Die Camera Obscura: Bauplan aus den Anfängen der Fotografie

Die Camera Obscura ist das erste Gerät, mit dem Bilder aus der Natur eingefangen werden konnten. Schon in der Antike wurde das Prinzip eines dunklen Raums, in dem ein auf dem Kopf stehendes Bild vom durch ein kleines Loch dringenden Licht an die Wand geworfen wird, von Aristoteles verstanden, später wurde es in der Astronomie genutzt und Leonardo da Vinci erkannte, dass das gleiche Prinzip auch im menschlichen Auge angewendet wird. Mittels abzeichnen, durchpausen oder mit lichtempfindlichen Material kann man mit dieser ersten Lochkamera Bilder nicht nur projizieren, sondern auch auf Papier bannen. Und der Bauplan einer Camera Obscura ist dabei denkbar einfach.

Camera Obscura: Was wird benötigt?

  • Karton mit Deckel
  • Aluminiumfolie
  • Transparentpapier
  • Gafferband
  • Stecknadel
  • Schere/Messer

Camera Obscura selber bauen: So wirds gemacht!

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Das Prinzip

Vor dem Bauplan der Camera Obscura steht das Prinzip: Durch die winzige Öffnung werden nur wenige Lichtstrahlen gebündelt in den Raum geworfen und die Motive an der gegenüberliegenden Wand abgebildet. Je kleiner das Loch, umso schärfer ist die Abbildung.

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Loch

In die Unterseite des Kartons wird ein eckiges Loch geschnitten und anschließend mit einem Streifen Aluminiumfolie abgedeckt.

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Abdecken

Das Gafferband eignet sich besser als anderes Klebematerial, um die Folie lichtdicht auf dem Loch zu fixieren.

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Lichtöffnung

Mit der Stecknadel sticht man nun das winzige Loch in die Aluminiumfolie.

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Rückseite

Der Deckel des Kartons wird nun in der Größe des Transparentpapiers ausgeschnitten, das Papier darüber ebenso fixiert, wie zuvor die Aluminiumfolie.

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Verschließen

Beide Teile des Kartons werden ineinander gesteckt und mit dem Gafferband so abgeklebt, dass kein Licht an den Seiten eindringen kann. Sehr günstig ist es, wenn der Innenraum des Kartons zusätzlich geschwärzt wird.

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Abbildungen

Die Camera Obscura ist nun prinzipiell fertig – man muss sie nur noch ausprobieren. Hierzu richtet man die kleine Öffnung auf eine Lichtquelle oder ein stark angeleuchtetes Objekt und kann die auf dem Kopf stehende Abbildung nun auf der Wand hinter der Kamera sehen.

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Variationen

Neben der Kastenversion der Lochkamera sind auch Röhren denkbar, bei denen man die Enden abkleben muss. Genau genommen eignen sich sämtliche dunklen, abgeschlossenen Formen, also auch Keksdosen, Holzkisten, umfunktionierte alte Kameras und ähnliches.

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Fotografie

Da wir mit der Lochkamera an die Anfänge der Fotografie gehen, ermöglicht dieser Bauplan lediglich die Projektion an eine Wand – möchte man die Bilder dauerhaft einfangen, so muss man sich um einen passenden Film (zum Beispiel Planfilmkassetten) und dessen Verankerung kümmern, ganz zu schweigen von Fragen um Belichtungszeiten, dem Aufnahmewinkel und der Brennweite.

  Zeitaufwand: 10 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

Eine Meinung

  1. Wow – was für ein gigantischer Apperat – wäre beim Bergsteigen ziemlich unpraktisch. Gut, dass die Entwicklung schon im Zenti- und Millimeterbereich angekommen ist, was die Größe von Cams angeht.

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