Make-up gehört für viele zur morgendlichen Routine, und doch werden zwei Produkte am häufigsten falsch eingesetzt: Concealer und Foundation. Beide sollen Unebenheiten ausgleichen, beide sind im Drogerieregal verfügabr und beide werden oft in einem Atemzug genannt. In ihrer Funktion unterscheiden sie sich deutlich, und genau dieser Unterschied entscheidet darüber, ob das Ergebnis frisch wirkt oder doch nach Maske aussieht.
Foundation: die Basis
Die Foundation wird zuerst aufgetragen und legt einen gleichmäßigen Ton über das gesamte Gesicht. Sie ist nicht dazu da, einzelne Stellen abzudecken, sondern den Unterton der Haut zu vereinheitlichen.
Es gibt sie als flüssige Variante, als Mousse, als Creme oder als Pulver. Die Wahl folgt weniger der Mode als dem eigenen Hauttyp. Trockene Haut profitiert von feuchtigkeitsspendenden Cremeformulierungen mit mittlerer Deckkraft. Fettige Haut funktioniert besser mit mattierenden Pudern. Mischhaut findet in flüssigen Foundations meistens den angenehmsten Mittelweg.
Wer den richtigen Ton finden möchte, sollte Produkte nicht am Handrücken testen, sondern am Kieferansatz, und zwar bei Tageslicht. Künstliche Beleuchtung trügt. Das gilt umso mehr, wenn man die richtige Foundation online auswählt und sich dabei auf Bilder verlassen muss. Kleine Probegrößen oder Sets mit mehreren Nuancen sind in diesem Fall die sicherere Wahl.
Concealer: das Werkzeug für Details
Während die Foundation den Hintergrund liefert, übernimmt der Concealer die Detailarbeit. Er ist deckender, pigmentdichter und für punktuelle Anwendung gemacht. Ein Pickel, ein dunkler Schatten unter dem Auge, eine kleine Rötung am Nasenflügel: Genau hier kommt Concealer ins Spiel. Auf dem Markt gibt es ihn in mehreren Formen. Klassisch ist der flüssige Concealer mit kleinem Applikator. Stiftformen sind robust und reisefreundlich, Tiegelvarianten besonders pigmentiert, was vor allem für stark sichtbare Stellen praktisch ist.
Bei der Auswahl des besten Concealer zählt vor allem der Farbton. Unter den Augen darf es eine halbe Nuance heller sein, das macht den Blick wacher. Auf Rötungen oder Hautirritationen sollte der Ton näher an der Foundation liegen. Für sehr spezifische Probleme helfen farblich neutralisierende Varianten: Grünpigmente nehmen Rötungen, Lila lässt fahle Haut frischer wirken, Pfirsich oder Apricot helfen gegen bläuliche Augenschatten.
Reihenfolge im Alltag
Eine Reihenfolge, die zuverlässig funktioniert, sieht so aus:
- Pflege auftragen, einziehen lassen,
- eine dünne Schicht Foundation auftragen
- Erst danach Concealer punktuell setzen, also ausschließlich dort, wo es nötig ist
- Vorsichtig einklopfen statt verwischen, sonst geht die Deckkraft verloren
- Ein Hauch transparenter Puder zum Abschluss fixiert das Ergebnis und reduziert den Glanz auf der T-Zone.
Was im Lauf des Tages hilft
Make-up hält selten zwölf Stunden makellos. Die Tagescreme als Primer ist eine gute Basis. Eine Make-up-Base unter der Foundation glättet die Haut und verlängert den Halt deutlich. Ein Setting Spray nach dem letzten Schritt fixiert die Pigmente zusätzlich. Für Nachbesserungen reicht meistens schon ein Mattierungspapier, gefolgt von einem winzigen Hauch Concealer auf den Stellen, an denen die Deckkraft nachgelassen hat. Eine zweite, vollständige Lage Foundation ist nur in den seltensten Fällen sinnvoll und führt schneller zu einem maskenhaften Eindruck.
Häufige Stolpersteine
Drei Fehler passieren besonders oft.
- Zu viel Produkt. Concealer ist konzentriert, eine reiskorngroße Menge pro Stelle reicht.
- Falscher Ton. Ein zu heller Concealer hebt nicht ab, sondern zeichnet Schatten weiß nach. Eine zu warme Foundation lässt das Gesicht orange-farben wirken.
- Falsche Stelle. Wer Concealer großflächig aufträgt, nutzt ihn als Foundation und überfordert dabei die Pigmentdichte.
Routine schlägt Aufwand
Wer ein paar Tage testet und beobachtet, wie das Gesicht am Abend aussieht, kommt schnell auf eine eigene Routine. Beide Produkte müssen nicht jeden Tag im Einsatz sein, und nicht jede Stelle braucht Abdeckung. Manchmal reicht eine getönte Tagespflege und ein Punkt Concealer, manchmal soll es vollständiger sein. Diese Flexibilität ist der eigentliche Vorteil, wenn beide Produkte im Bad stehen.
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