Chlorella als Nahrungsergänzungsmittel: Welche Nebenwirkungen können bei einer Diät auftreten?

Chlorella Pyrenoidisa ist eine einzellige und kugelförmige Süßwasseralge. Die Mikroalge verdient ihre Berühmtheit der Annahme, sie sei ein ideales Nahrungsergänzungsmittel, könne den Körper entgiften, helfe, das Gewicht zu reduzieren und würde auch als Kosmetika gesundheitsfördernd sein.

Chlorella und ihre Inhaltsstoffe: Gesund und gewichtsreduzierend?

Treibt sich der an Chlorella Interessierte auf den üblichen Internetseiten über die Mikroalge herum, wird er bald erfahren, dass sie reich sei an pflanzlichem Eiweiß, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und an sekundären Pflanzenstoffen. Außerdem habe sie einen hohen Eisen- und Zinkgehalt.

Weitaus versteckter findet sich der Hinweis, dass die Überwachungsbehörden in Deutschland die oben getätigten Aussagen als „irreführend“ betrachten. Denn Nahrungsergänzungsstoffe aus Algen enthalten nur wenige Nährstoffe in relevanten Mengen; ebenso ist auch das hochgepriesene Chlorophyll in der Mikroalge ernährungstechnisch kaum von Bedeutung.

In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte auch nicht nachgewiesen werden, dass es ein erfolgreiches Abnehmen mithilfe der Pflanze gibt.

Entgiftung durch die Alge und Nebenwirkungen

Viele Menschen schlucken täglich die Mikroalge, in der Hoffnung, sie möge Schwermetalle im Körper binden und ausgleiten lassen. Die wissenschaftlichen Ansichten über die Wirkung des Einzellers sind kontrovers: „hochgelobt und wirksam“ über „lediglich Placeboeffekt“ bis zu „giftig und schädlich“ wechseln sich ab.

Tatsache ist aber, das geben selbst ihre Anhänger zu, dass sie in den ersten drei bis sieben Tage der Einnahme Nebenwirkungen der verschiedensten Art verursachen kann: Müdigkeit, Schläfrigkeit, steife Schulter, Blähungen, Durchfall, Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautausschlag, plötzlicher Anstieg des Blutdrucks, Appetitverlust und schweres Atmen.

Begründet werden diese Beschwerden mit der Erklärung, dass der Körper sich bei Beginn der Behandlung in einem zutiefst toxischen Zustand befinde, und wenn plötzlich so viele Schwermetalle bewegt werden würden, könne der Körper nicht anders als ersteinmal krank zu werden. Dies wird als „Krise der Heilung“ bezeichnet.

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