Doxycyclin: Anwendungsgebiete, Dosierung, Nebenwirkungen

Doxycyclin ist ein Antibiotikum aus der Klasse der Tetracycline und gehört damit zu den effektivsten Arzneimitteln, die uns im Kampf gegen Infektionskrankheiten zur Verfügung stehen. Erst mit diesen antibakteriell wirksamen Substanzen ist es möglich geworden, Infektionen, die früher häufig zum Tode führten, zu kontrollieren.

Was ist ein Antibiotikum?

Als Antibiotika werden generell Substanzen bezeichnet, die in der Lage sind, das Wachstum von Mikroorganismen zu hemmen oder sie abzutöten. Neben den Antibiotika, die haupstächlich gegen Bakterien eingesetzt werden, gibt es noch Virustatika zur Therapie von Virusinfektionen.

Die Antibiotika lassen sich nach ihrer chemischen Struktur in verschiedene Gruppen mit unterschiedlicher Wirkungsweise einteilen.  Penicilline und Cephalosporine töten die Erreger in der Vermehrungsphase ab, Sulfonamide und Tetracycline wirken bakteriostatisch und verhindern lediglich ihre Vermehrung.

Ein besonderes Problem sind resistente Bakterien, also Erreger, die gegen Antibiotika unempfindlich geworden sind. Dies kann passieren, wenn das Mittel nicht ausreichend lange oder in zu schwacher Dosierung eingenommen wird und die Bakterien Zeit und Gelegenheit haben, sich anzupassen.

Anwendungsgebiete und Dosierung von Doxycyclin          

Doxycyclin ist geeignet zur Therapie von Atemwegsinfektionen, bei Infektionen des Urogenitaltrakts, Infektionen des Magen-Darm-Trakts, Gallenwegsinfektionen, Akne, Rosazea, Chlamydien-Infektionen, Borreliose sowie bei zahlreichen seltenen Infektionen, wie beispielsweise Pest und Milzbrand.

Ebenso wird Doxycyclin außerhalb von Deutschland von der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V. (DTG) zur Malaria-Prophylaxe empfohlen.

Das Medikament wird oral angewendet. Die Standarddosierung bei Erwachsenen beträgt 100-300 mg/d, bei Akne: 50-100 mg/d, soweit vom Arzt nicht anders verordnet.

Das Medikament darf nicht angewendet werden während der Schwangerschaft, Stillperiode, bei Kindern, Myasthenia gravis (gilt nur für i.v.-Präparate, die Magnesium enthalten) und Allergien gegen Antibiotika.

 Nebenwirkung von Doxycyclin

Eine häufige Nebenwirkung bei fast allen Antibiotika sind Durchfallerkrankungen und Pilzinfektionen, da sie die Darmflora angreifen. Die Darmflora kann mit Mitteln wie Perenterol wieder aufgebaut werden oder durch Einnahme ½ Stunde vor dem Antibiotikum Beschwerden vorgebeugt werden.

Bei magenempfindlichen Patienten ist die vorherige Einnahme vom Extrakt der bitteren Schleifenblume (Iberogast) hilfreich. Als weitere Nebenwirkungen können in selteneren Fällen Verfärbungen der Zähne, Einlagerung in Knochen, Phototoxizität und Herzrhythmusstörungen auftreten.

 

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