Der Maltipoo: Ein Designerhund erobert die Welt

Die Rasse der Maltipoo Hunde, auch Moodle genannt, ist erst in den 80-er Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden.

Der kleine Designerhund war in den nächsten beiden Jahrzehnten v.a. in den USA beliebt und in anderen Ländern nur durch Import zu bekommen. 1995 wurde er vom United States Kemel Club anerkannt und seitdem erfährt er zunehmend weltweite Beliebtheit.

Rasseporträt

Ein Maltipoo ist, genau genommen, ein Malteser-Pudel-Mischling. Der Zwerghund darf nicht größer als 28 cm und schwerer als vier Kilogramm sein. Sein Haar ist mittellang und in der Regel glatt bis gewellt. Glücklicherweise hat er die Eigenschaft des Pudels nicht zu haaren übernommen. Man findet ihn vor allem in den Farben weiß, schwarz, braun und apricot.

Er gilt als freundlicher, fröhlicher und aufgeweckter Hund, der weder auf Kinder noch auf Katzen o.ä. sensibel reagiert, sondern sich sehr schnell anpasst. Seine hohe Intelligenz erleichtert seine Erziehung und sein Mißtrauen gegenüber Fremden macht ihn zu einem idealen Wachhund.

Die Kritik am Designerhund

Der Maltipoo ist, zur Zeit, hinter den Top 3 Poogle, Labradoodle und Goldendoodle, auf Platz 7 der beliebtesten Designerhunde weltweit. In diesen Top 10 zu stehen, bringt jedoch nicht nur Sympathie, sondern vor allem auch Kritik. Die Entstehung, Existenz und Einzigartigkeit von Designerhunderassen ist sehr umstritten.

Die Entstehung des auch Hybridhund genannten Tieres erfolgt, indem zwei reinerbige Linien miteinander gepaart werden. Der Unterschied zum Mischling wird durch die Tatsache definiert, dass die Vereinigung geplant ist. Die Entscheidung welche Rassen gemischt werden, orientiert sich nicht an gesundheitlichen Aspekten, sondern an den, zumeist ästhetischen, Wünschen der Kunden. Zudem gibt es keine Garantien, dass die positiven Eigenschaften sich in der Hybridgeneration widerspiegeln werden.

Die erste Mendelsche Regel

Laut der Mendelschen Regeln ist davon auszugehen, dass die erste Generation uniform ist, d.h. die Tiere werden sich ähnlich sehen, ähnliche Charaktereigenschaften haben und sich theoretisch als Rasse definieren lassen. Bei der Hybridgeneration tritt oft der Heterosis Effekt ein: Wenn beide Elternteile einen „verarmten“ Genpool haben (oft bei zahlenmäßig kleinen Rassen), werden ihre Nachkommen, aufgrund der bei ihnen auftretenden Erweiterung des Genpools, wesentlich bessere Fitnessleistungen, eine bessere Gesundheit und Fertilität aufweisen. Das ist jedoch kein vererbbarer Effekt, sondern erscheint lediglich bei der Hybridgeneration.

Somit hat man, mit ein bisschen Glück, in der Hybridgeneration den gewünschten, einheitlichen Phänotypen und theoretisch sollte der Rest an dieser Stelle der Evolution überlassen werden.

Die zweite Mendelsche Regel

Aber das passiert nicht, im Gegenteil, es wird nie mit der Hybridgeneration weitergezüchtet, sondern die „Rasse“ entsteht nur durch die Paarung der beiden unterschiedlichen Elternteile. Eine Weiterzüchtung mit der Hybridgeneration wäre nicht ökonomisch, da, laut den Mendelschen Regeln, die zweite Generation eine große Vielfalt an Phänotypen (Hunden) hervorbringen würde, die erst nach vielen Weiterzüchtungen, Selektionen und Inzucht stabilisiert werden könnten. 

Aber dies ist auch der Grund, warum Designerhunde so umstritten sind und z.B. der FCI die Maltipoos nicht als eigene Rasse anerkennt. Aber, ob nun reinrassig, gemischt oder gar nichts bzw. designed, ist bei so einem süßen Phänotyp auch nicht wichtig!

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