Delikate Reisen Teil 2: Fragwürdige kulinarische Spezialitäten aus Amerika und Asien

Ferne Kulturen von anderen Kontinenten auf einer Reise zu entdecken, ist ein einmaliges Erlebnis. Noch eindrucksvoller wird so ein Urlaub, wenn man sich an die landestypischen Delikatessen traut. Vor allem Asien wartet mit ganz besonders gewöhnungsbedürftigen Speisen auf, die nichts für Europäische Zungen sind. Die fragwürdigsten Delikatessen aus Übersee stammen aus Mexiko, Nordamerika, China und Kambodscha.

Amerika und Asien: Pilze und Eier

In Mexiko gilt ein Pilz als Spezialität, der an dem Nationalgetreide Mais wächst, wenn dieser durch einen Parasiten befallen wurde. Der Maisbeulenbrand sorgt dafür, dass sich der Maiskolben schwarz verfärbt und anschwillt. Schon die Azteken wussten, dass dieser Pilz, der Huitlacoche, gekocht süßlich und erdig schmeckt.

In Nordamerika und Kanada gelten Stierhoden als kulinarischer Genuss. Die zähen Hoden schmecken ähnlich wie Kalbsbries und haben unter den einheimischen Kennern putzige Spitznamen wie Goldbällchen, Prärie-Austern oder Cowboy-Kaviar. Ihnen wird zudem eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt.

In China haben Eier einen ganz besonderen Stellenwert auf dem Speiseplan. Aber nicht irgendwelche Eier. Entweder landen Urin-Eier oder die sogenannten Tausendjährigen Eier auf dem Teller. Für die Urin-Eier werden Hühnereier nicht nur in dem Urin von Kindern gekocht, sondern anschließend auch gepellt darin für eine Nacht eingelegt. Diese seltsame Spezialität ist vor allem in Ost-China in der Provinz Dongyang verbreitet. Bestenfalls wird dafür der Urin von zehnjährigen Jungen verwendet. Für die Tausendjährigen Eier braucht es zwar keinen Urin, dafür aber mindestens genauso viel Überwindung sie zu essen. Die rohen Enteneier werden für drei Monate in einer speziellen Masse eingelegt, sodass das Eiklar zäh wird und sich bräunlich verfärbt und das Eigelb schmierig wird und sich schwärzlich verfärbt. Die Eier schmecken säuerlich bis salzig.

In Kambodscha gelten Krabbeltiere als Köstlichkeit, vor denen hierzulande viele Leute Reißaus nehmen würden. In dem südostasiatischen Staat werden frittierte Vogelspinnen an nahezu jedem Straßenrand verkauft. Es kostet zwar Überwindung in die Achtbeiner zu beißen, das Geschmackserlebnis ist jedoch nicht berauschend. Das Fleisch schmeckt ein wenig wie Hühnchen. Besonders delikat: Das meiste Fleisch steckt im Hinterleib der Vogelspinne und besteht sowohl aus Organen als auch aus Eiern oder Exkrementen.

In Teil 1 der „Delikaten Reisen“ erfahrt ihr mehr über fragwürdige Köstlichkeiten aus Europa.


Fotoquelle: Thinkstock, 185903540, iStock, cao chunhai

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