Beckenbruch: Heilungsdauer, Therapie und mögliche Komplikationen

Becken-Aufnahme

Das Becken verbindet die Wirbelsäule mit den Beinen und stützt die inneren Organe. Es handelt sich um mehrere, einzelne Knochen, die zusammen den Beckenring ergeben. Den hinteren Bereich des Beckens bildet das Kreuzbein, welches auch ein Teil der Wirbelsäule ist. Des Weiteren gibt es die beiden Hüftbeine, die sich aus den drei Knochen Darmbein (gut tastbare Beckenschaufel), Sitzbein und Schambein zusammensetzen.





Beckenbruch: Das können Sie tun!

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Beckenbruch

Das Becken ist ein äußerst stabiler Knochen, weswegen ein Bruch, bei gesunden Menschen, nur unter sehr hohen Belastungen, wie z.B. extreme Stürze oder Überfahren entsteht. Die Medizin unterscheidet acht verschiedene Arten der Fraktur, wobei ein instabiler und ein stabiler Beckenbruch am häufigsten vorkommen. Da das Becken die inneren Organ stützt und beschützt, sind v.a. innere Blutungen sehr gefürchtet, die oft lebensbedrohlich sind.

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Diagnostik

Bei der Inspektion und Abtasten des Beckenbereiches ist auf Fehlstellungen, lokale Schwellungen, Verfärbungen und Blockaden im Hüftgelenk zu achten. Um eine innere Blutung auszuschließen, wird ein Ultraschall durchgeführt.

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Instabiler Beckenbruch

Als instabiler Beckenbruch wird ein kompletter Bruch des Beckenrings oder eine Sprengung der Verbindung zwischen den einzelnen Teilen bezeichnet. In beiden Fällen verliert das Becken seine statische Funktion und die Knochen werden verschiebbar. In Extremfällen kommt es zu einer Open-book-Fraktur, d.h. das Becken klappt auf wie ein Buch und zwingt die Betroffenen zu absoluter Bettruhe.

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Stabiler Beckenbruch

Bei einem stabilen Beckenbruch handelt es sich um eine isolierte Fraktur des Scham- oder Sitzbeins sowie Absprengungen an den Beckenschaufeln. Im Gegensatz zum instabilen Bruch bleibt jedoch weitestgehend die Stabilität des Beckens erhalten.

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Therapie bei einem Beckenbruch

Der instabile Beckenbruch muss meistens operativ behandelt werden. Gibt es jedoch innere Blutungen, darf das Becken nicht geöffnet werden. Zumeist wird die Blutung durch Kompression, z.B. Beckenzwingen, gestoppt und später werden die Knochen verschraubt oder verplattet. Die Therapie bei einem Beckenbruch kann erschwert werden durch Komplikationen wie Wundheilstörungen, Blutungen oder Infektionen. Die Erkrankten sollen sobald wie möglich mit der Mobilisierung beginnen. Der stabile Beckenbruch führt sehr selten zu Spätschäden und der Knochen wächst von selbst zusammen. Zumeist ruhen sich die Betroffenen einige Tage aus und beginnen danach eine Physiotherapie.

Foto: Cano – Fotolia

3 Meinungen

  1. Sehr treffsicher und schön geschrieben. Gerade die typische in sich Gekehrtheit passt voll und ganz.

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