Blasentraining: Wirksame Therapie bei Blasenschwäche

Von einer empfindlichen und schwachen Blase spricht man, wenn häufig das dringende Bedürfnis besteht, kleine Mengen Harn zu lassen, manchmal auch verbunden mit Inkontinenz. Dies kann beispielsweise im Zusammenhang mit Krankheiten wie Schlaganfall, vergrößerter Prostata oder der Parkinson-Krankheit auftreten.

Auch jahrelange schlechte Blasengewohnheiten können dazu führen. Das Problem können Sie aber mit einem gezielten Training der Blasenfunktion in den Griff kriegen, das Sie unter ärztlicher Aufsicht durchführen sollten.

Wie funktioniert das Blasentraining?

Ein Blasentraining dient dazu, die Kontrolle über die Blase zu verbessern und die Harnmenge zu erhöhen, die der Betroffene ohne Harndrang oder Inkontinenz halten kann. Diese Therapie erfordert Übung und kann anfangs schwierig sein. Um Fortschritte zu dokumentieren, führen Sie ein Blasentagebuch bzw. Blasenkarte, die beim Arzt erhältlich ist. 
 
In den ersten Tagen vermerken Sie Ihrer Blasenkarte jedesmal, wenn Sie Harn lassen. Notieren Sie die Uhrzeit und die Harnmenge. Außerdem sollten Sie aufschreiben, wenn Sie unbeabsichtigt Harn verloren haben. Beginnen Sie in den folgenden Wochen damit, die Abstände zwischen den Toilettengängen bewusst zu verlängern. Versuchen Sie, den Harndrang jedes Mal ein paar Minuten länger zurückzuhalten. Wenden Sie das Blasentraining anfangs tagsüber an. Später können Sie dies auch nachts tun, wenn Sie aufwachen und den Drang verspüren, zur Toilette zu gehen.

Was kann man sonst noch tun bei Blasenschwäche?

Verabschieden Sie sich von der Angewohnheit, nur für alle Fälle auf die Toilette zu gehen. Trinken Sie ausreichend viel, aber verzichten Sie dabei auf Getränke, die die Blase zusätzlich reizen können, z.B. Kaffee, Cola und Alkohol. Achten Sie auf einen regelmäßigen Stuhlgang. Zusätzlich ist es empfehlenswert, die Beckenbodenmuskeln zu trainieren.

Bei Rückschlägen werfen Sie die Flinte nicht ins Korn. Es ist normal, dass die Blasengewohnheiten täglich variieren können. Es kann auch vorkommen, dass andere Faktoren Sie kurzfristig in alte Gewohnheiten zurückfallen lassen, z.B. wenn Sie erschöpft oder gestresst sind, wenn Sie einen Harnwegsinfekt haben, bei nassem, kalten Wetter oder wenn Sie krank oder erkältet sind. Erste Erfolge sollten Sie nach etwa einem Monat bemerken. Wenn Sie nach dieser Zeit keine Verbesserung spüren, sollten Sie sich bei einem Krankengymnasten nach einem individuell auf Sie zugeschnittenen Programm erkundigen.

Keine Meinungen

  1. Bindehautentzündung

    Danke, ein guter Beitrag, denn viele Informationen dazu im Internet besprechen nicht direkt die Situation bei Babys und Kindern.

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