühe. Gartenarbeit ist Entertainment mit Mehrwert.

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