Blödmann! – Selber!

Was wir alle gemeinsam haben: Wir sehen uns einen Hauch besser als wir wirklich sind.
Die meisten jedenfalls. Gut, das muss man einfach wissen und sich einsichtig zeigen.

Wenn ein Verhalten eines Mitmenschen starke Reaktionen bei uns auslöst, hat es mit uns zu tun.

Entweder, wir sind völlig anders oder wir haben den gleichen Defekt, empfinden uns persönlich aber immer in der positiven Variante davon.

Beispiel: Angenommen ich rege mich über einen geizigen Menschen auf (und das tue ich bisweilen recht leidenschaftlich), dann hat es mit mir zu tun. Entweder ich bin selber geizig, empfinde mich aber als sparsam. Oder ich finde mich großzügig und der Andere hält mich für verschwenderisch. 

Emotionen sind Veränderungsmanager.
Das heißt, hier ist Entwicklung möglich – entweder in Richtung Großzügigkeit oder in Richtung Sparsamkeit.

Was regt Sie denn gelegentlich auf?

3 Meinungen

  1. Hallo Monica, du schriebst:

    Emotionen sind Veraenderungsmanager

    Auch wenn ich dem von Dir geschriebenen Artikel grundsaetzlich zustimme, denke ich doch, dass wir nicht ALL unser Verhalten permanent ueberdenken und anpassen sollten. Jeder soll, darf und muss ja auch noch ein wenig ‚ich selbst‘ sein.Was mich aufregt, sind insbesondere Mitarbeiter, die eigentlich ueber eine ausreichende Bildung verfuegen, sich aber permanent so schlecht oder semantisch falsch ausdruecken, dass hierdurch Missverstaendnisse entstehen, die andere Mitarbeiter Zeit kosten.Kommunikation (nicht nur per e-mail) ist ein ganz wichtiger Faktor in vielen Bereichen betrieblicher Ablaeufe. Wenn Informationen vom Adressaten anders aufgenommen werden als beabsichtigt, fuehrt das im guenstigsten Fall zu Mehrarbeit im schlechtesten Fall zu Fehlern (beim Output eines ganzen Teams).Als Folge habe ich mir vor einigen Jahren einmal im Rahmen meiner beruflichen Taetigkeit (als stellv. Leiter einer Entwicklungsabteilung fuer Softwareprojekte) die Muehe gemacht, eine Art Wiktionary einzufuehren, das die Terminologie fuer die interne Kommunikation definiert. Obwohl es nicht von allen Seiten Zuspruch fuer dieses Projekt gab, konnten interne Kommunikationsstrukturen verbessert werden, da in diesem Bereich gerade der informelle Austausch der einzelnen Entwickler entscheidend fuer das Vorankommen des Projektes war.Gruss -m*sh-

  2. Lieber sha-mash (richtig so?), danke für den schönen Beitrag und das Praxisbeispiel. Bin Deiner Meinung, nicht JEDES Verhalten zu überdenken. Nur dann, wenn es wichtig ist – im positiven oder im negativen Sinn. Und ich finde, wir sollten uns auch nicht immer richtig verhalten müssen, aber wir sollten zumindest wissen, wann wir daneben gegriffen haben. Einen schönen Start in die Woche – Monika.

  3. Hi Monika,sha-mash ist schon richtig – oder einfach nur m*sh :-)Ich habe ueber Deinen Text auch noch einmal in einem anderen Kontext nachgedacht. Naemlich Kinder: Wenn das Verhalten (wiederkehrendes V.) der Kinder nervt, muss man sich auch fragen, wie dieses Verhalten ausgeloest wird und wo man in diesem Prozess selbst beteiligt ist – vielleicht gar als Verursacher. Es nuetzt naemlcih nichts Untergebene (oder Kinder) einfach nur auf Fehlverhalten oder besser ’nicht zielgerichtetes‘ Verhalten hinzuweisen und eine strenge Linie vorzugeben. Im Gegenteil sollte man Strukturen schaffen, die es den Beteiligten ermoeglichen, dass es ihnen leichter faellt, die Ziele auf eine Art und Weise anzugehen, die alle an einem Strang ziehen laesst.m*sh

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