Bildschirm zum Aufrollen: Sony nutzt die E-Paper Technik

E-Paper Bildschirme blieben in der Vergangenheit immer ein wenig in den Kinderschuhen stecken. Schwarz und weiß, mehr ging meist nicht, so gut wie jede Tageszeitung auch. Der Amazon Kindle brachte die Technologie dem Kunden alltagstauglich näher, die Tablet-Welle heizt seit geraumer Zeit die Entwicklung an.

Neben dem Kindle E-Paper gibt es noch das Pixel Qi Display, welches im Notion Ink Adam Tablet verbaut wurde und neben einem normalen Bildschirm erstmalig die E-Reader Funktion optional anbot. Mirasol setzt nach und präsentierte den ersten farbigen E-Paper Bildschirm. In diesem Jahr bescherte uns Samsung flexible Panele, welche in jede Richtung gebogen werden konnten aber nur für normale Bildschirme vorhanden waren. Sony kombiniert alles und präsentiert den ersten biegsamen Bildschirm zum Aufrollen basierend auf der farbigen E-Paper Technologie.

Der leichte Bildschirm zum Aufrollen: Was sind eigentlich OLEDs?

13,3 Zoll groß ist der gerade mal 20 Gramm schwere OLED Screen. OLEDs sind aus organischem Material gefertigte Halbleiter, die nicht nur kostengünstig sind, sondern auch einen erheblich kräftigeren Farbkontrast wiedergeben können.

OLEDs waren schon immer biegsam, diese Technologie in Verbindung mit der E-Paper-Errungenschaft ist Sonys neuestes Meisterwerk. E-Paper braucht im Lesemodus kein Licht und benutzt die spiegelnde Schicht im Hintergrund des Displays als Reflektor zur verbesserten Darstellung von Objekten. Das bedeutet wiederum, dass bei direkter Sonneneinstrahlung die Lesbarkeit weiterhin gegeben ist. Das Material ist ein künstlichen Plastik-Substrat, welches die Biegsamkeit ermöglicht, Ob es sich dabei um einen vollwertigen Bildschirm zum Aufrollen handelt lässt aber Sony noch im Dunkeln, immerhin gilt auf der SID, wo das Display vorgestellt wurde, „Please do not touch“. Die Technik gleicht dem Paperphone und Snaplet mit E-Ink-Display, ist aber im Gegensatz zum Wunschdenken, bereits serienreif.

Kontraste und mögliche Anwendungsbereiche

Der Kontrast liegt bei unglaublichen 100.000:1, was phänomenal ist. Die Farbabdeckung ist aber mit 13 Prozent eher schlecht und wirkt dadurch meist unnatürlich überzogen. Auf den 1200 x 800 Pixel wird es aber weniger um die farbechte Abbildung gehen, als vielmehr um die technische Spielerei der Zukunft. Tablets, die auch in der Sonne noch lesbar sind, ebenso Smartphones mit gekrümmten Bildschirm für eine bessere Haltung oder auch die Anwendung von Bildschirmen in öffentlichen Bereichen (Infoterminals, etc.). Die Zukunft hat erst begonnen. Mal wieder.

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