Apollo – Sohn des Zeus und der Leto einer Tochter der Titanin Phoebe – gilt als Schutzherr der Musen, des Ackerbaus, der Herden und der Schiffahrt, er ist ein Helfer im Kampf, strafender Bogenschütze, Todesgott und Sender der Pest.
Seine Kennzeichen sind eine Krone mit zwölf leuchtenden Strahlen auf goldgelocktem Haupt, ein silberner Bogen in der Rechten, auf den Rücken den Köcher für die Pfeile, in der Linken eine Leier oder mit dem Dreifuß des Sehers und einem dreiköpfigen (Wolf, Hund, Löwe) Untier. In der frühen Kunst unterscheidet sich Apollo, oft bärtig, nur durch seine Abzeichen (Saitenspiel, Lorbeer) von anderen Göttern; häufig trägt er das lange Kleid des Kitharaspielers, gern in Begleitung der neun Musen, oder den Krummstab des Hirten. Später wird Apollo meist als nackter Jüngling dargestellt.
Geweiht ist Apollo die Palme, unter der er geboren wurde, außerdem die Tamariske, der Lorbeer und der Ölbaum.
Aus der Tierwelt sind der Schwan, ein Sinnbild des Hellen und Hoheitsvollen, dessen sagenhafter Schwanengesang dem Erfinder der Musik würdig ist und die zirpend musizierenden Heuschrecken ihm heilig, außerdem Rabe/Krähe, Geier, Habicht, Hahn, Delphin, Schlange und Wolf. Ihm ist außerdem das Helikongebirge in Böotien geweiht.
Am Tempel des Apollo in Delphi standen die Worte „Nichts zuviel” und „Erkenne dich selbst”.
Dieser Tempel „wurde aus reinem Prasem erbaut, um den Priestern die notwendige Ruhe für eine gerechte Urteilsbildung zu ermöglichen.”
