Das Bradbury Building in Los Angeles: beliebte Filmkulisse mit Geschichte

Es ist eines der ältesten noch (gut) erhaltenen Gebäude in Downtown/L.A. Bereits seit über hundert Jahren steht das Bradbury Building am South Broadway 304. Es hat inzwischen den Status eines „National Historic Landmark“ in den USA, gehört also zu jenen geschützten Gebäuden, die aufgrund ihrer Architektur eine herausragende Stellung eingeräumt wird.

Das Bradbury Building und seine Geschichte

Der Name geht, wie so oft, auf den Initiator und Finanzier des Projekts zurück: Lewis Bradbury beauftrage Ende des 19. Jahrhunderts zunächst Sumner Hunt, später dann der George Wyman, das von ihm erdachte Gebäude zu entwerfen und den Bau architektonisch zu betreuen. Bradbury war selbst der Bauherr und gelang durch den Minenbau zu erheblichem Reichtum. Während der Errichtung wusste er jegliche Unwägbarkeiten zu umgehen. Allerdings verschlang das Projekt durch unterschiedliche Probleme und Problemchen sehr viel mehr Geld, als ursprünglich kalkuliert: Von taxierten $175.000 verdreifachte sich die Gesamtpreis fast. Letztlich musste Leweis Bradbury etwa $500.000 investieren. Selber aber konnte er sein fertiges Gebäude nie betreten – er starb 1892, ein Jahr vor der Fertigstellung. Inzwischen sind einer Schätzung von 2008 nach, Grundstück und Haus zusammen gut 11 Millionen Dollar wert.

Das Bradbury Building und seine Nutzung: Filme, Büros und die Polizei

Mit seiner Fertigstellung, zogen die ersten Firmen in das backsteinfarbende, im Neo-Renaissance-Stil gebaute, Haus. Besonders das „Innenleben“ macht das Bradbury Building zu einer Besonderheit im architektonischen Kaliformnien: Offene Treppenhäuser, verschnörkelte Geländer und ein, einem Bewächshaus ähnlichem, gläserndes Dach. Bis heute wird es überwiegend als Bürogebäude genutzt. Oftmals auch als Firmenzentrale – angesichts des repräsentativen und populären Äußeren. Doch sind in der Zwischenzeit auch eine Abteilung des Los Angeles Police Departements sowie weitere Behörden eingezogen.

Auch als Filmkulisse tat sich das Haus über viele Jahrzehnte hervor – und tut es noch heute. So war der „Blade Runner“ zu Gast, auch Mel Gibson und Danny Glover schauten in „Lethal Weapon 4“ vorbei. Zudem sind Musikvideos von Janet Jackson, Genesis oder Earth Wind and Fire im Bradbury Building entstanden. Nicht zuletzt ist es auch das Fernsehen, was immer wieder die einzigartige Kulisse nutzt.

Wenn Sie ohnehin in Los Angeles sind oder sein werden: Sie sollten sich einen Besuch nicht entgehen lassen. Besucher erfahren noch etwas mehr über die Geschichte und kriegen einen Ausschnitt des Innern zu sehen.

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