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    Start » Spinale Stenose: Was steckt dahinter und wie kann man sie behandeln?
    Besser Leben

    Spinale Stenose: Was steckt dahinter und wie kann man sie behandeln?

    9. Dezember 20113 Minuten Lesezeit

    Was genau ist die Spinale Stenose?

    Darunter versteht man grundsätzlich eine Verengung des Wirbelkanals. In den meisten Fällen tritt sie als eine Folge von abnutzungsbedingten Veränderungen der Wirbelsäule auf. Wobei der Lendenwirbelbereich besonders häufig betroffen ist. Dadurch, dass die zwischen den Wirbeln als Puffer sitzenden Bandscheiben, genauer gesagt der Gallertkern, im Laufe der Jahre an Flüssigkeit verlieren und dadurch porös werden, sind die Bandscheiben weniger elastisch und die Wirbel werden nicht mehr so gut in Position gehalten. Wenn sie sich verschieben, können Bandscheibenvorfälle auftreten.

    Werden die Bandscheiben weiter abgenutzt und die Wirbel reiben aneinander, entwickelt sich die spinale Stenose. Durch die zum Teil erheblichen Schmerzen beim Gehen wird die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigt.

    Da Rückenschmerzen unterschiedliche Ursachen haben können, müssen zur Abklärung der Diagnose einige Untersuchungen durchgeführt werden. Die Symptome und Beschwerden sind z.B. ähnlich wie bei einer Ischialgie, besonders der ziehende Schmerz bis in die Beine. Ein typisches Anzeichen für die Stenose ist das wirbelsäulenbedingte Hinken (Claudicatio spinalis).

    Die Magnetresonanztomographie (MRT) macht die Störungen ohne eine Strahlenbelastung besonders gut sichtbar.

    Spinale Stenose – Was bedeutet die Diagnose für den Patienten?

    Diese auch Schaufensterkrankheit genannte Erkrankung zwingt die Betroffenen dazu, beim Gehen öfter eine Pause einzulegen, da die Schmerzen so schlimm werden, dass ein Weitergehen nicht möglich ist. Beugt sich der Kranke etwas nach vorne oder setzt sich hin, nehmen die Beschwerden wieder ab und er kann weitergehen.

    Die Spinale Stenose und ihre Therapiemöglichkeiten

    Die erste Maßnahme sollte immer die Krankengymnastik sein. Spezielle Übungen kräftigen die Bauch- und Rückenmuskulatur, damit sie der Wirbelsäule mehr Halt geben. Wärme oder Kälteanwendungen können ebenfalls helfen, die Schmerzen erträglicher zu machen. Auch orthopädische Stützhilfen sind durchaus sinnvoll. Eine Therapie mit Elektrostimulation kann auch versucht werden.

    Sinnvoll ist es auf jeden Fall, eine Entspannungstechnik (z.B. Autogenes Training) zu erlernen, und die Akupunktur ist eine weitere Möglichkeit, die Schmerzen zu lindern.

    Das reicht in vielen Fällen aber trotzdem nicht aus und es muss eine medikamentöse Therapie mit Schmerzmitteln erfolgen. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten.

    Entzündungshemmende und muskelentspannende Schmerztabletten werden oral (Mund) eingenommen.
    Dabei stehen verschiedene Schmerzmittel zur Verfügung, wie z.B. nicht-steroidale und entzündungshemmende Rheumamittel (Ibuprofen). Allerdings belasten diese den Körper, insbesondere Leber und Nieren, aber auch den Magen (Magenblutungen). Kortison kann gespritzt werden zur Schmerzlinderung, eine weitergehende Wirkung hat es aber nicht. Eine weitere Möglichkeit ist die Infiltration, dabei werden Schmerzmittel direkt in die Muskulatur oder die Nervenwurzeln gespritzt oder durch einen Dauer-Katheter verabreicht.

    Eine Alternative dazu könnte ein neues Medikament sein, das in den Niederlanden bereits zugelassen und erprobt wurde. Der Wirkstoff heißt Palmitoylethanolamin (PEA). Der menschliche Körper produziert ihn selbst. Das neue Medikament heißt Normast und ist unter diesem Namen in Apotheken erhältlich. Dieses biologisch-natürliche Analgetikum wird gegen starke, chronische Schmerzzustände (Neuropathien, Arthritis, generell Schmerzen des Bewegungsapparates) eingesetzt. Es wirkt zudem entzündungshemmend, greift den Magen nicht an, ist wirksamer als Ibuprofen und Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

    Wenn alle Maßnahmen nicht greifen, muss eine Operation in Erwägung gezogen werden. Bei einer Laminektomie wird der Wirbelkanal von Knochen und Gewebe befreit, sodass sie nicht mehr auf die Nerven drücken können. Bei Bedarf können die Wirbel auch durch weitere Maßnahmen (Schrauben etc.) fixiert werden. Diese Operation wird stationär durchgeführt und der Patient muss ca. 4 bis 7 Tage im Krankenhaus verbringen. Nach etwa drei Monaten können die meisten Patienten wieder normal leben, diese Zeitspanne ist aber individuell unterschiedlich lang.

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