David Bowie mit 69 an Krebs verstorben

Er hat die Popmusik über Jahrzehnte beeinflusst wie vielleicht kaum ein anderer: David Bowie ist mit 69 Jahren in New York einem Krebsleiden erlegen. Das bestätigten sowohl sein Sohn als auch sein Pressesprecher am Montag. Erst am Freitag erschien an seinem 69. Geburtstag sein letztes Album „Blackstar“. Insgesamt hat der Musiker, der auch als Schauspieler und Maler in Erscheinung trat, 140 Millionen Tonträger verkauft.

Popkulturelles Chamäleon

Der im Jahr 1947 im Londoner Stadtteil Brixton als David Robert Jones geborene David Bowie hatte seinen Durchbruch Ende der Sechzigerjahre mit seinem ersten Hit „Space Oddity“, der sich durch eine kreative Mischung aus Rock, Pop, R’n’B und Soul auszeichnete. Mit seiner Wandlungsfähigkeit wurde Bowie dann in den Siebzigern berühmt. Zuerst als „Ziggy Stardust“ mit seinen „Spiders from Mars“, dann als „Major Tom“, den er im Song Space Oddity besang und den er immer mal wieder in seiner über sechs Jahrzehnte währenden Karriere zitierte. Spätere Rollen waren der „Young American“, mit dem er seinen ganz eigenen „Plastic Soul“ kreierte, sowie der vom Drogenkonsum gezeichnete „Thin White Duke“, den er zum Album „Station to Station“ auf die öffentliche Bühne brachte.

Ein musikalischer Dreiklang, kreiert in Berlin

Sein exzessiver Drogenkonsum war es auch, der ihn 1976 nach West-Berlin führte, mit dem ebenfalls süchtigen Iggy Pop im Schlepptau. Hier residierte er bis zum Jahr 1978, um sich den Drogen zu entziehen und dabei in Zusammenarbeit mit dem Produzenten und kreativen Ideengeber Brian Eno eine Trilogie aus drei Alben aufzunehmen, die für viele seine kreativste Phase als Musiker darstellen: „Low“, „Heroes“ und Lodger“. Doch damit nicht genug: Er produzierte zusätzlich noch die beiden Iggy-Alben „The Idiot“ und „Lust for Life“, die den Grundstein für eine Solokarriere Iggy Pops legen sollten.

Großer kommerzieller Erfolg Anfang der Achtziger

Die 1983 erschienene LP „Let’s Dance“ und die anschließende „Serious Moonlight“-Welttournee waren es, die nun eine neue Phase in David Bowies Karriere einläuteten. Trotz des großen kommerziellen Erfolgs konnten viele der danach folgenden Alben und musikalischen Kooperationen die Kritiker nicht überzeugen – erst das 2002 erschienene Album „Heathen“ konnte für viele wieder qualitativ an alte Zeiten anknüpfen. Sein Alterscomeback hatte der nach einem Herzinfarkt auf der Bühne im Jahr 2004 live pausierende David Bowie erst wieder mit dem 2013 erschienen Album „The Next Day“, das auch seine Berliner Zeit nochmal zitierte. Jetzt ist er zwei Tage nach Erscheinen seines letzten Albums „Blackstar“ für viele überraschend verstorben.


Fotoquelle: Screenshot von http://www.davidbowie.com/


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