Crysis 2 im Test für die Xbox 360: mein vorläufiger Shooter des Jahres!

Prophet kehrt zurück!

In New York stehen die Dinge alles andere als gut: Ein ausgebrochener Virus rafft die Bevölkerung dahin und es droht eine Invasion der Ceph. Der einzige der die Situation noch retten kann ist euer alter Ego Alcatraz.

Dieser war eigentlich Mitglied einer Spezialeinheit und sollte einen humanitären Einsatz unterstützen. Das U-Boot, mit dem das Team um Alcatraz angereist ist, wird jedoch angegriffen und geht unter. Unser Held kann sich gerade noch retten, wobei er Hilfe von keinem geringen als dem Hauptakteur aus Crysis 1 „Prophet“ erhält.

Dieser trägt zwar noch den Nanosuit, hat aber seine besten Tage bereits hinter sich. Er übergibt den Anzug an Alcatraz. Besser gesagt, er steckt ihn da rein solange er bewusstlos ist und stellt ihn vor vollendete Tatsachen. Anschließend jagt er sich eine Kugel in den Kopf und überlässt die Probleme New Yorks dem Frischling beziehungsweise dem Spieler.

Die erste Aufgabe ist es einen gewissen Doktor Gould zu finden, welcher aber noch davon ausgeht, dass Prophet im Anzug steckt. Im Laufe der Story werden so einige Details zum Virus und den Ceph bekannt, welche ich hier aber nicht spoilern will. Die Story ist auf jeden Fall spannend und unterhält über mehrere Stunden ohne langweilig zu werden.

Das Gameplay wird durch den Nanosuit bestimmt

Das Kernstück des Gameplays von Crysis 2 ist der Nanosuit. Damit könnt ihr nicht nur schneller rennen, weiter springen und mit einem ordentliche Tritt ganze Autos Meter weit kicken, nein ihr könnt euch auch diverse taktische Informationen anzeigen lassen. Je nach Situation, blendet euch das Interface verschiedene Möglichkeiten ein, wie ein Abschnitt zu meistern ist.

Mal zeigt es euch einen guten Beobachtungspunk, oder wie ihr im Tarnmodus die Gegner umgehen könnt. Apropos Tarnmodus: Durch betätigen der Schultertaste wir der Tarnmodus des Nanosuit aktiviert, in dem in in bester Predator-Manier durch die Gegner huschen könnt.

Des Weiteren bietet der Anzug aber auch eine verstärkte Panzerung, welche ihr über die Linke Schultertaste aktivieren könnt. Die Optionen wollen mit bedacht eingesetzt werden, da beide Strom verbrauchen und der Anzug nur begrenzt Energie zur Verfügung hat. Diese lädt sich zwar nach dem Verbrauch wieder auf, was aber ein paar Sekunden dauert. Einige Eigenschaften des Anzuges müsst ihr erst noch frei schalten, was ihr durch im Spiel verdiente Punkte machen könnt. Neben neuen Erweiterungen für den Nanosuit, könnt ihr aber auch bestehende verbessern, was gerade in den späteren Abschnitten des Spiels sehr hilfreich ist.

Brauchbare Gegner

Crysis 2 bietet einen deutlich größeren spielerischen Freiraum wie andere Genrevertreter und verlässt endlich, die bei Shootern inzwischen gängige, schlauchartige Levelarchitektur. So könnt ihr als Spieler immer zwischen mehreren möglichen Vorgehensweisen entscheiden und euer Glück auch Abseits des Geschehens versuchen.

Dabei ist die KI der Gegner endlich mal so gut, dass euch die Jungs auch verfolgen und sich teilweise wirklich clever verhalten. Insgesamt ist die KI im Spiel sehr gelungen und es gibt natürlich noch Spielraum nach oben, aber wenn ich mich an die letzten Shooter erinnere ist das schon ein Sprung nach vorne.

Die Auswahl der Waffen ist insgesamt sehr überschaulich, was aber durch die verschiedenen Ausführungen wieder ausgeglichen wird. So könnt ihr eine SCAR zum Beispiel mit einem Laser und einem Schalldämpfer ausrüsten oder mit einem Granatwerfer und einem Zielfernrohr – ganz wie ihr es braucht. Natürlich dürft ihr immer wieder mal ein Geschütz übernehmen den Gegnern ordentlich einzuheizen.

Cool ist dabei, dass ihr wie der Master Chief in Halo, das Geschütz abreißen könnt und euch damit auf den Weg zur Frontlinie machen könnt. In einem aktuellen Shooter dürfen selbstverständlich auch die Fahrzeugabschnitte nicht fehlen. Diese sind jetzt zwar nicht besonders innovativ machen aber Spaß und lockern das Spiel immer wieder auf. Ich fand die Steuerung nur etwas hackelig, was aber auch an meinen Fingern gelegen haben kann.

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Grafik und Sound

Grafisch präsentiert sich Crysis 2 auf sehr hohem Niveau und lässt, zumindest mir, keinen Grund zur Kritik. Butterweiche Animationen, tolle Lichteffekte und ein wirklich beeindruckenden New York lassen keine Wünsche übrig.

Ebenso sind die sehr detaillierten Texturen der reine Genuss. Besitzer eines 3D-fähigen Fernseher dürfen sich über eine dreidimensionale Unterstützung bei der Xbox 360 so wie der PlayStation 3 Version freuen. Ein weiteres Highlight ist der Soundtrack im Spiel, welcher von Hans Zimmer stammt und der schon nach ein paar Mal hören einen ganz deutlichen Wiedererkennungseffekt hat. Hans Zimmer ist einer der ganz Großen im Soundtrack-Business und hat mit seiner Arbeit an diesem Spiel einiges zur Atmosphäre beigetragen. Die Sounds im Spiel, sei es der Klang der Waffen oder eine satte Explosion, der Sound ist ebenfalls klasse geworden.

Standard Multiplayer

So sehr mich die Kampagne begeistert hat, desto weniger hat mich der Multiplayer angesprochen. Was aber nicht heißt, dass er schlecht ist. Technisch macht der Mehrspieler alles richtig und erlaubt sich auch keine Fehler. Alles andere ist Standard aus dem Genre und bietet nichts Neues.

Ihr tragt analog zur Kampagne einen Nanosuit, für den ihr diverse Verbesserungen, wie zum Beispiel schnelleres Nachladen, frei schalten könnt. Zusätzlich könnt ihr euch noch Waffen und Ausrüstung für diese erkämpfen und durch das Sammeln von Hundemarken weitere Optionen zugänglich machen. Auf den insgesamt zwölf Karten, welche auch verschieden Tageszeiten bieten, kämpft ihr euch durch bekannte Spielmodi wie Deathmatch, Capture the Flag, Team Deatchmacht und King of the Hill. Einzig der Modus mit dem Namen Exfiltration gibt es ein wenig Abwechslung zu den allseits bekannten Spielmodi. In Exfiltration müsst ihr im Team zwei Kanister aus dem gegnerischen Lager klauen und zu einem Hubschrauber bringen. Der Multiplayer ist absolut in Ordnung, bietet aber auch nichts Neues.

Fazit:

Nie zuvor sah das virtuelle New York so gut aus. Viele Details und butterweiche Animationen machen das Spiel zu einem visuellen Highlight. Die Musik von Hans Zimmer ist wie immer der Wahnsinn und der Soundtrack wird sich sicherlich gut verkaufen. Sehr lobenswert ist die Kampagnendauer von knapp etwas über 11 Stunden. Endlich mal ein Spiel, dass nicht mit dem Trend zur 6 Stunden Kampagne folgt. Wie bereits erwähnt, ist der Mutliplayer absoluter Genrestandard und somit nichts besonderes auf dem Markt. Im Bezug auf die Kampagne ist Crysis 2 mein derzeitiger Shooter des Jahres.

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