„Brexit“: Großbritannien sagt „Bye-bye“ zur EU

„Brexit“: Großbritannien sagt „Bye-bye“ zur EU

Die Briten haben Fakten geschaffen: Mit knapper Mehrheit haben sie nun gegen den weiteren Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union (EU) gestimmt.






51,9 Prozent wollten den Austritt

Das Referendum hat gesprochen: Großbritannien und die EU gehen von nun an getrennte Wege. Laut Wahlkommission haben etwa 17,4 Millionen Briten gegen den Verbleib in der EU gestimmt, 16,1 Millionen waren dafür. An der Wahl beteiligt hatten sich 72,1 Prozent der Briten. Die Bewohner Schottlands und Nordirlands haben sich mehrheitlich gegen den Austritt entscheiden, während sich die Briten in England und Wales in der Mehrheit für den Brexit entschieden – eine Ausnahme bildete hier London, dessen Bewohner sich ebenfalls für ein Bleiben in der EU entschieden. Mit diesem Ergebnis ist Großbritannien das erste Land, das die Europäische Union wieder verlässt – nach 43 Jahren.

Heftige Reaktionen an den Finanzmärkten

Die Anleger an den Börsen reagierten auf die Nachricht zum Teil mit Panikreaktionen. Das Britische Pfund hatte den tiefsten historischen Stand seit 1985, und die Kurse vieler Banken auf der Insel gingen auf Talfahrt. Die Ratingagentur Standard & Poor’s stellte die uneingeschränkte Kreditwürdigkeit der britische Nation in Frage und strich das Land von seiner AAA-Liste für Schuldner mit höchster Bonität. Auch der Euro geriet unter den Einfluss des Brexit: Er fiel am Morgen nach der Abstimmung mit 1,25 Dollar ebenfalls auf ein historisches Tief. Ähnliche Entwicklungen gab es an den Börsen: Der Dax gab um zehn Prozent nach, und sogar in Asien gab es an den Börsen zum Teil erhebliche Kursverluste zu verzeichnen.

Premierminister Cameron tritt zurück

Bereits früh nach der Verkündung des Wahlergebnisses hat Premierminister David Cameron seinen Rücktritt erklärt. Er war es, der das Referendum im Jahr 2013 vorgeschlagen hatte – wohl aus dem Kalkül heraus, den EU-Gegnern in seiner konservativen Partie so den Wind aus den Segeln zu nehmen. Im Wahlkampf des Referendums hatte er sich aber klar für einen Verbleib seines Lands in der EU ausgesprochen.


Bildquelle: Thinkstock, 479430151, iStock, artJazz

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