Die „chronisch obstruktive Lungenerkrankung“, kurz COPD (die Abkürzung für das englische „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“), trifft vor allem ehemalige und aktive Raucher. 80 Prozent der Erkrankten haben wenigstens zeitweilig diesem Laster gefrönt. Obwohl die Krankheit noch recht unbekannt ist, wird davon ausgegangen, dass bis zu fünf Millionen Deutsche an COPD leiden.
COPD ist dabei ein Sammelbegriff für mehrere Lungenerkrankungen, die oftmals gemeinsam auftreten. Chronische Bronchitis und Lungenemphyseme können dazu führen, dass sich die Lungenbläschen erweitern, die Bronchien verengen und Sauerstoff schlechter aufgenommen wird. Nicht nur die Atemwege werden so in Mitleidenschaft gezogen, durch die Unterversorgung mit Sauerstoff und den schlechteren Abbau von CO2 können auch die restlichen Organe geschädigt werden und ihre Arbeit unter Umständen ganz einstellen.
Bei der COPD schwellen die Schleimhäute an, während sich die Bronchialmuskulatur verkrampft. Die Dauerentzündung führt zu höherer Schleimproduktion – die Atemnot ist vorprogrammiert. Die Krankheit schlägt in der Regel bei Menschen ab 50 zu. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab und die Haut färbt sich bläulich-rötlich.
Neben dem Rauchen ist die Belastung mit Feinstaub ein weiterer Faktor, der die Krankheit weiter vorantreibt und verschlimmert. Therapiemöglichkeiten bestehen in erster Linie darin, Risiken zu vermeiden, also mit dem Rauchen aufzuhören und sich nicht Feinstaub auszusetzen, so es möglich ist. Darüber hinaus wird versucht mit verschiedenen Mitteln die Atemwege frei zu bekommen und wieder zu erweitern und gegen den Hustenreiz anzukämpfen. In der Sauerstoff-Langzeit-Therapie wird über einen Zeitraum von 16 bis 24 Stunden jeden Tag O2 direkt per Nasensonde zugeführt.
Diverse Selbsthilfegruppen bieten Informationsmaterial für Betroffene an, einige Krankenkassen haben auch Programme für Chroniker im Angebot.
