Der stilvolle Western Look: So sieht der Modetrend elegant aus

Eins vorweg, der Western Look sollte nicht mit dem Country Look verwechselt werden, denn was bei Country gerne einmal in Pailetten, grellen Farben, der amerikanischen Flagge und allerlei Tamtam ausarten kann, ist beim Western Look eher ein simpel gehaltener Pragmatismus, der wetterfest ist und jede Figur adäquat kleidet, so dass man nicht gleich eine Diät starten muss, um ihn tragen zu können.

Western Look: So wird der Trend getragen!

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Blusen und Oberteile

Für Männer als auch Frauen ist der Stehkragen ein Muss, darüber evt. noch ein Tuch gebunden, oder eine hübsche Kette mit großem Anhänger (etwa eine Uhr oder ein Medaillon). Die Blusen des Western Looks sitzen nicht allzu eng, werden aber meistens an den Ärmeln und am Kragen mit engeren Bündchen versehen. Die Farben sind vorwiegend weiß, beige und vielleicht auch mal dunkelrot, viele Experimente sollte man jedoch nicht erwarten, denn damals war das Färben der Stoffe viel zu teuer. Bei den Stoffen handelt es sich meistens um festes Leinen oder Baumwolle. Besonders heute sieht es auch sehr schmuck aus, wenn man die einfachen Baumwollunterhemden zu einer bequemen Jeans und Hosenträgern trägt. Nicht nur Männer, auch Frauen punkten, wenn dabei ein paar Knöpfe am Kragen offen sind (aber nicht zu offen). Übrigens wurden die Korsetts damals nicht von den weiblichen Prärieschönheiten getragen, sondern nur von den Frauen der höheren Klassen oder den Prostituierten, da so ein Korsett bei der Haus- und Hofarbeit viel zu einengend gewesen wäre. Wer möchte, kann natürlich auch zum karierten Hemd greifen, solange man den Rest einfach gestaltet, kann man damit nichts falsch machen.  

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Kleider und Röcke

Kleider und Röcke waren groß und mehrlagig, das hatte natürlich auch praktische Gründe, immerhin wärmten sie so besser. Für den etwas moderneren Look kann man einfach knielange Röcke mit einem weißen Unterrock aufpeppen, darüber eine weiße Bluse und ein paar Schnürstiefel zum Abschluss.

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Jacken und Westen

Lederwesten und taillierte Jacken, beim Western Look wurde beim Mann das Kreuz, bei Frauen vor allem die Schultern und die Taille hervor gehoben, was dafür gesorgt hat, dass ein paar Kilo mehr oder weniger gar nicht auffielen. Während Westen möglichst simpel gehalten sein sollten, waren so manche Jacken im Western Stil fein heraus gearbeitet. In „True Grit“ sieht man jedoch auch, dass die einfache Braunfarbgebung ebenso schmuck ist. Wer nicht die Muße oder das Geld hat, sich auf die Suche nach so einer Jacke zu machen (gerade, weil der Teil unterhalb der Taille oftmals fächerförmig gestaltet war, findet man diesen Schnitt nicht so leicht), nimmt sich einfach ein Jacket und zaubert sich seine Taille mit einem breiten Ledergürtel.

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Hosen

Die Lederhosen dürfen gerne im Schrank bleiben, vor allem die zentimeterdicken Varianten, die niemals gut sitzen und immer fünf Kilo dazu addieren. Selbst Cowboys trugen so gut wie nie Lederhosen, sondern schnallten sich Chaps an, also lange Lederteile, die sie um die Hosen banden, wann immer sie für längere Zeit ausritten. Vielmehr kann man sich nach festen Jeans umsehen, die in Brauntönen gehalten sind (für Cowboys wurden die immerhin auch erfunden). Oder man nimmt sich dicke Baumwollhosen (kein grobes Leinen, damit sieht man schnell nach Ökohippie aus), die man auch keck in die Stiefel stecken kann. Eng müssen die Hosen nicht sitzen, immerhin schränkt das die Bewegungsfreiheit ein.

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Schuhe

Natürlich fallen einem sofort die Cowboy Boots ein, aber simpel sollten sie sein, Braun- oder Grautöne machen sich besonders gut, auch Schwarz (für die Damen gerne mit Absatz) schmückt immer. Vintage ist hierbei eine gute Wahl, denn nigelnagelneu sehen die Schuhe im Western nie aus, eher von der Sonne gegerbt und vom Staub gealtert. Genau das macht jedoch ihren Charme aus. Für die Ladies: Ein paar feine, schwarze Schnürschuhe mit Keilabsatz passen übrigens perfekt zum Rock oder Kleid.
Beim Kauf der Schuhe sollte man immer darauf achten, dass es sich um erstklassige Ware handelt. Billige Schuhe sind in so einem Fall nicht nur schmerzend, sondern werden auch nicht viel aushalten können. Ein echter Cowboystiefel soll ein Leben lang halten.

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Accessoires

Der Hut ist leider nicht für jeden etwas, besser gesagt, für kaum jemanden. Dafür kann man mit Halstüchern, Schuppersocken (besonders bei kürzeren Röcken niedlich), Taschenuhren und Hosenträgern kleine, aber wirksame Akzente setzen. Frauen trugen auch gerne einen Beutel, der mit einer feinen Kordel zusammen gehalten wurde. Männer können auch mit Gürteln Eindruck machen, an denen eine kleine Tasche für den Tabak (oder die Kaugummis) befestigt ist. Übrigens, die Sporen zu den Stiefeln kann man gerne zuhause lassen, selbst damals hat man sich damit eher als Möchtegern-Cowboy geoutet, weil sie im wahren Alltag oftmals hinderlich waren.
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