Bremer Baumwollbörse: Traditionell mit Paternosteraufzug

Gegründet wurde die Bremer Baumwollbörse an der Weser noch als „Komité für den Baumwollhandel“. Gründer waren einzig die Händler von Baumwolle. Einige Zeit später wurden dann aber auch alle anderen Beteiligten im „Komité“ aktiv, das damit zu einer Organisation für die Interessen rund um das Geschäft mit der Ware wurde.

Der Bau der Bremer Baumwollbörse

Obwohl bereits 1872 gegründet, sollte es doch noch bin in das Jahr 1900 dauern, bis der Grundstein für den Sitz der Börse gelegt wurde. Von da an mussten sich die Vereinsangehörigen jedoch nur noch zwei Jahre gedulden: Die Einweihung des historischen Baus erfolgte im Jahre 1902, in den Jahre darauf wurden teilweise so mächtige Lieferungen von Baumwolle in Bremen empfangen, gemakelt und in die Industrie überführt, dass man es sich kaum bildhaft vorstellen kann: Wir finden in den Daten auf der Homepage der Bremer Baumwollbörse Einfuhrzahlen, die von bis zu 2,8 Millionen Ballen sprechen.

Die Börse nach dem Krieg und heute

In der Zeit des Zweiten Weltkrieges lag die Bremer Baumwollbörse natürlich fast brach, der Betrieb wurde jedoch kurz danach, im Jahre 1946, wieder aufgenommen. Von nun an wuchs die Einfuhr wieder beständig, darüber hinaus wurden verschiedene Institute gegründet, die die Arbeit der Organisation erleichtern sollten. So kann man dank des Labors heute autark feststellen, inwieweit die angeleiferte Baumwolle durch Pestizide belastet ist. Diese Daten sind auch auf der Homepage abrufbar. Seit dem Jahre 1964 findet regelmäßig (seit 1996 jährlich) die Internationale Baumwolltagung in Bremen statt. Der letzte große Meilenstein der Bremer Baumwollbörse ist die Übernahme des Symbols „Internationales Baumwollzeichen“ der EU im Jahre 2005 und ein Jahr später die Übernahme der sog. „Liverpool Rules“.

Informationen für Touristen

Die Baumwollbörse befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz und der Böttcherstraße und verfügt heute noch über einen echten Paternostaaufzug, der auch in Betrieb ist. Dabei handelt es sich um die Aufzüge, die man aus alten Filmen kennt: Sie bestehen aus mehreren Einzelkabinen und halten nicht an, man muss aussteigen wenn man im entsprechenden Stockwerk angekommen ist.  Darüber hinaus ist das schön restaurierte bzw. erhaltene Gebäude sicher auch für Fans der Hanse-Architektur ein echter Leckerbissen.

Bremer Baumwollbörse
P. O. Box 10 67 27 | 28067 Bremen
Wachtstrasse 17-24 | 28195 Bremen
Fon: +49 421-339 700 | Fax: +49 421-339 7033
E-Mail: info@baumwollboerse.de

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