Bamberg: Bischöfe und jede Menge Bier-Brauereien

Es gibt in der deutschen Stadt neun Privatbrauereien, im Bamberger Land ingesamt mehr als irgendwo anders. Da die Bayern das Bier als Lebensmittel und nicht als Alkohol betrachten, ist Bier laut Volksmund neben Feuer, Wasser, Luft und Erde ihr fünftes Element. Und in Bamberg nicht nur zur jährlichen „Sandkerwa“ (der Kirchweih im Sand-Gebiet) allgegenwärtig.

Die Bamberger Brauereien

In Bamberg gibt es schon seit 1000 Jahren Bier, laut einer Urkunde erlaubte Bischof Otto I. den Benediktinern auf dem Michelsberg das Brauerei-Recht. Nach dem heiligen Benedikt soll jeder sein Quantum erhalten, wie er es gewohnt war. So tranken die 4000 Einwohner Bambergs im Jahr 1439 schon etwa 440 Liter Bier. Schon vor der Einführung des „Herzoglich Bairischen Reinheitsgebotes“ von 1516 ordnete der Bamberger Fürstbischof Heinrich III. an, „nichts mere denn Hopfen, Malz und Wasser zu nehmen.“ 1818 wurden in Bambergs 65 Brauereien 40.000 Liter des „Hellen Blonden“ gebraut. 1902 gab es zwar nur noch 36 Brauereien, aber gebraut wurde mehr: 160.000 Liter Bier wurden hergestellt, und das in über 50 ober- und untergärigen Bierspezialitäten. Bis heute ist vor allem das Rauchbier „Schlenkerla“ eines der bekanntesten und außergewöhnlichsten Biere der Stadt.

Der Bamberger Dom

Der Dom St. Peter und St. Georg in Bamberg beherrscht mit seinen 4 Türmen eindeutig die Silhouette der Stadt, deren Altstadt zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Diese Hauptkirche gehört zu den deutschen Kaiserdomen und beherbergt einen reichen kulturellen Schatz, den man unbedingt besichtigen sollte. Mit dem Doppelnamen hat man das Verbindende von Ost und West betont, dabei steht Petrus für die Römische Kirche und Georg, der Ritter, für die byzantinische Kirche. St. Georg ist vor allem als Drachentöter bekannt. Der Vorgänger des heutigen Domes ist der sogenannte Heinrichs-Dom, weil Kaiser Heinrich II., der Gründer der Diözese Bamberg, diesen im Jahr 1004 in Auftrag gegeben hatte.

Mehr Sehenswürdigkeiten in der Frankenstadt

Der Bamberger Reiter ist wahrscheinlich das bekannteste Denkmal, es ist das Grab des einzigen heilig gesprochenen Kaiser-Paares des Heiligen Römischen Reiches sowie das einzige Papstgrab in Deutschland. Der Siedlungsbeginn der Bamberger Altstadt begann etwa 600 nach Christus auf dem Domberg. 1012 wurde die erste Bischofskirche geweiht, 1081 und 1185 gab es jeweils ein Großfeuer in dieser Kathedrale, so wurde der erste Dom abgerissen. Im Jahr 1237 wurde dann der zweite geweiht. Das Bamberger Bistum wurde 1818 zum Erzbistum.

Der Bamberger Bischofssitz kann mit 10 Läuteglocken die Zeit, Messen und andere Anlässe ankündigen. Bis zur Elektrifizierung mussten 6 Personen zusammen allein schon die Kunigunden-Glocke läuten, sie läutet jeden Donnerstagabend nach der Apostel- und der Armeseelenglocke zur Erinnerung an Jesu Todesangst. Eine weitere, bemerkenswerte Glocke ist die 5 Tonnen schwere Heinrichsglocke von 1311. Sie soll zu den klangschönsten Glocken aus der Zeit des Mittelalters zählen. Die Portale des Bamberger Doms sind sehr vielfältig gestaltet, außer Sandsteinfiguren und dem Papstwappen am Adamstor sieht man ein vergoldetes Tympanon an der Gnadenpforte und dem Fürstenportal, das „Jüngste Gericht“ ist wiederum in Sandstein gebaut worden. In der Krypta sind die Gräber des Bischofs Gunther von Bamberg und dem König Konrad III. zu finden. Die Krypta ist der älteste Teil des neuen Domes und liegt unterhalb des Georgenchores. Die Stadt ist mit ihrer Kathedrale ein unbedingt sehenswertes Erlebnis. Unendlich viele kulturelle und geschichtlich interessante Details laden immer wieder zu einem Besuch ein. Alle Infos rund um die Stadt finet man auch auf der offiziellen Homepage der Stadt Bamberg.

6 Meinungen

  1. Eine wunderschöne Ecke dort unten. Ich war dort einige Zeit in München und fuhr oft an Bamberg vorbei. Eines Tages hatte ich auf der Höhe eine Panne und wurde dorthin abgeschleppt. Super nette Leute und eine wunderschöne Gegend.

  2. Oh ich Liebe den Bamberger Dom.. So schön. Das ist echt ein tolles Bauwerk.

  3. Bamberg ist richtig cool. Habe dort eine Zeit studiert. Für drei Jahre war es optimal dort zu leben.

  4. Ja, das Bamberger Rauchbier ist wirklich sehr lecker, wenn auch wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. Leider gibts das da, wo ich wohne, nicht zu kaufen 🙁

  5. Super Post, ich wohne selbst schon mein ganzes Leben in Bamberg und kann nur bestätigen, dass das Bier ein wirklich wichtiger Bestandteil des Lebens hier ist 😉 Für alle Bierbegeisterten gibt es gerade auch noch die Bockbieranstiche (Bockbier ist sehr stark gebrautes Bier) vieler Brauereien in Bamberg und Umgebung. Wer also gerade in der Gegend ist, sollte auf jeden Fall mal vorbeischauen!

  6. Ich habe in Bamberg studiert und es war einfach eine sooooo tolle Zeit 😉 Es gibt so viele kleine Gässchen zu entdecken und viele schnuckelige Häuschen. Allerdings wurde ich meiner 9 Semester nie ein Fan von Rauchbier 😉 Das muss man schon wirklich mögen.

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