blame it on the weatherman

Die Hitzewelle scheint ihr Ende vorerst erreicht zu haben. Gestern war ich mit dem Rad unterwegs, um die Abendsonne und die wunderbaren Farben zu genießen: Das dunkle Grün der Wälder, Gold und Braun auf den Feldern und das fast makellose Blau des Himmels, so blau, dass man darauf mit den Augen fast ausrutscht.
 
Dann die Wende: Gewitter und Sturzregen. Ich bin komplett durch, die Straße ist auf einmal glatt wie Seife und falle fast auf die Schnauze. Eigentlich wollte ich ja nie wieder Jan Ulrich erwähnen, aber ich kam mir vor wie besagter Dopingsünder bei seinem Höllenritt am Ende der Tour de Suisse, als er das Zeitfahren „überlegen“ gewann. Schwamm drüber. „Petrus kegelt“, pflegte mein Großvater immer zu sagen, wenn ich als kleiner Junge bei Gewitter Angst hatte, dass mir der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Warum eigentlich Petrus?
 
Seine hervorragende Bedeutung erhielt Petrus, der erste unter den Jüngern Jesu, durch die katholische Lehre, alle Päpste seien direkte Nachfolger des Apostel Petrus. Macht Benedikt XVI also sein eigenes Urlaubswetter?
 
Im Matthäusevangelium werden dem Petrus die Schlüssel des Himmelreichs verheißen. (Das damit nicht der römische Papst gemeint ist, ist für einen Protestanten vollkommen klar.) Alles, was Petrus auf Erden binden bzw. lösen werde, das solle auch im Himmel gebunden bzw. gelöst sein (Mt 16, 18 u. 19). Entsprechend schließt Petrus in mittelalterlichen Darstellungen des Jüngsten Gerichts das Himmelstor auf, der Schlüssel ist in den Darstellungen sein Attribut. Diese himmlische Rolle macht ihn im Volksglauben auch zum „Wettergott“: er entscheidet, ob die „Himmelsschleuse“ zum Regnen geöffnet wird oder eben nicht – und zwar unabhängig davon ob gerade Protestanten mit dem Rad unterwegs sind.
 
Der germanische Volksglaube hat Petrus hier an die Stelle des germanischen Gewittergottes Thor gesetzt, der auch das Wetter machte und die Wolkenschleusen öffnete. Petrus hat darüber hinaus im Volksglauben – ob seines Berufes – enge Beziehung zum Wasser. Er war schließlich Fischer, bevor er in den kirchlichen Dienst eintrat. Am Tage Peter und Paul darf man nicht in offenen Gewässern baden, da an diesem Tag das Wasser ein Opfer fordert.
 
Im südeuropäischen Bereich steht Petrus dem römischen Gotte Janus nahe, der als Licht- und Tagesgott auch der himmlische Schlüsselinhaber war und somit auch Herr über den Eingang und den Ausgang, jedoch kaum mit dem Wetter in Verbindung gebracht wurde. Wahrscheinlich musste man in Germanien wegen des dauerhaft schlechten Wetters mit seinen negativen Gefühlen irgendwo hin. So erklärt sich, dass Petrus im Gegensatz dazu im Süden mit dem Urlaubswetter nichts zu tun hat.
 
Urlaubsfotos von Joseph Ratzinger gibt es hier.

8 Meinungen

  1. Jaja, da gibt es einen Haufen Entsprechungen aus den alten heidnischen Religionen, nicht nur beim Petrus, auch bei vielen anderen Heiligen und auch bei etlichen am dritten Tage auferstandenen, jungfräulich geborenen und sogar gekreuzigten Göttern. Um das alles vergleichend zu erfahren, genügt es bereits, die ersten 50 bis 70 Seiten von Karlheinz Deschners Buch „Der gefälschte Glaube“ zu lesen.Von den Urlaubsbildern des Papstes im Aostatal bin ich selbstverständlich begeistert, ich kenne sonst niemanden, der sich niemals schmutzig macht in den Bergen und immer blütenweiß bleibt. Noch begeisterter scheint diese katholische Internetseite, die die Bilder zur Verfügung stellt, selbst zu sein, wenn sie vor lauter KircheKircheKirche das 5. Bild von rechts oben untertitelt, der Papst beim „Kirchen“pflücken. Na ja, im Überschwang! Passen Sie auf sich auf, dass Sie sich beim Rennradeln nicht verletzen, bitte. Sonst hat die Welt nicht einmal mehr einen einzigen ehrlichen Rennradler! Sie sind schließlich nur legal vom hellblauen Himmel gedoped und ein wenig auch vom Heiligen Geist, nicht wahr. 😉

  2. Es ist seit langem in wissenschaftlichen Gefilden bekannt, dass viele Menschen – auf der Suche nach einem Partner – diejenigen bevorzugen, die der eigenen Person ähnlich sind. Das gilt unter anderem für das Aussehen (Grad der Attraktivität) und den Charakter.Dasselbe gilt nun auch manchmal für Namen. Der Befund entspricht also bei genauerem Hinsehen eher dem „Stand der Dinge“.

  3. Von Nachnamen habe ich das noch nicht gehört, von Vornamen schon: Carsten und Christiane, Jürgen und Johanna, Gerd und Gudrun … Bei mir/uns trifft sich das nicht, macht aber nix, bin trotzdem der Meinung, dass es passt 🙂

  4. Ich finde es etwas forurteilend zu behaupten, dass sie nach den Namen gehen würde, denn wäre es so. Hätten vuiele Frauen keinen Mann, ja klar ist es besser, wenn die Partnerin einen schöneren Name häte als: ( zb. Martina ) Denn es sagt auch viel über den Charakter aus…Aber das heißt nicht gleich, dass man einen schlechten Charakter hat, wenn man Ingeburg oder so heißt! Ich finde es dennoch besser zu sagen was ich denke und ich denke, dass jeder das Recht hat zu sein wie er ist und so zufrieden zu sein. Wenn man mal bedenkt wieviele Menschen Geld ausgeben um ihren Name zu ändern nur weil es eine Person so BeStImMt hat…Auf mich macht es jedenfalls einen schlechten eindruckMit sehr freundlichen Gruß: SamanthaBei Rückfragen meldet euch bitte: S.cigler@freenet.de

  5. Ich gehe auch davon aus, dass jeder von euch seinen Name+Nachname behält und, dass ihr ihn nicht ändern wollt nur wegen einer Sage von John…Vielen von euch ist es zwar nicht so bekannt oder wollen nicht, dass es bekannt wird aber sie schmeisen Geld raus dadurch, dass sie ihre Namen ändern weil sie einfach nicht mit dem zufrieden sind was sie sind. Andere Personen dagegen sitzen Tag und Nacht drausen oder wohnen ihr ganzes Leben lang unter einer Brücke und haben keinen Job und kein Geld…Denk ihr ihnen ist der Name oder die Herkunft wichtig? Nein sie währen schon zufrieden, wenn sie genug Geld für ein Dach übern Kopf und zum Essen hätten…Was glaubt ihr wieviele Menschen keine Alkoholiker währen, wenn man sie unterstützen würde und nicht sein Geld sinnloserweise verbrauchen.Ich wollte auch unbedingt meinen Name ändern weil es so ist weil alle gasagt haben Samantha oh mein Gott was für ein … Neme und habe ich jetzt einen anderen? Nein weil mir klar geworden ist, dass es nicht irgentein charmantloser Name sondern MEIN Name ist! Bitte nimmt euch das zu HerzrnMit freundlichem Gruß: Samantha (13)Bei Fragen…: S.Cigler@freenet.de

  6. Lustig, das Ganze – als Medlung aber wertlos. Was Marcus Damm behauptet, spottet indessen jeder Beschreibung.Sagen Sie mal, Herr Dr. Damm – das ist doch nicht wirklich Ihr Ernst, zu schreiben, „der Befund entspricht also bei genauerem Hinsehen eher dem „Stand der Dinge“.Haben Sie denn genau hingesehen? Dann sollten Sie uns auch sagen, wie oft Sie so etwas in Ihrer Praxis festgestellt haben.Es grüßtIhr Gebhard Roese

  7. ich wollt nur ma auch so zeigen das ich nen guten intelegentzkwotzienten haben tu.klaubste??? na ja ich kenn tzwa dass temma nich aba ich wa da.ich tu euch liieben.jaha.wir hörn voneinanda.rest in pies.achso ich grüse meine mutti und omi aus duummsdorf

  8. Ich habe den selben nachname wie manch anderer…erstaunlich, denn unserer wurde durch zufall so geschrieben ( cigler ) und daraus schließe ich, dass es viele menschen gibt die so heißen wie ich und genau die selbe e-mail adresse haben wie ich ( s.cigler@gmx.de ) das ist ganz schön umständlich…an wen wird die eigentliche nachricht dann gesendet? Was wenn eine mit dem selben nachname direkt neben einem Wohnt und was bringt ein Nachname eigentlich??!!!!! All diese Fragen bleiben mir unerklärt!

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