Auslandsinvestitionen: Warum ist das Investieren in anderen Ländern sinnvoll?

Im Allgemeinen wird dann von Auslandsinvestitionen gesprochen, wenn es um die Anlage von Vermögen im Ausland geht.

Dabei wird laut Definition inländisches Kapital direkt (Firmengründung) oder indirekt (Wertpapiere) investiert.

Für diese Form der Investition sind oftmals andere Gesetze als im Inland maßgeblich. Diese Gesetze können für Unternehmen und in gleicher Weise für private Anleger von Interesse sein.

Investitionen im Ausland zur Arbeitsplatzsicherung und Gewinnerzielung

  • Die jeweilige Gesetzgebung kann für Anleger sehr attraktiv sein. Wenn sie Auslandsinvestitionen tätigen, tun sie es mit der Absicht, einen Gewinn zu erzielen. Derartige Investitionen lohnen sich meist dann, wenn es in einem Land eine ausgebaute Infrastruktur sowie einen Reichtum an Rohstoffen gibt. Ein im Gegensatz zu Deutschland niedrigerer Arbeitslohn wird als weitere mögliche Gewinnquelle angesehen.
  • Die weltweite Finanzkrise hat zu einer Verringerung von Auslandsinvestitionen geführt. Dennoch gilt das nicht für deutsche Unternehmen insgesamt und alle Bereiche. Es gibt durchaus Bereiche, beispielsweise Rohstoffgewinnung, Rohstoffverarbeitung, Fahrzeugbau oder erneuerbare Energien, die inländische Anleger trotz Krise für ein Engagement im Ausland im Fokus haben.
  • Wenn deutsche Unternehmen im Ausland investieren, verfolgen sie ein bestimmtes Ziel. Es geht darum, ausländische Absatzmärkte durch eine Vorort-Produktion (durch Direktinvestitionen) abzusichern oder hinzuzugewinnen. Dabei können sie oftmals mit der Unterstützung der Politik rechnen. Vor allem wenn es um das Investieren in Schwellenländer geht, sichert der deutsche Staat die exportorientierte Wirtschaft mit gewisser Unterstützung und Förderung ab.

USA als sicherer Investitionsstandort mit attraktiven Steuerrecht

  • Viele ausländische Investoren wollen beispielsweise die Vereinigten Staaten als sicheren Hafen für ihre Investitionen nutzen. Die USA verfügen über unzählige Immobilien- und Geschäftsanlagewerte. Vorzugspreise beim Erwerb gibt es vor allem dann, wenn der Euro günstig in US-Dollar getauscht werden kann.
  • Das Steuerrecht der Vereinigten Staaten ist sehr attraktiv für Investitionen durch deutsche Unternehmen und Privatanleger. Teilweise ist es erlaubt, dass US-Steuerzahler steuerfreie Zinszahlungen an ausländische Investoren leisten. Dazu zählt, dass Kapitalgewinne aus einer Investition steuerfrei sein können oder lediglich einem Steuersatz von 15 Prozent unterliegen. Außerdem verfügt die komplexe Gesetzgebung über zahlreiche Methoden für einen Zahlungsaufschub der Steuern in den USA bis zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Sinnvoll sind diese Auslandsinvestitionen allerdings nur dann, wenn Investoren sich auf ihren Berater verlassen können. Denn dieselben Gesetze können zu Steuerfallen werden. In solchen Fällen fallen hohe Einkommensteuern auf Gewinne (bis zu 65 Prozent) an. Erbschaftssteuern (Nachlass), die auf Auslandsvermögen in den USA gezahlt werden müssen, können unter Umständen bis zu 48 Prozent betragen.

Eine Meinung

  1. Algerien: Das 120 Milliarden US-Dollar schwere Investitionsprogramm der Regierung für die nächsten drei bis vier Jahre bietet allen Akteuren, die im weiteren Sinne mit Infrastruktur zu tun haben, große Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere natürlich Baufirmen. Der Bau der Metro Algier unter Führung von Siemens zeigt, dass „Made in Germany“ gro-ßen Respekt in Algerien genießt.
    Nabil Frik

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