Borderline Syndrom: Symptome und Tipps für Außenstehende

Der Begriff „Boderline“ bedeutet übersetzt „Grenzwert“ und wird daher für diese Persönlichkeitsstörungn verwendet, da diese an der Grenze zwischen einer neurotischen und psychotischen Persönlichkeitsstörung steht und dadurch allgemein schwer zu definieren ist. Das Borderline Syndrom ist aber in Deutschland die am häufigsten diagnostizierte Persönlichkeitsstörung. Dabei sind meist Jugendliche oder junge Erwachsene von dieser Störung betroffen. In Zahlen ausgedrückt, leiden ungefähr 2 % der deutschen Bevölkerung, das heißt rund 1.6 Millionen Menschen, an dieser psychischen Störung. Doch was bedeutet diese Persönlichkeitsstörung überhaupt?

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) umschreibt eine Erkrankung der menschlichen Psyche, die durch Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit des eigenen Ichs gekennzeichnet ist. Kurz gesagt: Instabilität und Impulsivität im Miteinander oder auch sich selbst gegenüber stehen an der Tagesordnung! Der Erkrankte leidet massiv unter einem gestörten Verhältnis zu seinem Umfeld, ist häufig extrem aggressiv sich selbst und anderen gegenüber und legt zudem auch häufig extreme Verhaltensweisen an den Tag (Drogen, Sex und Alkohol oder auch Hobbies).
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Borderline Syndrom: Alle Fakten auf einen Blick

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Persönlichkeitsstörung: Was ist das?

Eine Persönlichkeitsspaltung ist im psychologisch-medizinischen Sinn eine Auffälligkeit oder Störung von persönlichen Charaktereigenschafften einer Person. Die Persönlichkeitsstruktur ist dabei wenig an das Umfeld angepasst und zudem sehr unflexibel . Erworbene Verhaltensmuster oder Erlebensmuster stammen dabei meist aus der Kindheit  oder aus den späteren Entwicklungsbedingungen des Heranwachsens. Ebenso kann eine Persönlichkeitsspaltung aber auch genetisch oder durch erworbene Hirnschädigungen bedingt sein. Das Resultat einer Persönlichkeitsstörung ist aber immer die gleiche:  Eine persönliche Unfähigkeit des Erkrankten im sozialen Interagieren und generell im eigenen Funktionieren.
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Borderline Syndrom: Gründe für die Diagnose Typische Merkmale

Als eine psychische Erkrankung der Seele wird die Borderline-Persönlichkeitsstörung meist aus Verlustängsten eines Menschen ausgebildet. Zusätzliche Faktoren ist meist eine soziale Ausgrenzung durch Armut, zerrütteten Familienverhältnissen, eventuelle Arbeitslosigkeit. Drogensucht oder Krankheit.

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Borderline Syndrom: Typische Merkmale und Symptome

Das Borderline Syndrom ist jedoch sehr schwer zu diagnostizieren, denn Borderline Symptome gibt es viele, die auf diese Persönlichkeitsspaltung hinweisen und dennoch nicht eindeutig sind. Daher ist dieser Fachterminus in der Wissenschaft heiß diskutiert. Die Diagnose Borderline Syndrom wird immer differenzialdiagnostisch gestellt, was als eine alternative Diagnose vieler Krankheitsanzeichen darstellt. Woran Sie aber selbst testen können, ob Sie oder ein Angehöriger in Ihrem unmittelbaren Umfeld eventuell betroffen sein kann, verraten Ihnen die folgenden MerkmaleFür das typische Verhalten bei dem Borderline Syndrom:

  •  Der Erkrankte möchte auf keinen Fall alleine sein, Trennungen vermeiden.
  • In dem Gefühlsleben des Erkrankten gestalten sich zwischenmenschliche Beziehungen intensiv, aber sind extrem instabil! Hass und Liebe wechseln sich meist ab.
  • Der Erkrankte leidet unter einer gestörten Selbstwahrnehmung und zudem gestörten Identität.
  • Der Erkrankte ist oft impulsiv und das ohne jegliche Rücksicht auf sein Umfeld.
  • Der Erkrankte droht oft mit Selbstmord oder Selbstverletzung.
  • Der Erkrankte ist auffällig unausgeglichen und instabil. Häufig ist er ängstlich oder reizbar. Auch oftmals ist der Erkrankte depressiv.
  • Der Erkrankte fühlt sich häufig leer und gelangweilt.
  • Der Erkrankte hat eine starke innere Wut, die er nicht unterdrücken kann.
  • Der Erkrankte ist auch stark misstrauisch. Jedem misstraut er und in Krisen schaltet er auf stur. Er selbst erlebt sich als fremd und verändert.
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Tipps für Außenstehende

Das Leben als Angehöriger eines Borderliners ist sehr aufreibend und verunsichernd. Die häufigste Frage, die man sich da wohl stellt ist die, ob man sich richtig verhält. Wenn Wutausbrüche und Selbstverletzungen sich häufen, möchte man als Außenstehender so gerne helfen, doch wie nur? Die Antwort darauf ist schwer, sofern man kein Psychologe ist. Doch Stabilität ist hier das Zauberwort! Dem Erkrankten müssen nach und nach wieder normale Bezugssysteme im alltäglichen Leben vertraut gemacht werden! Doch wie um Himmelswillen? Positive Umstrukturierung der Wertevermittlung im familiären Miteinander! Stellen Sie einfach feste Familienregeln auf, das hilft den Betroffenen am meisten, da sie das Miteinander wieder neu erlernen.
Folgende Familienregeln sind dabei sinnvoll:
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  • Jeder in der Familie sollte anerkennen, dass es eine Krankheit ist!
    Der Erkrankte macht das nicht zum Spaß, sondern weil er Hilfe braucht.
  • Informieren Sie sich über die Krankheit!
    Sie müssen die Gedankenwelt, die bei einem Borderliner dahinter steht verstehen, also müssen Sie sich möglichst gut informieren.
  •  Wenn der Borderliner aggressiv wird, bleiben Sie ruhig!
    Merken Sie sich: Ein Borderliner ist unschlagbar in seinen Verhaltensweisen und er wird ein Zurückschreien noch übertrumpfen. Alle Reaktionen scheinen bei ihm maßlos übertrieben, aber bitte immer mitdenken: es spricht die Krankheit aus ihm! Guter Gegenangriff stattdessen: Bleiben Sie einfach ruhig! Notfalls verlassen Sie den Raum. Deeskalation ist hier die einzige Medizin.
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  • Wenn es dem Erkrankten schlecht geht, seien Sie einfach für Ihn da!
    Das beste Mittel ist immer, dass Sie dem Erkrankten zeigen, dass Sie für Ihn da sind. Dass er sich auf diese Konstante verlassen kann und eben nicht alleine ist mit seiner Krankheit! Ganz wichtig: Hören Sie ihm aufmerksam zu und zeigen sie vor allem Verständnis. Das ist die beste Hilfe, die Sie ihm geben können!
  • Falls dem Borderliner langweilig ist, beschäftigen Sie ihn!
    Langeweile ist Gift für diese erkrankten Menschen. Gute Beschäftigungen sind beispielsweise einen Kuchen backen, Ausgehen oder jemanden besuchen.
  • Zeigen Sie ihm, dass Sie ihn lieben!
    Als Borderliner fühlt man sich ständig ungeliebt, daher zeigen Sie ihm, dass er geliebt wird. Auch wenn er destruktive Dinge anstellt. Zeigen Sie ihm Ihre uneingeschränkte Liebe immer!
  • Der Borderliner sollte niemals unter Druck gesetzt werden!
    Wenn Sie den Erkrankten vor zusätzliche Ultimaten stellen, dann verschlimmert das die Lage nur noch. Also hier bitte immer dran denken: In der Ruhe liegt die Kraft. Druck von außen verschlimmert die jeweilige Situation nur noch. Den Betroffenen noch zusätzlich unter Druck zu setzen, bringt gar nichts, außer die Lage verschlimmert sich noch.
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  • Doch Vorsicht: Spielen Sie nicht den Therapeuten!
    Maßen Sie sich niemals an, den Erkrankten zu bevormunden oder mimen Sie niemals den Therapeuten für ihn. Dieses Verhalten setzt die Krankheit der Lächerlichkeit aus und der erkrankte Angehörige fühlt sich verspottet.
  • Dennoch: Zeigen Sie klare Grenzen auf!
    Um eine Verbesserung der Krankheit herbeizuführen müssen Sie aber zudem dem Kranken auch Grenzen aufzeigen. Ansonsten wird der Borderliner noch übermütig, wenn Sie nur nach seiner Pfeifer tanzen.
  • Kommt Zeit , kommt Besserung!
    Es muss Ihnen bewusst sein, dass eine Besserung dieser Krankheit nicht über Nacht kommt. Sie müssen zur Besserung einer Borderline-Krankheit Zeit geben. Mit Druck erreicht man hier gar nichts!
  • Feste Familienrituale einführen!
    Der Kranke braucht feste soziale Strukturen, die ihm Halt vermittel. In diesem Sinne sollten gemeinsames Essen, gemeinsames Reden und Unternehmen von Ausflügen auf dem Tagesprogramm stehen.
  • Üben Sie nur konstruktive Kritik!
    Geben Sie den Erkrankten dennoch Feedback, wie sein Verhalten für Außenstehende wirkt und es verstanden wird. Das ist sehr wichtig. Dabei nichts verschönern.
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  •  Bringen Sie ihre eigenen Gefühle zum Ausdruck!
    Gefühle zeigen ist ein wichtiges Mittel, um dem Erkrankten Geborgenheit zu vermitteln. Der gemeinsame Gefühlsausdruck in Familien ist dabei ein Zeichen der Zusammengehörigkeit und des gegenseitigen Vertrauens. Probieren Sie es einfach mal aus!

5 Meinungen

  1. In diesem Artikel wimmelt es nur so von Fehlern. Zum Beispiel bedeutet Borderline Grenzlinie zwischen Psychose und Neurose und nicht Grenzwert. Und schon gar nicht gibt es eine psychotische Persönlichkeitsstörung!!!!!!!!! Es gibt Persönlichkeitsstörungen und es gibt Psychosen. Wenn man nicht vom Fach ist, sollte man es nicht wagen, über sehr komplexe Dinge zu schreiben, für die andere Menschen jahrelang studiert haben!

  2. Wenn sich die Angehörigen so verhalten, wie es hier empfohlen wird, dann tragen sie den Kranken auf einem Silbertablett durch die Krankheit und unterstützen die manipulative Seite. Ich stimme Anova Anova zu!

  3. Hallo, wer mehr über die Krankheit Borderline wissen möchte, wir haben dazu ein E-Book herausgebracht. Die Autorin ist Frau Sabine Hutter, erschienen ist das Buch 2012 im SeRa Verlag STOPPs einzigartige Ratgeber. Zu beziehen über mich, in Kürze bei Amazon Kindle und in meinem Shop (im Auf- und Ausbau): http://hoeren-und-lesen.com

    Herzliche Grüße an die Blogbetreiber und Leser – tolle Arbeit! Wenn Ihr Unterstützung benötigt, Gesundheitsthemen sind meine Favoriten, da ich 17 Jahre im medizinischen Bereich als Arztsekretärin (Klinik-Kette) tätig war.

    Heike Stopp

  4. ,,Ich bin 27 und habe Borderline. Bisher kam mir dieses Krankheit immer wie ein Fluch vor, heute war ich so tief unten wie schon lange nicht mehr. Aber dann ist mir etwas klar geworden. Ich bin viel stärker als diese Krankheit. Denn ich stehe jeden Tag wieder auf. Wir, die von Borderline betroffen sind, sind Steh-auf-Männchen. Menschen, die noch nie erlebt haben, was wir jeden Tag erleben (müssen), können nicht mitreden, geschweige denn uns verurteilen, denn sie wissen einfach nicht, wie das ist, in einem Moment eine Person zu lieben und sie im nächsten Moment zu hassen, ja, ihr weh tun zu wollen. Wie es ist, sich selbst zu mögen und im nächsten Moment selbstzerstörerische Züge an den Tag zu legen. Wie es ist, nie zu wissen, wann man wieder explodiert wie eine lebendige Zeitbombe. Wie es ist, den Menschen, die man liebt, weh zu tun und sich nicht dagegen wehren zu können. Wie es ist, jahrelang, Tag für Tag, immer wieder an demselben Ausgangspunkt zu starten, um früher oder später wieder am selben Abgrund zu stehen.
    Doch Borderline kann nicht nur ein Fluch sein, es kann auch ein Geschenk sein. Denn wir empfinden mehr als die meisten Menschen, wir sind empathischer, besitzen mehr Kampfgeist, sind kreativ, einfühlsam, willensstark und wahnsinnig stark. Das dürfen wir nicht vergessen. Ich selbst muss es mir jeden Tag vorbeten, damit ich nicht aufgebe. Ich weiß, dass das ein lebenslanger Kampf wird, doch ich bin bereit, für das, was ich liebe, und die Menschen, die ich liebe, zu kämpfen. Denn davon gibt es einfach zu viele.“

    • Hallo,
      was es bedeutet einen borderliner zu lieben,habe ich schmerzlich erfahren.das schlimmste für mich waren und sind diese lügen. wenn man ständig an und aus geschaltet wird,geht man kaputt.eigentlich will man doch nur,mit dem menschen den man liebt zusammen sein.und das geht nicht leider….
      für den Partner eines borderliners ist es mindestens genauso schlimm.warum tut man jemanden so was an,wenn man ihn doch liebt…und überhaupt was ist denn eigentlich liebe?????

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